PEP fürs 2011

Fleiß für die falschen Ziele ist noch schädlicher als Faulheit für die richtigen.
Peter Bamm, deutscher Arzt und Schriftsteller, 1897 – 1975


Kennen wir unsere Ziele? Was wären die falschen, welches sind die richtigen? Leider zeigt sich immer wieder, dass selbst Leute, die sich beruflich gewöhnt sind, strategisch und zielorientiert zu denken und handeln, privat völlig versagen, wenn es um Lebensziele geht. Nicht selten ist es für Top-Cracks aus der Wirtschaft eine schlichte Überforderung, das eigene Leben zu reflektieren und sich Gedanken zur persönlichen Entwicklung zu machen. Man könnte meinen: Je intelligenter jemand ist, desto vernünftiger geht er/sie mit sich selbst um. Leider stimmt das nicht wirklich.

Jeder muss selbst herausfinden, wie er der Gefahr vorbeugen will, „mit Fleiss den falschen Zielen nachzujagen“. Mir hilft jedes Jahr aufs Neue, dass ich meine PEP-Ziele definiere. Der „PEP – persönlicher Entwicklungsplan“ ist ein Raster mit den fünf Lebensaufgaben. Für jeden Bereich setze ich 3-5 Jahresziele:

  • Arbeit: Was will ich 2011 in meiner beruflichen Karriere erreichen?
  • Liebe, Familie & Partnerschaft: Was nehme ich mir für meine Rolle als Ehemann und Vater vor?
  • Gesellschaft: Mit wem und wie will ich Freunschaften pflegen? Welche Verantwortung übernehme ich für die Allgemeinheit?
  • Selbst: Wie sorge ich für einen guten Umgang mit mir selbst?
  • Spiritualität: Was unternehme ich, um die Sinnfrage in mein Leben zu integrieren?

Folgende Instrumente helfen mir beim setzen meiner Jahresziele:

  • PEP – der persönliche Entwicklungsplan (eine Vorlage gibts hier)
  • 24h-PEP-Retraite: 24 Stunden wegfahren, für mich ganz alleine, einen Skitag und dabei übers Leben nachdenken
  • Das Familien-Jahrbuch: Gemeinsam mit meiner Familie aufs letzte Jahr zurückblicken und Wünsche fürs neue Jahr formulieren.
  • Coaching-Gespräch: Mit meinem Coach die Ziele besprechen.

Mehr Impulse zu einem Leben mit PEP gibts in folgendem Blogpost: Mit PEP druchs Leben

Übrigens: Wer sagt, lieber keine Ziele als falsche Ziele, lebt gefährlich. Denn: „Wer im Leben kein Ziel hat, verläuft sich.“ (Abraham Lincoln)

Wer beim Suchen der persönlichen Ziele Unterstützung wünscht oder sein Leben mit einem Coach reflektieren will, findet bei Gerber Motivation & Training die passenden Angebote (z.B. ein Timeout-Weekend oder ein persönliches Coaching).

Happy New Year

Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.“
(Erich Fromm)

Neujahrsvorsätze erfüllen sich nicht von selbst: 87 % der Neujahrsvorsätze sind zum Scheitern verurteilt! Doch wenn wir einige Tipps beachten, steigt die Chance, dass aus unseren Vorsätzen doch noch was wird:

  1. Steh dazu, dass du Veränderung brauchst!
    Wer sein Leben aktiv gestaltet, sieht die Wichtigkeit der fortlaufenden persönlichen Weiterentwicklung und Veränderung. Stillstand ist Rückschritt – und darum dürfen wir auch ruhig Bereiche identifizieren, in denen wir Veränderung brauchen.
  2. Entwirf eine Vision deiner Zukunft!
    Welches Bild hast du vor Augen, wenn du dich in einem, zwei oder drei Jahren vorstellst? Inspiriert dich dieses Bild?
  3. Setze Ziele!
    „Visionen ohne Aktionen sind Halluzinationen„. (Gerhard R. Wolf)
    Welche konkrete Ziele bringen dich deiner Vision näher?
  4. Lass dir helfen!
    An gewissen Punkten im Leben brauchst du jemand, der dir hilft, den Weg zu finden. Die Chance, dass aus deinen Neujahrsvorsätzen etwas wird, steigt gewaltig, wenn du sie einem Menschen aus deinem Umfeld anvertraust.
  5. Miss deine Fortschritte!
    Wer seine Ziele konkret formuliert und schriftlich festhält, hat erwiesenermassen mehr Erfolg in der Umsetzung. Und zudem kannst du von Zeit zu Zeit deine Fortschritte messen.
  6. Freu dich am (Teil)Erfolg!
    Zu jeder Reise gehört auch mal ein Zwischenhalt. Hier kannst du auf den Weg, der bereits hinter dir liegt, zurückschauen und dich am bereits Erreichten freuen. Auch wenn es erst Teilerfolge sind – es ist motivierend, setzt neue Energie frei und zeigt: Es passiert etwas, es geht vorwärts.
  7. Bete für Ausdauer + Geduld!
    Übe dich in der Strategie der kleinen Schritte. Ein Schritt mehr als gestern, Schritt für Schritt, Tag für Tag… und du wirst deiner Vision näher kommen.

Möglichkeiten, über die eigenen Visionen und Lebensziele nachzudenken, gibt es übrigens an unseren TimeoutWeekends. Happy New Year!

Mutig aufbrechen

„Da kannte ihre Freude keine Grenzen.“ (Die Bibel, Matthäus 2,10)

Eines Tages, so wird es uns überliefert, entdeckten einige Sterndeuter aus dem Orient einen neuen Stern. Sie machten sich auf und folgten diesem Stern. Sie suchten – und fanden. Als ihr mutiges Aufbrechen belohnt wurde, kannte ihre Freude keine Grenzen. Sie ehrten dieses Kind in der Krippe und beschenkten es mit wertvollen Schätzen, so lesen wir es in der Weihnachtsgeschichte.

Und wie steht es mit uns? Was machen wir, wenn wir spüren oder sehen, „da ist etwas“? Ich wünsche uns, dass wir auch mutig aufbrechen, suchen – und finden werden. Hoffentlich heisst es dann von uns auch: „Da kannte ihre Freude keine Grenzen.“

Mutig aufbrechen, Neues wagen, suchen und finden – das ist nicht nur etwas für „Sterndeuter aus dem Orient“. Beim Gewohnten nicht stehen bleiben, gehört zu einem positiv gestalteten Leben in Balance.

Leben mit Vision

Wir müssen alle daran erinnert werden, warum wir das tun, was wir tun. Wir müssen daran erinnert werden, was auf dem Spiel steht. Wir müssen an die Vision erinnert werden.

Bei einer Vision geht es um das, was sein könnte und sein sollte, aber im Leben geht es um das, was jetzt ist, es geht genau um diesen Augenblick.

Zu den grössten Herausforderungen im Bereich des Führens gehört es, dafür zu sorgen, dass ein Vision lebendig bleibt, denn Visionen an sich haben keine besonders lange Haltbarkeitsdauer.

Es gibt keine Phase in der Entwicklung einer Organisation oder eines Unternehmes, in der eine Führungspersönlichkeit auf Autopilot schalten und dann einfach erwarten kann, dass die Organisation auch weiterhin von ihrer ursprünglichen Vision getrieben wird.

Alle Zitate aus „Von der Vision zur Wirklichkeit“ von Andy Stanley (2008 by Gerth Medien)

Für eine gesunde Entwicklung jedes Unternehmens ist das Vorhandensein einer Vision von grösster Bedeutung. Doch eine Vision nur auf Papier ist wertlos. Die Vision muss immer wieder neu hochgehalten werden, muss gelebt werden.

Und was für ein Unternehmen gilt, hat auch für das Leben an sich Gültigkeit. Ohne Vision, ohne Zielrichtung, stehen wir in Gefahr, dass das Leben an uns vorbei zieht.

Leben Sie mit Vision? Beruflich und privat.