Gegen das Vergessen

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!
König David

Welches Geschenk zur letzten Weihnacht oder zum letztjährigen Geburtstag hat Ihnen besonders viel Freude bereitet?

Wie spontan können Sie auf diese Frage antworten? Oder geht es Ihnen wie mir: Hm, was hab ich eigentlich alles für schöne Dinge gekriegt? Aja, da waren die Schafe, die in meinem Namen gesponsert wurden, die Autobahnvignette, die selbstgemachten Finken, der Pizza-Gutschein für Venedig (den ich nächste Woche einlösen werde)… ah und die witzige Sammlung der Kolumnen von Martin Bühler war auch noch dabei…

Was ich sagen will: Wie oft werden wir mit kleineren und grösseren, nützlichen oder schönen Dingen beschenkt – und vergessen es dann mit der Zeit wieder?

Weil mindestens ich ziemlich vergesslich bin, wenn es um die „Güte“ all der lieben Menschen um mich herum geht, will ich mich daran erinnern, einen dankbaren Blick auf all das Gute in meinem Leben zu bewahren. So vieles wird mit der Zeit selbstverständlich. Mit all den Visionen im Kopf und Träumen im Herzen stehe ich in Gefahr, mit dem vorwärtsgerichteten Blick nur zu sehen, was es in Zukunft noch alles zu tun gibt. Das ist mein Naturell. Wenn ich mich da nicht bewusst dafür entscheide, das Gute der Vergangenheit und die Freuden im Hier und Jetzt zu schätzen, verpasse ich es, diese anvertrauten Schätze dankbar in meinem Herzen zu tragen.

Dankbarkeit als Lebensstil

Ich verpasse es, dankbar zu sein für all das, was ich (wir) bereits erreicht habe(n). Neue Ziele treiben mich nach vorne – und schneller als es mir bewusst ist, beginne ich dabei das gering zu schätzen, was bereits vorhanden ist.

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Darum bin ich dankbar, dass ich gleich dreifach an den wichtigen Wert der Dankbarkeit erinnert werde:

  • Das oben erwähnte Zitat von König David ist eine schöne Erinnerung daran, unserem guten Gott, der Quelle allen Lebens, immer wieder für all das Gute, das er in unser Leben legt, zu danken. Es scheint mir bei der Wortwahl von David, als hätte auch er seine Seele „zwingen“ müssen, nicht zu vergessen und dankbar zu bleiben.
  • Das Jahr der Dankbarkeit, welches bei uns in der Schweiz ab dem Dank-, Buss- und Bettag  laufen wird, ist eine Einladung an uns alle: Nicht nur in diesem Jahr, aber eben von Bettag zu Bettag ganz besonders, den Wert der Dankbarkeit hochhalten, Gott für seine Güte danken, den Menschen in unserem Umfeld mit Dankbarkeit begegnen und uns für mehr Wertschätzung und weniger Nörgelei einzusetzen.
  • Und schliesslich: Es gibt auch die eindrücklichen Forschungsergebnisse, die klar belegen, dass Dankbarkeit wirkt. Die Positive Psychologie zeigt auf, dass Dankbarkeit ein sicherer Weg ins Glück ist.

Darum: Ich will bei aller Hoffnung für die Zukunft nicht die Dankbarkeit vergessen!

Liebe treue LeserInnen von meinem Blog: Mit diesem Artikel verabschiede ich mich in die Sommerpause. In den nächsten Wochen werde ich mir zusammen mit meiner Familie ein Sabbatical gönnen. Wir lesen uns wieder Mitte August!
Und übrigens: Ein herzliches Dankeschön auch Ihnen allen, die diesen Blog (regelmässig) lesen – Sie sind meine Motivation immer freitags morgens „in die Tasten zu hauen“!

 

KONKRET

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Ein Hoch auf die Mamis (und Papis)

Das größte Geschenk, das mir meine Mutter gegeben hat,
ist ihre bedingungslose Liebe zu mir.
Cindy Crawford

Mein Mami ist die beste Mutter!

In meiner Kindheit war sie immer für mich da – und noch heute unterstützt sie mich immer wieder.

Mit ihrer bedingungslosen Liebe  zu wirklich schier allen Menschen, die ihr begegnen, ist sie mir seit jeher ein leuchtendes Vorbild.

Von ihr habe ich Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und eine positive Grundeinstellung zum Leben gelernt. Ihre Fröhlichkeit und Ausstrahlung hat immer wieder auf mich abgefärbt – auch wenn ich meine Freude nach wie vor eher als „stiller Geniesser“ ausdrücke und nicht, wie mein Mami, die ganze Welt auf einmal umarmen kann.

Und natürlich habe auch ich von meinem Mami bekommen, was eben nur eine Mutter geben kann: Geborgenheit und Verwurzelung im Leben ab dem ersten Atemzug – und eigentlich schon Monate davor. Nein, ich musste mein Mami nie mit irgendwelchen schulischen Leistungen oder heldenhaften Taten überzeugen, ihrer bedingungslosen Liebe konnte ich mir immer sicher sein. Nicht nötig zu erwähnen, dass sie immer ein offenes Ohr für mich hatte – und noch immer hat: Ob damals das kleine Bobo, danach die Irrungen und Wirrungen des Verliebtseins bis zu den beruflichen Herausforderungen in der Gegenwart – bei meinem Mami fand und finde ich die nötige Aufmunterung.

Wie gesagt: Ich habe die beste Mutter der Welt!

Gut möglich, dass auch Sie das von Ihrer Mutter behaupten. Wunderbar! So soll es sein!

Dann lassen Sie uns dies zum kommenden Muttertag unseren Mamis und Mütter auch zeigen und ihnen dankbar unsere Wertschätzung für all das ausdrücken, was sie uns bedeuten!

Ich habe absolut nichts gegen schöne Blumen und auch der traditionelle Muttertagsbrunch ist eine schöne Sache. Trotzdem: Gäbe es nicht noch eine andere (zusätzliche) und vielleicht wirkungsvollere Möglichkeit, als mit Fleurop und Butterzopf unsere Mütter zu würdigen? Vielleicht auf eine ganz persönliche Art?!

Jeder hat seine eigenen Stärken und Grenzen. Ich kann zum Beispiel kaum jemandem eine Freude damit bereiten, ein Bild zu malen (natürlich, mein Mami und meine Frau würden ein solches Kunstwerk über Gebühr würdigen, aber auch nur, weil sie genau wüssten, was mich das gekostet hätte….). Aber mit Worten kann ich inzwischen (das ist ein Wunder, gell Mami, wenn wir an all die Diktate und Aufsätze während der Schulzeit zurückdenken) ganz gut umgehen. Für mich ist also der Dankesbrief die geeignetere Form als das Dankesgemälde zum Merci-Sagen.

Und wie sagen Sie Ihrer Mutter Danke? Natürlich nicht unbedingt oder nicht ausschliesslich am Muttertag. Und ganz klar, auch der Papi hat ein Dankeschön verdient. Meiner hat mir das Fliegen gelernt, dafür danke ich ihm – Muttertag hin oder her…

 

Konkret

  • Wie können Sie Ihrer Mutter, Ihren Eltern, Danke sagen? Wie wärs mit einem handschriftlichen Dankesbrief?
  • Danke sagen – nicht nur am Muttertag. Kennen Sie schon das Jahr der Dankbarkeit? Hier finden Sie einen kurzen Videoclip dazu.

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Ich bin reich!

Nur wer selbst nicht ‎reich‬ und ‪‎mächtig‬ sein will,
kann anderen helfen, dass sie aufhören, 
arm‬ und ‪ohnmächtig‬ zu sein.

Jörg Zink

Während meiner Bankausbildung (vor vielen Jahren) musste ich lernen, aus einer Bilanz herauszulesen, was das Kerngeschäft eines bestimmten Finanzinstitutes war.

Ich bin überzeugt davon, dass dies auch bei Einzelpersonen funktioniert: Der Blick in die Bücher – in unsere Bankauszüge und Ausgaben – verrät, was unser Kerngeschäft ist. Anders gesagt: „Zeig mir deinen Kontoauszug und ich sage dir, was für ein Mensch du bist.“ Wenn wir unseren Umgang mit Geld analysieren, wird klar, was uns wichtig ist, wie wir uns absichern und vielleicht erfahren wir sogar, worauf wir unser Vertrauen setzen.

Wahrscheinlich weil der Zusammenhang zwischen Umgang mit Geld und den Prioritäten eines Menschen so stark ist, spricht die Bibel mindestens fünfmal häufiger über Geld und Besitztum als über Glaube! Es scheint, als hätte unser Umgang mit Geld eine spirituelle Dimension.

Wenn die Bibel über 2000mal von Geld und Besitztum spricht, verteufelt sie weder das Geldverdienen noch den Reichtum per se. Doch in schier beängstigender Weitsicht wird von dem gewarnt, was unsere Welt(wirtschaft) in den letzten Jahren an den Rand des Kollaps brachte: Gier, Machtmissbrauch, Korruption.

Jesus hat zum Beispiel gesagt (in Matthäus 6,21):

Sammelt keine Schätze hier auf der Erde!
Denn ihr müsst damit rechnen, dass Motten und Rost sie zerfressen oder Einbrecher sie stehlen.
Sammelt lieber Schätze bei Gott. Dort werden sie nicht von Motten und Rost zerfressen und können auch nicht von Einbrechern gestohlen werden.
Denn euer Herz wird immer dort sein, wo ihr eure Schätze habt.

Man könnte jetzt lange darüber sprechen, was es denn heisst, Schätze bei Gott zu sammeln (und welche Gefahren ein falsches Verständnis davon in sich birgt). Doch belassen wir es an dieser Stelle einfach mal dabei, dass wir aufgefordert werden, uns für das Gute und die Liebe – eben das Göttliche – einzusetzen.

Zwei andere Dinge sind mir in diesem Text für die Diskussion hier wichtiger:

Unsere (weltlichen) Finanzanlagen scheinen eine höchst unsichere Sache zu sein.
Klar, es waren weder Motten noch Rost, doch die Finanzkrise hat buchstäblich Geld „zerfressen“. Und trotzdem gehen die Spekulationen fröhlich weiter: Die Börse ist in einem allzeit Hoch, die gewünschten Lehren aus der Krise wurden aus meiner Sicht nicht wirklich gezogen. Geld wird immer noch missbraucht um Reiche noch reicher und Mächtige noch mächtiger zu machen – während Arme noch ärmer und Ohnmächtige noch ohnmächtiger werden.

Es geht nicht um unser Portemonnaie sondern um unser Herz.
Und warum liegt offensichtlich sowas wie ein zerstörerischer Fluch über der Macht des Geldes? Weil es, wie Jesus es schon sagte, nicht einfach unser Bankkonto betrifft, sondern unser Geldumgang mitten durch unser Herz geht.

  • Vergleichen statt Dankbarkeit.
  • Gier statt Grosszügigkeit.
  • Mehr statt genug.
  • Wenig Reiche statt genug für alle.
  • Abzocken statt teilen.
  • Missbrauch statt Liebe.

Ich bin reich – vielleicht im schweizerischen Schnitt nicht so sehr auf dem Bankkonto. Doch schon nur die Tatsache, dass ich in diesem Land leben darf, macht mich reich. Und ich bin reich an Beziehungen, Erfahrungen, Möglichkeiten… – und das möchte ich teilen und für die gute Sache einsetzen.

Und Sie, was machen Sie mit ihrem Reichtum?

 

WEITERFÜHRENDE ANGEBOTE

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Unser "geschafft!"-Fest

Sei heiter und vergnügt und nimm teil an der ‎Freude‬ der anderen.
Dabei fällt dann immer auch etwas eigene Freude ab.
Theodor Fontane

Vor einigen Wochen war es wieder soweit: Wir feierten als Familie unser „geschafft!“-Fest. Am Morgen traf ich mich im Zürcher Oberland mit meinem Coach und hatte schon da allen Grund zur Freude. Die Zeit der Reflexion brachte es deutlich zum Vorschein: Die Ereignisse der vergangenen Monate bieten allerlei guten Stoff für Dankbarkeit. Mein Coach, der mich schon seit Jahren begleitet und so auch schon manch schmerzvolle Erfahrung von mir mitbekommen hatte, schrieb in grosser Schrift auf sein Whitboard: „Geniessen!“ – das sei jetzt angesagt, meinte er.

Beglückt und dankbar machte ich mich nun auf den Weg nach Bern. Mitten in der Altstadt wurde ich bereits von meiner Familie erwartet und wir alle freuten uns auf unser „geschafft!“-Fest. Denn nicht nur ich hatte allen Grund zum Geniessen. Wir alle hatten nach drei sehr intensiven Monaten eine Verschnaufpause nötig und den einen oder anderen Erfolg zu feiern: Prüfungen zum Schulübertritt der Tochter, Jubiläumsfeier unseres gms Projektes, zahlreiche Auftritte meiner Frau, Finanzierungszusagen für unsere sozial-diakonsiche Kinder- und Familienanimation

Rituale, die den Familienalltag beleben

Es ist zu einer schönen Tradition geworden, dass wir uns nach dem strengsten Quartal des Jahres ein besonderes Familienerlebnis gönnen. Dazu gehört jeweils der Besuch eines Kulturangebotes – Theater, Kleinkunst oder auch mal Kino. Und im Anschluss daran gehen wir in ein gutes Restaurant, das an gewöhnlichen Tagen unser Familienbudget sprengen würde.

Diesmal zelebrierten wir unser „geschafft!“-Fest wie gesagt in der Berner Innenstadt: Mit einer extra grossen Tüte Popcorn ausgerüstet, amüsierten wir uns köstlich mit Paddington und seinen Abenteuer. Nach dem Kinobesuch machte sich trotz den Popcorn schon etwas Hunger bemerkbar. Gut also, dass im Papa Jo’s bereits ein Tisch für uns reserviert war. (Leider ging es dann doch nicht so schnell, bis der Hunger gestillt wurde. Wahrscheinlich werden wir mit der Tradition brechen und ein neues Restaurant für unser nächstes „geschafft!“-Fest wählen…)

Die Vorfreude auf dieses spezielle Familienerlebnis hilft uns jeweils, in der strengsten Phase des Jahres durchzuhalten: Auch wenn wir in diesem Quartal, in dem uns unsere Berufung aussergewöhnlich beansprucht, mit etlichen Entbehrungen leben müssen, ist die Ende doch absehbar. Das „geschafft!“-Fest ist für uns so etwas wie die Ziellinie für den Marathonläufer.

Dankbarkeit einüben

Familienrituale wie diese, helfen uns als Familie, aber auch uns als Ehepaar und jedem Familienmitglied persönlich, sensibilisiert dafür zu werden, mit dankbarem Herzen durch das Leben zu gehen. Geschafftes feiern, Erfolge geniessen, den Moment auskosten – das tut gut, ist gesund und hilft, nicht in einen sinnentleerten Alltagstrott abzurutschen.

Welchen Grund zur Dankbarkeit gibt es bei Ihnen aktuell? Und an welchen Freuden Ihrer Mitmenschen möchten Sie Anteil nehmen?

 

WEITERFÜHRENDE ANGEBOTE

  • Ein anderes (Familien)Ritual, das wir gerne weiterempfehlen: Das Jahrbuch. Darin schreiben wir für jeden Monat des Jahres hinein, welche Ereignisse diesen Monat ausgezeichnet haben und wofür wir dankbar sind.
  • Achtsam und dankbar leben – dazu wollen auch unsere Coachings und Timeout-Weekends motivieren.
  • Veranstaltungstipp: „Z’Morge für Paare – Glück in der Liebe“ im Rahmen der Marriage Week, Sa, 31. Januar 2015 in Studen (inkl. Kinderbetreuung mit Nutella-Festival)

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

"Dankeschön!"

Dankbarkeit ist so etwas wie der Königsweg zum Glück.
Sonja Lyubomirsky (in: Glücklich sein)

Nach einem wunderschönen Sommer dürfen wir jetzt in die goldige Jahreszeit starten. Ich liebe die Vielfalt der unterschiedlichen Jahreszeiten – was für ein Geschenk. Neben den prächtigen Farben gehören zum Herbst auch die unterschiedlichen Formen von Erntedankfesten: Angefangen beim Eidg. Dank-, Buss- und Bettag über die „Läset Sunntige“ (Winzerfeste) bis zu den Erntedankgottesdiensten. Auch wenn diese Traditionen manchmal mit der Zeit eine Eigendynamik bekommen, die das ursprüngliche Gedankengut vielleicht in den Hintergrund rücken – all diesen Festen ist gemeinsam: Wir haben Grund zur Freude, Grund zum Dank.

Möglicherweise fällt dieser Dank dem Bauern oder Winzer einfacher als den vielen Angestellten im Dienstleistungssektor: Nach harter Arbeit, hegen und pflegen, turbulentem Wind und Wetter, hoffen und bangen, kann jetzt die Ernte eingebracht werden. Grund zum Dank, Zeit für das Erntedankfest.

Wer seine Frucht der Arbeit nicht so direkt sichtbar vor sich hat, braucht wohl eine besondere Achtsamkeit, um ein Gefühl der Dankbarkeit zu entwickeln. Warum nicht einen eigenen „Läset Sunntig“ veranstalten, Freunde einladen mit der Begründung „Mein Dankfest, weil ich gerade so viel Gutes erleben darf“ und sich am Gelingen der Arbeit freuen.

Dankbarkeit macht glücklich

Die Glücksforschung hat wissenschaftlich untersucht, was uns Menschen glücklich macht. Dankbarkeit hat sich als sehr starker Glücksfaktor herausgestellt. Dankbare Menschen erfahren in ihrem Leben mehr Zufriedenheit und sind in ihrem Alltag glücklicher. Dankbarsein hat viele positive Nebenwirkungen: Hilft, positive Erfahrungen zu geniessen, steigert Selbstwert, ist Stressprävention, verhindert Neid und Vergleichen, kann Beziehungen stärken… Und hoffentlich führt uns Dankbarkeit auch zu dem, der das Leben erfunden hat. Klar kann man auch ohne Bezug zu Gott dankbar sein. Doch mir persönlich würde etwas sehr Wesentliches fehlen, wenn ich mich nicht direkt bei dem bedanken könnte, der so viel Gutes in die Schöpfung gelegt hat, der mein Leben in so vielerlei Hinsicht bereichert hat. Natürlich, es gibt 1’000 Gründe, warum ich meinen Mitmenschen dankbar bin – und diese Dankbarkeit sollen wir unbedingt auch aussprechen, es ist ein Glücksfaktor für beide Seiten. Aber eben, es gibt da in meinem Leben auch so Vieles, das ich nicht einfach Menschen oder dem Zufall zu verdanken habe. Und wenn wir schon dabei sind: Wem, wenn nicht Gott, soll ich für den schönen Sonnenaufgang danken? Für die prächtige Bergkette? Den goldigen Herbst? Und für die Ernte?

Robert Emmons, der weltweit führende Dankbarkeitsforscher, definiert Dankbarkeit als „Gefühl des Staunens, des Dankbar-Seins und der Feier des Lebens“. Sonja Lyubomirsky (in: Glücklich sein)

Genau das will ich. Und genau das ist für mich ein höchst spiritueller Akt: Indem ich staune, geniesse, das Leben feire, sag ich meinem Gott „Dankeschön!“ für all das, was er mir anvertraut hat.

WEITERFÜHRENDE ANGEBOTE ZUM THEMA

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.