Die Hoffnung stirbt zuletzt

Bereits stehen wir in der Nachspielzeit. Für ein Weiterkommen benötigt der aktuelle Weltmeister einen Sieg. Doch während über 90 Spielminuten will den Deutschen trotz mehr Ballbesitz und hochkarätigen Chancen kein Treffer glücken.

Plötzlich steht es sogar 0:1, kurz später gar 0:2. Jetzt fehlen den deutschen Fussballprofis 3 Tore.

Und Spielzeit bleibt im Prinzip keine mehr – schliesslich steht das Spiel bereits in der 6. Nachspielminute. Trotzdem stürmen Hummels, Müller und sogar der Torwart Neuer Richtung gegnerischen Strafraum, als ob sie um ihr Leben rennen würden.

Wenn wir sagen „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, meinen wir dann solche Situationen? Eine Hoffnung, die eigentlich völlig utopisch ist und jeder reellen Einschätzung der Sachlage entbehrt?

Langezeit ging es mir bei dieser Redewendung so. Es kam mir vor, als würde man die, die nach diesem Motto lebten, als naive Träumer belächeln.

„Warte nur, bis dich die Realität einholt!“
„Die Facts sprechen gegen dich, aber hoffen kannst du ja schon …“
„Du kannst schon auf glückliche Umstände hoffen, aber …“

Die Kraft der Hoffnung entdecken

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ ist jedoch kein billiges „Sich-Mut-zusprechen“ in ausweglosen Situationen. Klar gibt es auch diese Momente, in denen uns eigentlich nur noch ein Wunder helfen kann – und manchmal fallen sie tatsächlich, diese Tore in der Nachspielzeit, die über Sein oder Nicht-Sein entscheiden.

Doch ich frage dich heute: Was, wenn wir die Kraft der Hoffnung ganz allgemein in unserem Alltag entdecken würden?

Hoffnung ist ein Glücksfaktor! Und: Optimistisch in die Zukunft gehen, ist eine der 16 Glücksaktivitäten.

Es ist der Optimismus oder eben die Hoffnung, die in uns ungeahnte Kräfte freisetzen und uns die Gegenwart mit einem neuen Motivationsschub gestalten lassen.

In den Worten von Erich Fromm:

Wenn das Leben keine Vision hat,
nach der man sich sehnt,
die man verwirklichen möchte,
dann gibt es auch kein Motiv,
sich anzustrengen.

Vision ist ein optimistischer Blick auf die Zukunft. Ein Bild, das mit Hoffnung gefüllt ist.

Eine Sehnsucht,
die uns beflügelt,
die uns am Morgen aus dem Bett reisst,
die uns zu Höchstleistungen treibt,
die unsere Leidenschaft weckt,
die aus unserem Job eine Berufung macht.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ ist nicht ein Lebensmotto für naive Träumer. Es betrifft uns alle – bodenständige Realisten und verrückte Visionäre: Hoffnung haben, heisst leben!

Wenn die Hoffnung stirbt, sind wir innerlich tot.
Wenn die Hoffnung stirbt, haben wir innerlich gekündigt.
Wenn die Hoffnung stirbt, sind Sehnsucht und Leidenschaft von uns gewichen.

Du magst am Boden liegen,
dein Leben ist ein reines Chaos,
deine Firma ist Konkurs,
deine Partnerschaft kriselt,
deine Kinder wollen nichts mehr von dir wissen,
aber solange Hoffnung in dir lebt, bist du nicht geschlagen!

Hoffen heisst leben!

Glücksaufgabe

Hoffe nicht nur auf einen Treffer in der Nachspielzeit! Frag dich bereits in der regulären Spielzeit, was die Hoffnung in deinem Leben ist.
Worauf setzt du?
Was willst du nicht aufgeben, selbst wenn alles andere zerbricht?
Welche Sehnsucht ist es, die dir zeigt, dass du lebst?

Meine grösste Hoffnung ist, dass Gott mit meinem und deinem Leben zum Ziel kommen wird. Ein Ziel, das über dieses gegenwärtige Leben hinausgeht und die Unvollkommenheit, die Not und das Leid dieser Welt hinter sich lassen wird.

Werde stark!

Einmal im Monat denke ich mit einigen Leuten darüber nach, wie ein FULLDRIVE Leben aussehen könnte.  Damit meinen wir die Sehnsucht, die in uns Menschen steckt: Aus dem Vollen schöpfen zu können.

Es geht weniger um ein Leben auf der Überholspur. Nicht Vollgas meinen wir mit unserem Motto. Sondern: Ich bin voller Energie, weiss, wie ich meinen Tank füllen kann und wie ich ein Leben führen kann, das mich erfüllt.

Viel Gutes (von Fokus bis die richtigen Vorbilder haben) lernten wir bereits auf unserem gemeinsamen Weg. Letzten Sonntag ging es um Ausdauer.

Und noch schlimmer: Disziplin.

Ich weiss nicht, aber irgendwie wird es Disziplin wohl nie zum Lieblingswort des Jahres schaffen. Bei mir jedenfalls weckt schon nur der Begriff Disziplin eher das schlechte Gewissen als die Lebensfreude.

Während der Sonntags-Matinée durfte ich ein Interview mit einem Mentaltrainer führen.

Sein Ansatz ist nicht eiserne Disziplin, sondern das Arbeiten mit den richtigen inneren Bildern. Mit einem Topten 100 km-Läufer arbeitete er beispielsweise daran, sich auch bei Kilometer 65, wenn sich die Beine wie Beton anfühlen, mit dem Bild des Zieleinlaufs selbst zu motivieren.

„Stell dir vor, deine Kinder und Freunde warten kurz vor dem Ziel auf dich und begleiten dich die letzten Meter. Wie fühlt sich das an?“

Mit Ausdauer bis zum Ziel

Das ist intrinsische Motivation. Das Konzept ist längst bekannt: Für selbstgewählte Ziele (von innen) fällt es uns viel leichter, die nötige Ausdauer und Energie aufzubringen als für Ziele, die uns überstülpt werden.

Trotzdem vermute ich, dass die meisten von uns im Berufs- oder Familienalltag einen Mentalcoach gebrauchen könnten, der mit uns die motivierenden inneren Bilder zum Leben erwachen lässt.

Wir brauchen Ausdauer. Wir brauchen Disziplin. Keine Frage.

Doch weder Ausdauer noch Disziplin an sich sind unsere Ziele. Sondern sie sind Mittel auf dem Weg zu unserem Ziel.

Ob in Beruf, Familie, Partnerschaft, Gesellschaft, Sport oder Spiritualität – überall warten motivierende Ziele auf uns.

Doch nicht die Ziele, die uns irgendein Chef, Politiker oder Pfarrer vorgibt, sind die, die uns motivieren. Nein, wirklich motivieren tun uns die Ziele, die wir selbst wählen, deren Erreichen wir mit positiven Bildern und Gefühlen füllen können.

Ich hoffe, dass uns Führungspersönlichkeiten auf unserem Weg inspirieren, aber nur die selbstgewählten Ziele können die letzten Reserven in uns freisetzen.

In meinem Referat an besagter Sonntags-Matinée sprach ich über verlockende Abkürzungen und schmerzliche Umwegen.

Abkürzungen bringen uns vielleicht im Strassenverkehr schneller ans Ziel – wobei dies selbst dort nicht immer sicher ist. In Beruf und Leben sind Abkürzungen oft aber nicht wirklich ein guter Ratgeber.

Tja, und wer von uns sucht Umwege? Nicht wirklich. Und doch gehören sie zum Leben.

Früher oder später müssen wir alle mit Fehlentscheidungen, Zurückweisungen und mit schmerzlichem Leid umgehen. In der Situation selbst fragen wir uns bloss, wie wir da wieder rauskommen: Umzufallen ist nicht das Problem. Das Problem ist, wenn wir liegen bleiben.

Ich möchte jedoch nicht nur wieder aufstehen, ich möchte meine Umwege sogar als Lernfelder betrachten. Ich hoffe, dass wir selbst dem schrecklichsten Umweg mit der nötigen Distanz etwas abgewinnen können, das uns stärker macht.

Glücksaufgabe

Eine der Glücksaktivitäten ist es, Körper und Seele zu pflegen. Auch da braucht es Ausdauer, wohl sogar Disziplin. Welche inneren Bilder kannst du wecken (zB wie du mit 70 sein möchtest), damit du deiner Seele und deinem Körper heute die Pflege schenkst, die sie verdienen?

Zeit verschwenden – für mich

Gestern war wieder so ein Tag: Ich habe Zeit verschwendet. Ich sass keine Stunde im Büro. Ich war bis 15 Uhr in keinem wichtigen Meeting. Ich hab kein Projekt vorangetrieben. Nichts organisiert, nichts verkauft, keinen Umsatz generiert.

Und doch hatte ich ein Projekt, das wichtigste sogar: Das Selbst-Projekt.

Glück – und nach meinem Verständnis auch Erfolg – beginnt mit dem guten Umgang mit sich selbst. Schon vor vielen Jahren habe ich in einem Führungsseminar gelernt, dass Leading up, Leading down und horizontales Führen zwar ganz schön herausfordernd sein kann, doch die wahre Leadership-Kunst beginnt bei mir selbst: Die Champions League der Führung ist die Selbstführung!

Und darum verschwendete ich gestern meine Arbeitszeit: Zuerst traf ich mich mit einer anderen Führungsperson zum Frühstück. Wir haben eigentlich kaum über unsere tollsten Projekte gesprochen, keine Best Practice durchgespielt oder mit unseren Zahlen geblufft. (Gut, vielleicht haben wir das nicht gemacht, weil wir beide derzeit nicht unbedingt mit Zahlen bluffen können …)

Aber vielleicht haben wir uns auch weniger auf die „hard Facts“ konzentriert, weil wir beide erfahren haben, dass die „soft Facts“ und dabei ganz besonders unsere Rolle als Führungsperson und Mensch, wichtiger sind, als die Zahlen. Natürlich wünschen wir uns auch Vorzeige-Projekte, Wachstum und Erfolg.

Doch ich glaube zu tiefst, dass stimmt, was der Rabbi Jesus gesagt hat: »Hütet euch vor der Habgier! Wenn jemand auch noch so viel Geld hat, das Leben kann er sich damit nicht kaufen.«

Schön, wenn die Zahlen stimmen. Aber Zahlen sind nicht das Leben! Und mit Zahlen können wir uns das Leben nicht kaufen.

Und darum haben wir gestern beim Frühstück darüber gesprochen, was die Führungsaufgabe mit uns persönlich macht. Offen haben wir über Fehler, Nöte und Freuden gesprochen. Dabei war uns klar: Wir bleiben Lernende.

Nach dieser inspirierenden Begegnung ging mein Zeitverschwenden weiter: Ich schlenderte durch die Stadt, weinte schier, als ein kleines Mädchen trotzte und von ihrer Mutter bloss die kalte Schulter zu spüren bekam, freute mich am Violinenspiel in der Bahnhofspassage, genoss die Zeitungslektüre und gönnte mir im Starbucks eine Zeit vom Lesen, Reflektieren und Tagebuchschreiben.

Ist das verschwendete Zeit? Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich mich für solche Tage zu rechtfertigen beginne. Doch eigentlich weiss ich es besser: Ich brauche diese Auszeiten, die Stille, das „an der Firma, nicht in der Firma“ Arbeiten, das Nachdenken über mich, die Unterbrechung vom Alltag, die Offenheit für Neues.

Ein guter Umgang mit sich selbst ist von zentraler Wichtigkeit, das wusste bereits König Salomo:

Was ich dir jetzt rate, ist wichtiger als alles andere:
Achte auf deine Gedanken und Gefühle,
denn sie beeinflussen dein ganzes Leben!
König Salomo

Glücksaufgabe

Vielleicht hast du das Glück wie ich, dass du deine (Arbeits)Zeit selbst einteilen kannst: Dann frag dich, wo du so eine Stille Stunde einbauen kannst.

Und wenn das bei dir nicht möglich ist, dann suche andere Wege, wie du den Alltag durchbrechen, über dich und das Leben nachdenken und dich für neues öffnen kannst.

Jobbst du noch oder …

… lebst du bereits deine Berufung?

Ein Drittel bis zur Hälfte des Tages verbringen wir bei der Arbeit. Ein Grossteil der restlichen Zeit des Tages geht drauf für Schlaf, Essen, Körperpflege und allgemeine Pflichten wie Steuererklärung ausfüllen, Staubsaugen oder Altpapier entsorgen …

In einer durchschnittlichen Arbeitswoche bleibt also gar nicht so viel frei einteilbare Zeit. Gut, wenn wir sorgfältig abwägen, was wir mit unserer Zeit anstellen: Familienzeit, gesellschaftliche Verpflichtungen, Vereinsaktivitäten und Zeit mit Freunden.

Doch hier geht es jetzt um den, an unserer Investition von Zeit und Energie gemessen, grössten Lebensbereich: Die Arbeit.

Martin Seligman, einer der Vordenker der Positiven Psychologie, schreibt in Der Glücks-Faktor:

Eine Berufung ist eine mit Leidenschaft erfüllte Selbstverpflichtung, um der Sache willen zu arbeiten.

Gestern Abend durfte ich einen Talk mit Könu Blaser moderieren. Ein innovativer Pastor, der seine Berufung lebt. Sein Vorbild inspiriert mich: Er hört auf sein Herz und verfolgt seine Spur, selbst wenn dies unpopuläre Entscheide nach sich zieht.

Trotz seinem Erfolg (als Autor, Leiter einer wachsenden, zeitgemässen Kirche oder auch als Coach, der europaweit andere Pastoren förderte), bleibt der Emmentaler bodenständig im besten Wortsinn: Er strahlt Bescheidenheit und Demut aus, liebt seine Familie, ehrt und wertschätzt andere Menschen und bleibt ein Lernender.

Ich brauche Vorbilder wie Könu, die ihre Berufung, auch trotz Widerständen, leben.

Denn: Manchmal wäre es tatsächlich einfacher, bloss einem Job nachzugehen, um den Lebensunterhalt zu verdienen.

Oder an der eigenen Karriere zu basteln, um möglichst zu mehr Geld und Prestige zu kommen.

Doch was weder Job noch Karriere bieten können, bringt uns das Ausleben unserer persönlichen Berufung.

Das Wort „Selbstverpflichtung“ im Seligman-Zitat mag uns nicht sehr sympathisch sein. Der Wortteil „Pflicht“ ist negativ geprägt,  tönt mehr nach Last als Lust.

Was meint Seligman damit? Es geht bei Berufung um eine freiwillige Entscheidung unserer Leidenschaft zu folgen – egal was es kostet, egal was es an Lohn und Prestige einbringt.

„Selbstverpflichtung“ mag ein Wort sein, das uns nicht beflügelt. Doch pass auf, dass du deswegen nicht den Sinn dahinter verpasst: Berufung heisst, seinem Herz zu folgen und wegen unserer Überzeugung zu arbeiten – nicht primär wegen Geld und Ruhm!

Und das ist die edelste und erfüllendste Art, wie wir unser Arbeitsleben gestalten können: Arbeitszeit ist auch Lebenszeit! Und zwar einen sehr grossen Teil unserer Lebenszeit.

Stell dir vor, du gehst in dieser Zeit bloss einem Job nach, der dich nicht erfüllt.
Du bist am Abend müde und leer.
Wieder acht Stunden deiner Lebenszeit irgendwie verbracht.

Stell dir vor, du bastelst in dieser Zeit an deiner Karriere, die dein Herz nicht berührt.
Du bist am Abend reicher, aber auch müde und leer.
Wieder zehn Stunden deiner Lebenszeit auf Äusserlichkeiten gesetzt.

Stell dir nun vor, du lebst in dieser Zeit deine Berufung, gehst deiner Leidenschaft nach.
Du bist am Abend auch müde, aber erfüllt, weil du deinem Herzen folgst.
Wieder acht oder zehn oder gar zwölf Stunden deiner Lebenszeit das gemacht, wofür du bestimmt bist!

Jobbst du noch oder lebst du bereits deine Berufung?

Glücksaufgabe

Hand aufs Herz – hast du beim Lesen gerade gedacht: „Ach, Stef, du kannst schon schreiben! Irgendwie muss ich ja meine Familie durchbringen und die Welt wartet nicht darauf, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf mache …“

Berufung zum Beruf zu machen, ist tatsächlich in der Alltagsrealität herausfordernd und wird uns selten in den Schoss gelegt.

Darum die heutige Glücksaufgabe: Wie kommst du in kleinen Schritten deiner Berufung und deinem Traumjob näher? Wer könnte dich auf diesem Weg begleiten? Ist es vielleicht Zeit für einen Coaching-Prozess?

Vorbilder für meine Reise

Vorbilder sind Menschen, die uns ein Bild vormalen. Das Bild, das wir sehen, spricht uns an, inspiriert uns. Was wir sehen, wird zur Inspiration für unsere eigenen Träume. 

Jeder hat andere Vorlieben, darum hat auch jeder andere Vorbilder: Jedem gefallen andere Bilder, Träume sind persönlich.

Was sind deine Vorbilder? Welche Bilder gefallen dir?

– Roger Federer, der hart für seinen Erfolg arbeitet?
– Mutter Teresa, die sich den Ärmsten annahm?
– Schönbächlers, die ausgewandert sind?
– 
Francine Jordi, die mit Charme Leute verzaubert?
– Eltern, die endlos Geduld mit ihren Kids haben?

Vorbilder zu haben, motiviert uns. Ihnen eifern wir nach.

Wann wird jemand zum Vorbild? Für mich sind drei Kennzeichen zentral:

Vorbilder lassen sich von einem Traum rufen

Im gms – z’friede läbe sind wir derzeit mit der Themenserie FULLDRIVE – aus dem Vollen schöpfen unterwegs. Für mich heisst FULLDRIVE im Leben – von Beruf über Familie bis Glaube – kraftvoll unterwegs zu sein.

Neulich haben wir uns vom biblischen Helden Abraham inspirieren lassen. Er kann so ein Vorbild sein. Er hat sich von Gott rufen und be-rufen lassen.

Je nachdem, welche Bedeutung für dich Gott und der Glaube haben, wird es dir auch wichtig sein, deine Träume und deine Berufung auf „Gottes Rufen“ auszurichten.

Doch egal, welche Rolle Gott in deinem Leben spielt, du kannst dich so oder so von deinen Träumen rufen lassen.

Das heisst: Geh nicht einfach einem Job nach und verfolge nicht bloss eine Karriere. Sondern komme deiner eigenen Berufung auf die Spur!

FULLDRIVE erlebst du in deinem Leben nur dann, wenn du dich immer wieder aus deinem Alltagstrott rufen lässt. Du musst dich unterbrechen lassen!
Horizonterweiterung suchen.
Neues wagen und lernen.
Weiterbildungen besuchen.
Orte aufsuchen, wo du empfänglich für neue Ideen bist.

Vorbilder machen sich auf die Reise

Was ich nicht einordnen kann, sind Menschen, die ihre Berufung entdeckt haben, dann aber nicht dem Beispiel von Abraham folgen: Er machte sich auf die Reise. Er liess sich nicht nur be-rufen, er folgte der Berufung auch.

Wir sollten uns nicht nur von grossen Visionen und Träumen faszinieren lassen, wir sind aufgerufen, unseren Träumen auch Taten folgen zu lassen.

Genau das tun Vorbilder: Sie leben ihre Berufung, auch wenn sie dafür einen Preis zu zahlen haben.

Vorbilder hinterlassen ein grosses Erbe

Die Amis lieben es, zu fragen: „What is your legacy?“ – was ist dein Vermächtnis?

Vorbilder hinterlassen ein Erbe. Sie bewegen etwas, setzen sich zum Guten ein und zeichnen ihre Spuren in die Geschichte.

Welches Erbe wirst du einmal hinterlassen?

 

Glücksaufgabe

Hast du deine Berufung schon gefunden? Dann leben sie!
Wenn nicht: Wie kannst du deinen Alltagstrott durchbrechen, um dich für Neues zu öffnen?

Trage das Bild im Herzen

Ich stelle mir vor, wie ich als alter Mann im Schaukelstuhl sitze, auf dem Tischchen steht ein Glas Rotwein, im Hintergrund flackert ein Feuer im Schwedenofen. „Weisst du, wir werden abgelegen irgendwo im Emmental wohnen und wir haben Zeit zum Lesen, Bücher schreiben und um junge Leute zu coachen“, sagte ich gerade neulich auf einem Spaziergang zu meiner Frau.

„Vergiss es!“, meinte diese. „Da würden wir nur vereinsamen. Wer will uns schon in einem abgelegenen Winkel besuchen kommen?“

Tja, vielleicht müssen wir noch über den Ort sprechen. Doch für mich ist das so ein Bild vom Alter: Ich bin bestrebt, einen Schatz an Lebenserfahrungen und Weisheiten anzusammeln und diesen – jetzt schon, aber besonders im Alter – mit interessierten Mitmenschen zu teilen.

Ziele haben Kraft. Wenn wir sie in Bilder verpacken noch eine viel stärkere.

Wichtig ist, dass wir positive Ziele setzen, dass wir Bilder in uns tragen, die uns motivieren. Negative Ziele, wie weniger rauchen, weniger Gewicht auf die Waage bringen, weniger nörgeln, weniger arbeiten … sind nicht unheimlich motivierend. Die Bilder dazu: Wir sehen uns qualvoll die Zigarette wegstecken, leiden beim Verzicht aufs Dessert oder fühlen das schlechte Gewissen, wenn wir schon wieder zu viele Überstunden machen.

Nein, motivierende Bilder sind positiv: Ich sehe mich, wie ich mit meiner Familie und mit Freunden einen gemütlichen Abend am See verbringe (statt im Büro Überstunden zu machen). Oder wie ich schwungvoll ein Treppenhaus hinaufsteige ohne ausser Atem zu kommen.

Gute Ziele sind mit schönen Bildern in uns verknüpft und wecken die Lust in uns, sie auch wirklich zu erreichen – nicht weil wir müssen, sondern weil wir wollen! Weil wir uns daran freuen, wie sich das Bild in allen prächtigen Farben mehr und mehr entwickelt.

Es ist schön, Ziele zu definieren, die uns begeistern. Noch schöner ist es, sich diesen Zielen Etappe für Etappe anzunähern. Und am schönsten ist es, wenn wir die selbst gesteckten Ziele auch tatsächlich erreichen.

Als ich vor einiger Zeit über eine Liste mit persönlichen Zielen von mir gestolpert war, staunte ich: Vieles von dem, was ich mir da als ca. 30jähriger bildlich vorgestellt hatte, ist inzwischen in Erfüllung gegangen. Vom Masterabschluss über das eigene Buchprojekt bis zum politischen Mandat.

Einige Ziele habe ich über die Jahre aus den Augen verloren – und trotzdem haben sie sich, teils auf überraschende Weise, erfüllt. Es scheint, dass die inneren Bilder tatsächlich selbst dann in uns nachwirken, wenn wir die Ziele gerade nicht (mehr) bewusst verfolgen.

Natürlich kenne ich auch den Schmerz von Zielen, die sich einfach nicht erfüllen. Da gibt es seit 20 Jahren ein starkes Zukunftsbild in mir, dessen (noch) Nicht-Erfüllung mir schon viele schmerzliche Stunden beschert hat.

Doch mich deswegen vom Ziele setzen zu verabschieden, kommt nicht in Frage. Zu viel habe ich bereits gewonnen durch motivierende Ziele und Bilder der Zukunft.

Als Vizegemeindepräsident durfte ich neulich einer Frau Gratulationen der Einwohnergemeinde zu ihrem 96. Geburtstag überreichen. Die Frau hat mich beeindruckt – kein einfacher Lebenslauf, der Mann verliess sie nach der Geburt des dritten Kindes; alleinerziehend, eigenes Geschäft …

Aber mir schien, dass die Frau mit sich und dem Leben versöhnt ist. Sie strahlte etwas Positives aus, war dankbar, hatte klare Gedanken und legte einen gewissen Schalk an den Tag.

Das gefiel mir. Ein schönes Bild für meine Zukunft: So möchte ich auch alt werden.

Glücksaufgabe

Welche Erfahrungen hast du mit Zielen und Zukunftsbildern gesammelt? Diese Glücksaktivität hat eine starke Kraft. Darum: Wie siehst du dich kommenden Sommer? In fünf Jahren? Im Alter?

Erfolgsfaktor Glück

«Nicht Erfolg macht uns glücklich.
Glück macht uns erfolgreich.»
Manfred Winterheller

Du erinnerst dich? Mein Ziel für 2018: Glücklich erfolgreich sein. Was ich unter Glück und Erfolg verstehe, habe ich im letzten Blogartikel geschrieben. Und du hast hoffentlich auch ernsthaft darüber nachgedacht, was für dich persönlich Glück und Erfolg beinhalten.

Aber wie stehen den Glück und Erfolg zueinander? Ist Glück ein Erfolgsfaktor? Oder ist Erfolg ein Glücksfaktor?

Im Titel „Erfolgsfaktor Glück“ steckt die These, dass unser persönlich erlebtes Glück Einfluss auf unseren Erfolg hat.  Das bedeutet: Glück kommt vor Erfolg!

Umgekehrt wäre der Titel irreführend, ja sogar falsch: Glücksfaktor Erfolg. Die Glücksforschung hat eindrücklich gezeigt, dass unser Erfolg unser Glücksempfinden viel weniger beeinflusst, als landläufig vermutet wird. Zahlreiche Studien beweisen dies. Eine davon zeigt beispielsweise auf, dass Assistenzprofessoren bei der Berufung zum Professor die erwarteten Glücksgefühle zwar tatsächlich erlebten, doch „die Dauer des empfundenen Glücks hielt nur sehr kurz an. Nach wenigen Monaten fühlten sie sich bereits wieder genauso glücklich wie vor dem Ereignis.“ (Oliver Haas in Corporate Happiness als Führungssystem)

Man kann also sagen: Erfolg taugt nicht als nachhaltiger Glücksfaktor. Auch der Lottogewinn tut dies übrigens nicht. Die gute Nachricht: Unser „psychologisches Immunsystem“ sorgt umgekehrt auch bei negativen Ereignissen dafür, dass sich unser Glücksempfinden nach einer relativ kurzen Zeit wieder im gewohnten Niveau einpendelt.

Also, glaub nicht, dass dich dein Erfolg für immer glücklich machen wird! Auch die nächste Lohnerhöhung hat auf dein Glück nur kurzzeitige Auswirkungen. Selbst das grössere Haus wird dich nicht langfristig zu einem glücklicheren Menschen machen!

Die Erkenntnisse der Glücksforschung gehen aber noch einen Schritt weiter: Nicht Erfolg beeinflusst unser Glück, aber unsere Glück beeinflusst unseren Erfolg!

Glück – im Sinn von Lebenszufriedenheit – beeinflusst zu einem grossen Teil unseren Erfolg.

In unserem Berufs- aber auch Erziehungsalltag folgen wir oft dem Muster:

Einsatz von Ressourcen + Kreativität + Leistung
=
Erfolg (Verkaufszahlen / gute Noten)
=
Glück

Die Wissenschaft sagt jetzt aber, es sei genau umgekehrt:

  • Wenn wir uns Glück in unserem Leben bewusst sind, werden wir erfolgreicher, kreativer, intelligenter, schreiben bessere Noten …

Wer seinem Glück etwas Gutes tun will, sollte lieber früher als später den Irrglaube „härter Arbeiten = mehr Glück“ zu Grabe tragen.

Für alle, die wie ich, gerne nicht nur glücklich sondern auch erfolgreich sind, hier die verblüffenden Zahlen, die Harvard-Professor Shawn Achor ins Feld führt:

«Im positiven Zustand ist das Gehirn 31 Prozent produktiver. Verkäufer steigern ihre Leistung um 37 Prozent. Ärzte arbeiten 19 Prozent schneller und akkurater, wenn ihr Gehirn in einem positiven Zustand ist.»

Wenn nicht mit Erfolg, wie können wir denn dann unser Glück beeinflussen? Dazu findest du mehr hier im GlücksBlog oder im GlücksBuch.

 

 

Glücksaufgabe

Reflektiere in einer ruhigen Minute darüber, welche Konsequenzen es auf deinen (Berufs)Alltag hätte, wenn tatsächlich Erfolg nicht glücklich, sondern Glück erfolgreich machen würde.

 

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Glücklich erfolgreich sein

Was hast du dir und anderen zum neuen Jahr gewünscht? Für mich steht fest: Ich wünsche mir, glücklich erfolgreich zu sein. Und das wünsche ich auch dir!

Wie das geht? Zuerst müssen wir uns mal klar darüber werden, was hinter diesen Begriffen steht – oder noch besser: Was jeder von uns darunter versteht. Und dann ist entscheidend, unsere Reise zu Glück und Erfolg an der richtigen Stelle zu beginnen.

Neulich wurde ich zu einem Rotary-Treffen eingeladen, um über das Thema „Erfolgsfaktor Glück“ zu sprechen.

Ich lud die Zuhörenden ein, die eigene Begriffsdefinition auf der einen Seite zum Wort Glück und auf der anderen Seite zum Begriff Erfolg aufzuschreiben.

Bist du glücklich? Bist du erfolgreich? Bevor du das überhaupt beantworten kannst, solltest auch du für dich definieren:

  • Was verstehe ich unter Glück?
    Was ist Glück für mich persönlich?
    Was müsste sein, damit ich mich als glücklich bezeichnen würde?

 

  • Was verstehe ich unter Erfolg?
    Was ist Erfolg für mich persönlich?
    Was müsste sein, damit ich mich als erfolgreich bezeichnen würde?

Ich verrate dir gleich, was ich unter Glück und Erfolg verstehe. Aber um sicher zu gehen: Hast du dir schon überlegt oder gar aufgeschrieben, was für dich Erfolg und Glück bedeuten?

Meine Glücksdefinition habe ich in „Glück finden – hier und jetzt“ niedergeschrieben und dort auch aufgezeigt, wie man das erreichen kann. Hier also, was ich unter Glück verstehe:

Glück besteht aus einem dankbaren Blick zurück,
einem genussvollen Leben im Hier und Jetzt sowie
aus einer hoffnungsvollen Perspektive für die Zukunft.
Dazu gehört ein Versöhntsein mit sich,
seinen Mitmenschen und dem Leben ganz allgemein.

Und wann bin ich erfolgreich? Hier meine Erfolgsdefinition:

Erfolgreich bin ich dann,
wenn die Investition meiner Ressourcen
eine für mich befriedigende Resonanz bewirkt.

In den Augen der Anderen sind wir vielleicht die ewigen Looser – oder: Andere finden, wir seien längst erfolgreich, aber für uns selbst fühlt es sich gar nicht so an. Darum ist meine Erfolgsdefinition ganz eine persönliche: Erfolgreich fühle ich mich da, wo ich zufrieden bin mit dem Resultat, den Auswirkungen, von dem, was ich eingesetzt habe an Energie, Geld, Ideen, Arbeitskraft …

Und wie geht jetzt Erfolg? Wie geht Glück? Diesen Fragen gehen wir in den nächsten Wochen hier nach. Bist du bereit für ein erfolgreiches 2018? Bist du offen für dein Glück?

Glücksaufgabe

Verfasse deine persönliche Glücks- und Erfolgsdefinition und bewerte gemäss diesen Definitionen auf einer Skala von 0 – 10 wie glücklich und erfolgreich du gerade bist.

 

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Endlich tun, was ich will!

Solange du nicht weißt, was du tust,
kannst du nicht tun, was du willst.

Moshé Feldenkrais

In meiner Erstausbildung zum Bankkaufmann mussten wir anhand der Bilanz einer Bank herauslesen können, in welchem Geschäftsfeld das Institut in besonderem Mass tätig ist. Die „Bücher“ zeigen, worauf ein Unternehmen den Fokus legt.

Auch im persönlichen Bereich ist es so: Unsere „Bücher“ verraten, was uns wirklich wichtig ist! Wer wissen will, wofür er eigentlich lebt, findet die Antwort in seinen „Bücher“.

Mit „Bücher“ meine ich damit ganz konkret wie bei der Bankbilanz unsere Finanzbücher, resp. unsere Kontoauszüge: Wo unser Geld hinfliesst, dort liegen unsere Prioritäten. Oder in den Worten Jesu: „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“

In meinem Motivationstag Mehr Zeit (Zeitmanagement-Seminar) führe ich diese Analogie weiter und behaupte: Wenn du wissen willst, was dir im Leben wirklich wichtig ist, dann schaue, wo deine Zeit hinfliesst.

Und so verstehe ich auch das obige Zitat von Feldenkrais: Ohne sich selbst bewusst zu werden, für was man sein Geld, seine Zeit, ja sein Leben investiert, kann man auch die Richtung seines Lebens nicht ändern.

Genau da setze ich als GlücksAutor und GlücksCoach an: Wer in seinem Leben mehr Zufriedenheit und Glück erfahren will, muss erst einmal seine Situation analysieren, sich dann aus der Opferrolle – resp. aus dem Hamsterrad – befreien und zum Gestalter seines ShalomLeben-Windrades werden.

Dank Selbstreflexion selbstbewusst werden

Neulich hatte ich jemand im Coaching, der sagte sinngemäss: „Ich brauche konkrete Tools, mich selbst reflektiert habe ich schon zu genüge.“ Wunderbar, da ist jemand, der weiss, was er will.

Häufig erlebe ich das anders: Viele Menschen spüren zwar, dass irgendetwas nicht so läuft, wie sie es sich vorstellen, aber sie kommen nicht viel weiter, als der aktuell stressigen Phase im Geschäft, der schwierigen Familiensituation, dem fordernden Chef oder den nervigen Nachbarn die Schuld daran zu geben.

Wer so lebt, wird immer gerade in einer „stressigen Phase“ feststecken und je nach Gemüt wird sich diese Person sogar ganz gerne als Opfer der mühsamen Umstände suhlen.

Wer jedoch das Problem bei den anderen sucht, kommt kaum weiter – ausser er gründet eine neue Welt ohne „andere“.

Im Umkehrschluss von Feldenkrais Eingangszitat muss der, der endlich tun will, was er selbst will, zuerst herausfinden, was er aktuell tut. So schwer sich viele damit tun: Der Weg geht von der Selbstreflexion (ich beobachte mich) über das Selbstbewusstsein (ich mache mich mir selbst bewusst) zur Selbstverwirklichung (ich gestalte mein Leben aktiv).

Praktisch kann das so aussehen:

  • WARTE: Ich gönne mir ein Timeout!
    Die Notbremse des Hamsterrades ziehen, ein kurzer Moment der Stille oder gar ein längerer Prozess des Nachdenkens über mich selbst einläuten.
  • LUEGE: Ich reflektiere mich selbst!
    Ein ehrlicher Blick: Wo fliesst meine Zeit, mein Geld, meine Energie hin? Was sagt das über mich selbst? Was ist mir demnach wichtig?  
  • LOSE: Ich mache mich mir selbst bewusst!
    Ein doppeltes (vielleicht gar dreifaches) Hinhören ist gefragt: In sich selbst horchen. Dann die Frage wagen, wie mich meine Mitmenschen wahrnehmen (welchen Anteil habe ich an der Situation?). Den spirituellen Menschen wird es zusätzlich interessieren, was eigentlich Gott zu ihm sagt.
  • LOUFE: Ich gestalte mein Leben aktiv!
    Nun hat sich wohl der eine oder andere Handlungsbedarf herauskristallisiert. Jetzt gilt es Schritt für Schritt (weniger ist mehr) umzusetzen, was erkannt wurde.

Wie meine Frau im Moment bei jeder Gelegenheit sagt: „Vergiss nicht, es ist deine Lebenszeit!“ Uns zuliebe schauen wir besser hin, was wir tun, damit wir danach tun können, was wir eigentlich wollen. Am Ende werden sogar unsere Mitmenschen davon profitieren.

 

 

Im GlücksBlog schreibe ich zu den fünf Bereichen, die zu einem Leben in Zufriedenheit gehören. Diese Woche geht es um den Bereich Bewusste Selbstführung.

Werde besser – alle profitieren!

Everyone wins when a leader gets better.
Bill Hybels

Gestern hatte ich das Privileg, den Leiter der grössten Freikirche der Schweiz zu treffen: Ehrfürchtig ging ich vom Bahnhof Stettbach neben der neuen, mir bisher nur aus dem Internet bekannten Samsung Hall vorbei und stand dann etwas enttäuscht vor einem alten, unspektakulären Geschäftsgebäude – hier soll der kreative Hotspot der hipsten Kirche der Schweiz beheimatet sein?

Etwas irritiert wartete ich im wenig anmächeligen Treppenhaus auf den Lift, versicherte mich nochmals, dass hier neben Swisscom auch der ICF zu finden ist und tauchte bald darauf in eine völlig andere Welt ein: Willkommen im ICF office. Dutzende junge Leute arbeiten hier in zweckmässig, aber dennoch stilvoll eingerichteten Räumlichkeiten – das Leben pulsiert, die Kaffeemaschine ist in Dauerbetrieb, Kreativität ist an allen Enden zu spüren, kleine Kämmerchen, die an eine Garderobe im Kleiderladen erinnern, dienen als Besprechungszimmer für kleine Meetings, Menschen sind im Austausch, Fröhlichkeit und Ernsthaftigkeit geben sich die Hand und als „Fremdling“ spüre ich sofort etwas von der Willkommenskultur dieser Kirche. Ein guter Platz zum Sein für alle, die es innovativ mögen.

Leo Bigger führt mich nun durch die neuen, eindrücklichen Räumlichkeiten vom ICF Zürich in der Samsung Hall – ich komme kaum aus dem Staunen heraus; echt toll, was da auch neben der gigantischen Halle alles entstanden ist, von den Babyrooms über den Indoor-Spielplatz bis zum „Club“ ist alles liebevoll gestaltet und top ausgerüstet. Auch da: Ein guter Platz zum Sein für alle, die es gross und modern mögen.

Im inspirierenden, pulsierenden Umfeld des ICF Office, wo sich die rund 60 Mitarbeitenden mit aller Kreativität und grosser Leidenschaft dem Traum von einer Kirche «am Puls der Zeit» hingeben, tausche ich danach in einem dieser «Kämmerchen» mit Leo über die Herausforderungen des Leitens aus. Und bei einem weiteren Kaffee erzählt mir Nicolas Legler, Executive Pastor, wie er seine Rolle versteht. Ein guter Platz zum Sein für einen, der sich gerne von anderen Leitenden inspirieren lässt.

Storys, die inspirieren

“Everyone wins when a leader gets better.” Zu Deutsch: Jeder gewinnt, wenn eine Führungsperson besser wird. Oder wie wir bei Willow Creek Schweiz sagen: Leiten mit Leidenschaft und Exzellenz – ein Gewinn für Kirche und Gesellschaft.

Dass das stimmt, zeigt sich am besten an Beispielen – wie eben an der ICF-Story: Aus einem zeitgemässen, internationalen Gottesdienst ist eine der grössten kirchlichen Bewegungen Europas geworden – mit über 3’000 Besuchenden pro Wochenende allein im Grossraum Zürich und mit über 50 Kirchen in Europa. Und natürlich ist die Willow-Story selbst ein eindrückliches Beispiel: Eine verrückte Bande von Jugendliche gründete 1975 eine Form von Kirche, die es bis dahin nicht gab – inzwischen zählt man bei Willow in Chicago Woche für Woche über 25’000 Gottesdienstbesuchende, ein Sozialdienst, der seinesgleichen sucht, wurde auf- und ausgebaut und durch den Global Leadership Summit werden jährlich in 128 Ländern über 300’000 Menschen in Verantwortung inspiriert, motiviert und geschult.

Natürlich gibt es auch in der Wirtschaft zahlreiche Beispiele dafür, dass gute Führungspersonen ein Gewinn für alle sind. Da ist beispielsweise die preisgekrönten Unternehmerin Gabriela Manser: 1999 übernahm sie in dritter Generation die Goba AG, Mineralquelle und Manufaktur. Die gelernte Pädagogin wandelte die Goba mit vielen innovativen Ideen, Authentizität und einem guten Team zu einem strahlenden Kleinod, dessen Leuchtkraft auch überregional wahrgenommen wird, vielen wird das Getränk Flauder ein Begriff sein.

Leitende sind Lernende. Darum freue ich mich, für Willow Creek Schweiz die Tageskonferenz organisieren zu dürfen. An diesem Tag werden wir von Leitenden wie Gabriela Manser und Nicolas Legler für unser persönliches Leiten lernen können.

Veranstaltungstipp: Willow Tageskonferenz Leiten mit Leidenschaft und Exzellenz, 10. Juni 2017 in Winterthur

Im GlücksBlog schreibe ich zu den fünf Bereichen, die zu einem Leben in Zufriedenheit gehören. Diese Woche geht es um den Bereich Sinnerfüllte Tätigkeit.