Haben Sie Ihren Kompass ausgerichtet?

„Für ein erfolgreiches Zeitmanagement ist der Kompass wichtiger als die Uhr.“ (Stephen Covey)

Um meine Ziele und Visionen zu erreichen, sind mir verschiedene Tools und Instrumente immer wieder eine wertvolle Hilfe. Ein solches Tool soll der „LiB-Kompass – eine Navigationshilfe für ein Leben in Balance“ sein, den ich für mich und für weitere Menschen, die ein ausbalanciertes Leben führen wollen, entwickelt habe. Im LiB-Kompass werden die sieben Thesen zu einem Leben in Balance aufgegriffen und umgesetzt.

Neben dem „Hier + Jetzt“ enthält der LiB-Kompass die vier Himmelsrichtungen:

  • N wie Nordstern: Wo will ich hin?
  • S wie Schatztruhe: Wo komm ich her?
  • W wie Wüste: Wo will ich nicht hin?
  • O wie Ohnmacht: Was sind meine potenziellen Stolpersteine?

Wer nicht im Hamsterrad des gestressten Getriebenen gefangen sein will, braucht seinen persönlichen LiB-Kompass. Das Erstellen und regelmässige Neuausrichten des eigenen LiB-Kompass wird Ihnen helfen, Ihr Leben bewusst zu gestalten.

Ein Tipp für alle, die in Sachen „Leben in Balance“ am Ball bleiben wollen: Beim Motivationstag Leben in Balance wird das Konzept vom LiB-Kompass vorgestellt und im Seminar Leben in Balance (zwei Trainingstage) werden die Teilnehmenden mit verschiedenen Tools, Workshops und unter Begleitung ihren eigenen LiB-Kompass erstellen.

Leben in Balance – Glückssache?

Wünschen Sie sich auch ein „Leben in Balance“? Ein ausbalanciertes Leben gibt es jedoch nicht „gratis“ – ein „Leben in Balance“ ist weder Glückssache noch ein Produkt des Zufalls!

Für mich gibt es „7 Thesen zu einem Leben in Balance“:

  • Nur wer weiss, wo er hin will, kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer weiss, wo er her kommt, kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer weiss, wo er nicht hin will, kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer seine Hindernisse und potenziellen Stolpersteine kennt,
    kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer seinen Alltag ausgewogen und bewusst gestaltet,
    kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer sich regelmässig ehrlich den Spiegel vorhält,
    kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer für sich die Sinnfrage klärt, kann ein Leben in Balance führen.

Wann haben Sie sich zuletzt den Spiegel vorgehalten und einen ehrlichen Blick auf Ihre Persönlichkeit geworfen? Hier finden Sie mehr zum Thema „Leben in Balance„.

Liebe, Hoffnung, Glaube

Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Grösste. (Die Bibel)

Auch wenn es mir im täglichen Leben noch viel zu selten gelingt, ich möchte mich an diese drei Dinge halten. Darum habe ich mein Lebensmotto um diese Begriffe herum formuliert: Liebe schenken – Hoffnung verbreiten – Glaube leben.

Wie schnell passiert es, dass in den Anforderungen des Alltags die Hoffnung (und mit ihr die Zuversicht, Motivation, Lebensfreude) zugeschüttet wird, die Liebe (für seine Mitmenschen, Chefs, Freunde und vielleicht sogar Feinde – und auch die Selbstannahme) auf der Strecke bleibt?! Und in alldem, was in und um uns geschieht, Glaube zu haben, dass es da einen Gott gibt, der über allem steht und es erst noch gut mit mir meint – gar nicht so einfach, oder?

Diese Woche blieb ein Zitat bei mir hängen, das ich gerne mit allen teile, die auf der Suche nach Glaube, Hoffnung und Liebe sind:

„Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter.
Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer.
Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.“
Lotahr Zenetti

Zu einem Leben in Balance gehören Liebe, Hoffnung und Glaube unbedingt dazu. Ich wünsche mir – und Ihnen – mehr davon im Alltag.

Mit vollem Tank unterwegs?

„Wenn dein Leben ein Auto wäre, wärst du gut unterwegs? Oder würdest du mit leerem Tank auf dem Pannenstreifen stehen bleiben?“

Vergangenen Sonntag hielt ich im EGW Biel eine Predigt zum Thema „Was ist ein Christ?“. Dabei verglich ich unser Leben mit einem Auto. Jeder und jedem wurde ein solches „Lebensauto“ anvertraut – auch wenn jedes etwas anders ausschaut. Was machen wir mit diesem Auto? Etwas Sinnvolles? Oder fahren wir blödsinnig im Kreis herum? Und: Mit welchem Treibstoff wird Ihr Auto angetrieben?
Wir können unseren Tank mit vielen guten Dingen füllen, doch ich glaube, es gibt nur einen Treibstoff, der für uns Menschen sowohl umweltfreundlich als auch leistungsstark ist. Vieles, was zwar gut ist, greift in den Herausforderungen des täglichen Lebens auf lange Sicht zu kurz: Familie, gute Freunde, (religiöse) Rituale, Sport und bewusste Ernährung… Diese Dinge helfen uns (und sind ja auch wichtig), doch wenn wir uns ausschliesslich auf Freunde, Rituale und unsere Leistungen verlassen, haben wir aus meiner Sicht den falschen Treibstoff getankt.
Ich glaube, ein Leben in Balance, ein Leben mit vollem Tank, ist nicht über Leistungen oder andere Menschen zu haben: Erst wenn ich an der unversiegbaren göttlichen Zapfsäule angeschlossen bin, werde ich von einem Benzin angetrieben, das hält, was es verspricht.

„Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.“ (Die Bibel, Genesis 2,7)

Gott hat uns als „lebendiges Wesen“ geschaffen. Er gibt uns das Leben, er selbst ist der Treibstoff für mein Leben. Und welchen Treibstoff treibt Sie an?

Mein „Tankstellen-Tipp“: beSINNung in Studen BE

Erfolg – sofort!?

Ein Weiser mit Namen Choni ging einmal über Land und sah einen Mann, der einen Johannisbrotbaum pflanzte. Er blieb bei ihm stehen, sah ihm zu und fragte: »Wann wird das Bäumchen wohl Früchte tragen?« Der Mann erwiderte: »In siebzig Jahren.« Da sprach der Weise: »Du Tor! Denkst du in siebzig Jahren noch zu leben und die Früchte deiner Arbeit zu genießen? Pflanze lieber einen Baum, der früher Früchte trägt, daß du dich ihrer erfreust in deinem Leben.« Der Mann aber hatte sein Werk vollendet und sah freudig darauf, und er antwortete: »Rabbi, als ich zur Welt kam, da fand ich Johannisbrotbäume und aß von ihnen, ohne daß ich sie gepflanzt hatte, denn das hatten meine Väter getan. Habe ich nun genossen, wo ich nicht gearbeitet habe, so will ich einen Baum pflanzen für meine Kinder oder Enkel, daß sie davon genießen. Wir Menschen können nur bestehen, wenn einer dem andern die Hand reicht.
(Jüdisch-rabbinische Tradition)

Haben wir den Mut (und die Geduld) in einer leistungsorientierten Sofort-Gesellschaft in die „langfristigen Früchte“ zu investieren? Auf dem Weg zu einem Leben in Balance wird uns die ungesunde Sofort-Erfolg Mentalität keinen guten Dienst erweisen!

Gute Absichten sind zu wenig

„Sozialwerke und NPO’s sind im besten Fall ineffektiv, im schlimmsten Fall sind sie schädlich!“ (Harvard Strategy Professor Michael E. Porter)

Letztes Wochenende hatte ich zusammen mit meiner Frau Brigä anlässlich des EGW Jahresfestes die Möglichkeit, ein kreatives, interaktives und generationenübergreifendes Spiel mit 400-500 Teilnehmenden zu leiten. Unser Ziel war: Vom 1. Klässler bis zum Urgrosi alle zu motivieren, in ihrem Umfeld einen sozial-diakonischen Beitrag ihren Möglichkeiten, Leidenschaften und Interessen entsprechend zu leisten.
Werden die Impulse nachhaltig sein? Wir hoffen es natürlich!
Viel zu oft scheitern nämlich unsere edlen Absichten an der Umsetzung. In seinem interessanten Referat „Strategy and Leadership“ gab der Harvard Professor Michael E. Porter am Leadership Summit 2007 zu bedenken, dass viele Sozialwerke, Kirchen und andere NPO’s zwar gute Absichten hätten, in der strategischen Umsetzung jedoch völlig versagen. Ein Beispiel, das er erwähnte: „Wenn die Ausgabe einer einzigen Mahlzeit eine Obdachlosenorganisation 100 Dollar kostet, wäre es besser, den Obdachlosen Essensgutscheine für die umliegenden Restaurants zu verteilen.“
Mit einem anderen Beispiel zeigte der Referent eindrücklich auf, dass gute Absicht allein zu wenig ist: Gibt man HIV-Patienten Aids-Medikamente, kontrolliert aber die tägliche Einnahme nicht, werden diese Medikamente mit der Zeit nutzlos und es braucht viel teurere Medikamente. Die Abgabe von Medikamenten reicht also nicht. Fazit: Die beste Aidshilfe ist nicht nur Aidshilfe.
Einige Anregungen von Michael E. Porter:

  • Etwas Gutes tun ist nicht schwer, aber effektiv Gutes tun, ist schwer.
  • 2 grundsätzliche Fragen: Wem wollen wir dienen? Wie wollen wir dienen?
  • Keine Einzelperson und keine Organisation kann alle Bedürfnisse stillen, selbst wenn wir das möchten.
  • Wie können wir das Beste aus den uns anvertrauten Ressourcen erreichen? Wir sind verantwortlich dafür, was wir aus den uns anvertrauten Gütern machen.
  • Nicht Armut bekämpfen, sondern Jobs, Einkommen, Wohlstand schaffen.
  • Nicht gegen Negatives arbeiten, sondern Positives, Chancen erkennen und nutzen.
  • Hilfe zur Selbsthilfe!
  • Nicht alle Probleme lösen wollen, aber was man tut, ganzheitlich tun.
  • Gefahr: Wo keine Ziele sind, ist alles okay! Zu viele verschiedene oder gar gegensätzliche Ziele lähmen uns!
  • Positiv in unser Umfeld schauen und erkennen, was wir an Wirkung (Dienst mit Auswirkung) für unsere Umgebung schaffen können.

Wie fällt unser ehrliche Blick in den Spiegel aus? Sind wir gut im Gutes tun? Erzielen unsere zwar bemerkenswerten Aktivitäten auch wirklich die erwünschten Resultate?

Kennen Sie Ihre Stärken?

Bau auf deine Stärken und halte deine Schwächen „in Schach“.

Marcus Buckingham



Eines der herausragenden Referate am Leadership Summit 2007 war der Vortrag von Marcus Buckingham mit dem Titel „Go Put Your Strengths to Work“. Auf der einen Seite ist Buckingham ein grossartiger und sympatischer Kommunikator, dem man einfach gerne zuhört, zudem vermittelt er andererseits eine wichtige Botschaft: Setz deine Stärken ein!

Was eigentlich simpel und selbstverständlich tönt, geschieht tragischerweise viel zu selten: Gemäss Studien fixiert sich die Mehrheit der Menschheit auf ihre Schwächen statt auf die Stärken und nur gerade 17 % der Arbeitnehmer können ihre Stärken am Arbeitsplatz voll einbringen.

Unsere Schwächen-orientierte Gesellschaft lebt nach dem Motto: „So lange ich nichts sage, bin ich mit deiner Arbeit zufrieden.“ Mit anderen Worten: Wir fixieren das Negative, suchen die Fehler. Und dadurch setzen wir dann all unsere Energie darauf, ja keinen Fehler zu begehen.

Doch was könnte geschehen, wenn wir unsere Stärken identifizieren, wenn wir erkennen, wo wir gut sind und was wir gerne tun? Und was könnte geschehen, wenn wir unsere Stärken nicht nur herausfänden, sondern diese auch in unserem (Arbeits-)Alltag einbringen würden?

Ein erster Schritt kann sein, dass wir lernen, über Stärken zu sprechen – die eigenen und die der anderen. Warum immer nur sagen, was nicht gut ist? Uns und unserem Umfeld wird es besser gehen, wenn wir einander ertappen, wenn uns etwas gut gelingt, und wir uns regelmässig in unseren Stärken ermutigen!

Kennen Sie Ihre Stärken und können Sie diese einbringen?

Hier noch einige Zitate von Marcus Buckingham:

„Menschen sind unser Kapital – wenn sie nach ihren Stärken arbeiten.“

„Um Erfolg zu lernen, studiere Erfolgreiche, nicht Versager.“

„Das Risiko, nicht auf deine Stärken zu setzen und Neues zu wagen, ist grösser, als etwas zu wagen.“

„Stärke ist nicht nur was wir gut können, sondern auch gerne tun!“




Sie wollen Ihre Stärken identifizieren? Wie wärs mit einem Leben in Balance-Coaching?

Orte der Inspiration

Ich brauche Orte und Leute, die mich inspirieren und motivieren. Im Alltag finde ich diese „Momente der Inspiration“ in einem guten Buch, dem Reflektieren und Tagebuchschreiben in der freien Natur (am Liebsten ausgerüstet mit einem feinen Capuccino am wunderschönen Bielersee) oder in inspirierenden Gesprächen mit „positiven“ Mitmenschen sowie einer interessanten Runde von Freunden bei einem guten Essen (deshalb laden wir zum Beispiel regelmässig zu einem sogenannten „Eat ’n‘ Meet“ Abend ein).
Doch von Zeit zu Zeit brauche ich auch aussergewöhnliche „Orte der Inspiration“. Ein solcher Ort ist für mich der Leadership Summit von Willow Creek in der Nähe von Chicago, USA. Was mich dort immer wieder inspiriert, ist der ansprechende Mix von lebendiger, zeitgemässer, offener und doch im Glauben fest verankerten Kirche, enorm hoher Qualität gepaart mit erfrischender und ansprechender Kreativität und natürlich von den Top-Referenten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Unterhaltung und Kirche.
Letzte Woche war es wiedermal soweit: Zusammen mit meiner Frau inhalierte ich in Chicago Inspiration, Motivation und Fachwissen von Grössen wie Jimmy Carter, Richard Curtis (Drehbuchautor von Notting Hill), Colin Powell, Michael E. Porter (Professor an der Harvard Business School) und Marcus Buckingham.
Zum Leadership Summit fest dazu gehört Bill Hybels. Er hat den Summit lanciert und hat die Willow Creek Kirche vor über 30 Jahren gegründet.
Um Orte und Leute der Inspiration ging es auch in einem der Referate von Bill Hybels (Whatever You Do, Inspire Me!). Einige Gedanken aus diesem Vortrag:

  • Als Führungskraft bin ich alleine für meine Inspiration und Motivation zuständig.
  • Darum muss ich mich mit Leuten umgeben, die mich inspirieren und anspornen.
  • Ich muss meine Mission (Berufung) sowie meine Stärken klar kennen.
  • Im weiteren helfen uns Bücher, aussergwöhnlich inspirierende Leute und topmotivierende Events, unsere Energie- und Motivationslevel hoch zu halten.
  • Auch so simple Dinge, wie „körperliche Disziplin“, „motivierende Arbeitsumgebung“, „guttuende Freizeitaktivitäten“ und den „persönlichen Glauben frisch halten“, gehören zur Selbstmotivation.

Wo sind Ihre Orte der Inspiration? Haben Sie Leute um sich, die Sie anfeuern und motivieren?

Nicht besiegen und doch gewinnen

„Wenn Frieden nicht jetzt beginnt,
beginnt er nie.“

„Nur wer selbst nicht reich und mächtig sein will,
kann anderen helfen, dass sie aufhören,
arm und ohnmächtig zu sein.“

„Wolle deinen Gegner nicht besiegen,
suche ihn zu gewinnen.“


Diese Zitate stammen von Jörg Zink. Sie sind mir begegnet, als ich kürzlich seinen Aufsatz „Das Gottesbild Jesu und die Ethik des Lassens“ gelesen habe.

Unausgeglichene Führungspersönlichkeit

„Wenn eine Führungspersönlichkeit zwar die Instrumente der Organisation und Kontrolle beherrscht, aber persönlich unausgeglichen und unbeherrscht ist, kann sie in ihrem Unternehmen zwar kurzfristig Kosten einsparen, aber auf Dauer wird sie das Unternehmen mit ihrer Unreife infizieren und die Motivation der Mitarbeiter bremsen.“
Anselm Grün

Darum ist es so wichtig, ein Leben in Balance zu führen.