Finde deinen Rhythmus

„Wer nach der Uhr lebt, muss damit rechnen, dass ihm sein Leben mit der Zeit auf den Wecker geht.“ (Ernst Ferstl)

Bei aller Wichtigkeit eines guten Zeitmanagements: Wer sein Leben in guter Balance gestalten will, sucht seinen eigenen Lebensrhythmus und lässt sich nicht vom hektischen Takt der Uhr antreiben.

Gönnen Sie sich ein Timeout

„Manchmal träum‘ ich davon, dass ich nicht immer nur blühen muss, sondern Zeit und Ruhe habe, um Kraft für neue Triebe zu sammeln.“ (A. Schwarz)

Spitzensportler brauchen es, Führungskräfte brauchen es, jeder Mensch braucht es eigentlich von Zeit zu Zeit: Ein Timeout.
Ein Moment des Ruhens, vielleicht auch des Reflektierens von Vergangenem und vor allem auch des Fokussierens auf das Kommende.

Eine grossartige Führungskraft in der Bibel war Mose. Er hatte die nicht einfach Aufgabe ein mürrisches Volk aus der Gefangenschaft in ein neues Land zu führen. Wir können in der biblischen Erzählung erkennen, dass Mose in solchen Timeouts neue Kraft schöpfte. Er unterhielt sich mit seinem Trainer (mit Gott), liess Ohnmachtssituationen hinter sich und konzentrierte sich aufs vor ihm liegende Ziel.

Egal was hinter uns liegt und egal wie viel Arbeit auf uns wartet, der Moment des Timeouts soll zum Auftanken da sein. In einer solchen Zeit bekam Mose von Gott folgenden Zuspruch: „Der Herr antwortete: ‚Ich selbst werde dir vorangehen und dich in ein Land bringen, in dem du in Frieden leben kannst!'“ (Die Bibel, 2. Mose 33,14)

Das wünsch ich mir: Mitten in der Hektik und den Herausforderungen des Alltages getragen sein von der Gewissheit, dass da einer über mir steht.

Hoffentlich bringt die Sommer- + Ferienzeit auch das eine oder andere Timeout für Sie!

Angst vor Fehler

„Unsere Fehler sind lehrreicher als unsere Erfolge.“
Albert Schweitzer

Wir kennen die Sprüche wie:
– „Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.“
– „Das grösste Risiko besteht darin, keines eingehen zu wollen.“
– „No risk, no fun.“

Und trotzdem haben wir oft furchtbar Angst davor, einen Fehler zu machen. Lieber nichts tun, lieber beim alt Bekannten bleiben, als das Risiko einer Niederlage einzugehen. Doch wer sich weiterentwickeln will, muss auch mal Neues wagen, ein Risiko eingehen. Und da gehören auch Fehler dazu. Denn: Wo keine Fehler gemacht werden, gibt es keinen Fortschritt – nur Stillstand.

„Fehler sind das Tor zu neuen Entdeckungen.“
James Joyce

Leben mit Vision

Wir müssen alle daran erinnert werden, warum wir das tun, was wir tun. Wir müssen daran erinnert werden, was auf dem Spiel steht. Wir müssen an die Vision erinnert werden.

Bei einer Vision geht es um das, was sein könnte und sein sollte, aber im Leben geht es um das, was jetzt ist, es geht genau um diesen Augenblick.

Zu den grössten Herausforderungen im Bereich des Führens gehört es, dafür zu sorgen, dass ein Vision lebendig bleibt, denn Visionen an sich haben keine besonders lange Haltbarkeitsdauer.

Es gibt keine Phase in der Entwicklung einer Organisation oder eines Unternehmes, in der eine Führungspersönlichkeit auf Autopilot schalten und dann einfach erwarten kann, dass die Organisation auch weiterhin von ihrer ursprünglichen Vision getrieben wird.

Alle Zitate aus „Von der Vision zur Wirklichkeit“ von Andy Stanley (2008 by Gerth Medien)

Für eine gesunde Entwicklung jedes Unternehmens ist das Vorhandensein einer Vision von grösster Bedeutung. Doch eine Vision nur auf Papier ist wertlos. Die Vision muss immer wieder neu hochgehalten werden, muss gelebt werden.

Und was für ein Unternehmen gilt, hat auch für das Leben an sich Gültigkeit. Ohne Vision, ohne Zielrichtung, stehen wir in Gefahr, dass das Leben an uns vorbei zieht.

Leben Sie mit Vision? Beruflich und privat.

Lebe und sei erfolgreich!

„Die Realität des Lebens, das wir äusserlich sehen und leben, kommt von innen, aus unserem Herzen, unserer Seele. Unser inneres Leben erschafft unser äusseres. Um unser Leben zu finden, müssen wir also das suchen, was unter unserer Haut liegt. Wir müssen unser inneres Leben sehen, hören, es entdecken, auf es achten – unsere Begabungen, Gefühle, Wünsche und Träume.“

Mit Begeisterung lese ich derzeit das Buch „Lebe und sei erfolgreich!“ von Dr. Henry Cloud. Das Zitat oben stammt aus diesem Buch und weil Cloud so viele gute Dinge zu einem Leben in Balance sagt, hier noch einige weitere Zitate:

„Wir alle haben die Aufgabe, in der Situation, in der wir uns befinden, unser Potenzial auszugraben und es dann zu investieren und wachsen zu lassen. Wir haben die Wahl: Erlauben wir vor lauter Angst den negativen Erfahrungen unser Potenzial zu verbergen oder wagen wir es, im Vertrauen auf Gott, dieses Potenzial Realität werden zu lassen?“

„Wer im Leben Erfolg haben will, muss auf sein Herz und seine Seele hören.“

„Das grösste Risiko besteht darin, keines eingehen zu wollen.“

„Es könnte sein, dass Sie neidisch auf das Leben eines anderen sind, weil Sie den Kontakt zu Ihrem eigenen verloren haben.“

Haben Sie Ihren Kompass ausgerichtet?

„Für ein erfolgreiches Zeitmanagement ist der Kompass wichtiger als die Uhr.“ (Stephen Covey)

Um meine Ziele und Visionen zu erreichen, sind mir verschiedene Tools und Instrumente immer wieder eine wertvolle Hilfe. Ein solches Tool soll der „LiB-Kompass – eine Navigationshilfe für ein Leben in Balance“ sein, den ich für mich und für weitere Menschen, die ein ausbalanciertes Leben führen wollen, entwickelt habe. Im LiB-Kompass werden die sieben Thesen zu einem Leben in Balance aufgegriffen und umgesetzt.

Neben dem „Hier + Jetzt“ enthält der LiB-Kompass die vier Himmelsrichtungen:

  • N wie Nordstern: Wo will ich hin?
  • S wie Schatztruhe: Wo komm ich her?
  • W wie Wüste: Wo will ich nicht hin?
  • O wie Ohnmacht: Was sind meine potenziellen Stolpersteine?

Wer nicht im Hamsterrad des gestressten Getriebenen gefangen sein will, braucht seinen persönlichen LiB-Kompass. Das Erstellen und regelmässige Neuausrichten des eigenen LiB-Kompass wird Ihnen helfen, Ihr Leben bewusst zu gestalten.

Ein Tipp für alle, die in Sachen „Leben in Balance“ am Ball bleiben wollen: Beim Motivationstag Leben in Balance wird das Konzept vom LiB-Kompass vorgestellt und im Seminar Leben in Balance (zwei Trainingstage) werden die Teilnehmenden mit verschiedenen Tools, Workshops und unter Begleitung ihren eigenen LiB-Kompass erstellen.

Leben in Balance – Glückssache?

Wünschen Sie sich auch ein „Leben in Balance“? Ein ausbalanciertes Leben gibt es jedoch nicht „gratis“ – ein „Leben in Balance“ ist weder Glückssache noch ein Produkt des Zufalls!

Für mich gibt es „7 Thesen zu einem Leben in Balance“:

  • Nur wer weiss, wo er hin will, kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer weiss, wo er her kommt, kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer weiss, wo er nicht hin will, kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer seine Hindernisse und potenziellen Stolpersteine kennt,
    kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer seinen Alltag ausgewogen und bewusst gestaltet,
    kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer sich regelmässig ehrlich den Spiegel vorhält,
    kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer für sich die Sinnfrage klärt, kann ein Leben in Balance führen.

Wann haben Sie sich zuletzt den Spiegel vorgehalten und einen ehrlichen Blick auf Ihre Persönlichkeit geworfen? Hier finden Sie mehr zum Thema „Leben in Balance„.

Liebe, Hoffnung, Glaube

Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Grösste. (Die Bibel)

Auch wenn es mir im täglichen Leben noch viel zu selten gelingt, ich möchte mich an diese drei Dinge halten. Darum habe ich mein Lebensmotto um diese Begriffe herum formuliert: Liebe schenken – Hoffnung verbreiten – Glaube leben.

Wie schnell passiert es, dass in den Anforderungen des Alltags die Hoffnung (und mit ihr die Zuversicht, Motivation, Lebensfreude) zugeschüttet wird, die Liebe (für seine Mitmenschen, Chefs, Freunde und vielleicht sogar Feinde – und auch die Selbstannahme) auf der Strecke bleibt?! Und in alldem, was in und um uns geschieht, Glaube zu haben, dass es da einen Gott gibt, der über allem steht und es erst noch gut mit mir meint – gar nicht so einfach, oder?

Diese Woche blieb ein Zitat bei mir hängen, das ich gerne mit allen teile, die auf der Suche nach Glaube, Hoffnung und Liebe sind:

„Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter.
Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer.
Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.“
Lotahr Zenetti

Zu einem Leben in Balance gehören Liebe, Hoffnung und Glaube unbedingt dazu. Ich wünsche mir – und Ihnen – mehr davon im Alltag.

Mit vollem Tank unterwegs?

„Wenn dein Leben ein Auto wäre, wärst du gut unterwegs? Oder würdest du mit leerem Tank auf dem Pannenstreifen stehen bleiben?“

Vergangenen Sonntag hielt ich im EGW Biel eine Predigt zum Thema „Was ist ein Christ?“. Dabei verglich ich unser Leben mit einem Auto. Jeder und jedem wurde ein solches „Lebensauto“ anvertraut – auch wenn jedes etwas anders ausschaut. Was machen wir mit diesem Auto? Etwas Sinnvolles? Oder fahren wir blödsinnig im Kreis herum? Und: Mit welchem Treibstoff wird Ihr Auto angetrieben?
Wir können unseren Tank mit vielen guten Dingen füllen, doch ich glaube, es gibt nur einen Treibstoff, der für uns Menschen sowohl umweltfreundlich als auch leistungsstark ist. Vieles, was zwar gut ist, greift in den Herausforderungen des täglichen Lebens auf lange Sicht zu kurz: Familie, gute Freunde, (religiöse) Rituale, Sport und bewusste Ernährung… Diese Dinge helfen uns (und sind ja auch wichtig), doch wenn wir uns ausschliesslich auf Freunde, Rituale und unsere Leistungen verlassen, haben wir aus meiner Sicht den falschen Treibstoff getankt.
Ich glaube, ein Leben in Balance, ein Leben mit vollem Tank, ist nicht über Leistungen oder andere Menschen zu haben: Erst wenn ich an der unversiegbaren göttlichen Zapfsäule angeschlossen bin, werde ich von einem Benzin angetrieben, das hält, was es verspricht.

„Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.“ (Die Bibel, Genesis 2,7)

Gott hat uns als „lebendiges Wesen“ geschaffen. Er gibt uns das Leben, er selbst ist der Treibstoff für mein Leben. Und welchen Treibstoff treibt Sie an?

Mein „Tankstellen-Tipp“: beSINNung in Studen BE

Erfolg – sofort!?

Ein Weiser mit Namen Choni ging einmal über Land und sah einen Mann, der einen Johannisbrotbaum pflanzte. Er blieb bei ihm stehen, sah ihm zu und fragte: »Wann wird das Bäumchen wohl Früchte tragen?« Der Mann erwiderte: »In siebzig Jahren.« Da sprach der Weise: »Du Tor! Denkst du in siebzig Jahren noch zu leben und die Früchte deiner Arbeit zu genießen? Pflanze lieber einen Baum, der früher Früchte trägt, daß du dich ihrer erfreust in deinem Leben.« Der Mann aber hatte sein Werk vollendet und sah freudig darauf, und er antwortete: »Rabbi, als ich zur Welt kam, da fand ich Johannisbrotbäume und aß von ihnen, ohne daß ich sie gepflanzt hatte, denn das hatten meine Väter getan. Habe ich nun genossen, wo ich nicht gearbeitet habe, so will ich einen Baum pflanzen für meine Kinder oder Enkel, daß sie davon genießen. Wir Menschen können nur bestehen, wenn einer dem andern die Hand reicht.
(Jüdisch-rabbinische Tradition)

Haben wir den Mut (und die Geduld) in einer leistungsorientierten Sofort-Gesellschaft in die „langfristigen Früchte“ zu investieren? Auf dem Weg zu einem Leben in Balance wird uns die ungesunde Sofort-Erfolg Mentalität keinen guten Dienst erweisen!