Angst vor Fehler

„Unsere Fehler sind lehrreicher als unsere Erfolge.“
Albert Schweitzer

Wir kennen die Sprüche wie:
– „Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.“
– „Das grösste Risiko besteht darin, keines eingehen zu wollen.“
– „No risk, no fun.“

Und trotzdem haben wir oft furchtbar Angst davor, einen Fehler zu machen. Lieber nichts tun, lieber beim alt Bekannten bleiben, als das Risiko einer Niederlage einzugehen. Doch wer sich weiterentwickeln will, muss auch mal Neues wagen, ein Risiko eingehen. Und da gehören auch Fehler dazu. Denn: Wo keine Fehler gemacht werden, gibt es keinen Fortschritt – nur Stillstand.

„Fehler sind das Tor zu neuen Entdeckungen.“
James Joyce

Leben mit Vision

Wir müssen alle daran erinnert werden, warum wir das tun, was wir tun. Wir müssen daran erinnert werden, was auf dem Spiel steht. Wir müssen an die Vision erinnert werden.

Bei einer Vision geht es um das, was sein könnte und sein sollte, aber im Leben geht es um das, was jetzt ist, es geht genau um diesen Augenblick.

Zu den grössten Herausforderungen im Bereich des Führens gehört es, dafür zu sorgen, dass ein Vision lebendig bleibt, denn Visionen an sich haben keine besonders lange Haltbarkeitsdauer.

Es gibt keine Phase in der Entwicklung einer Organisation oder eines Unternehmes, in der eine Führungspersönlichkeit auf Autopilot schalten und dann einfach erwarten kann, dass die Organisation auch weiterhin von ihrer ursprünglichen Vision getrieben wird.

Alle Zitate aus „Von der Vision zur Wirklichkeit“ von Andy Stanley (2008 by Gerth Medien)

Für eine gesunde Entwicklung jedes Unternehmens ist das Vorhandensein einer Vision von grösster Bedeutung. Doch eine Vision nur auf Papier ist wertlos. Die Vision muss immer wieder neu hochgehalten werden, muss gelebt werden.

Und was für ein Unternehmen gilt, hat auch für das Leben an sich Gültigkeit. Ohne Vision, ohne Zielrichtung, stehen wir in Gefahr, dass das Leben an uns vorbei zieht.

Leben Sie mit Vision? Beruflich und privat.

Haben Sie Ihren Kompass ausgerichtet?

„Für ein erfolgreiches Zeitmanagement ist der Kompass wichtiger als die Uhr.“ (Stephen Covey)

Um meine Ziele und Visionen zu erreichen, sind mir verschiedene Tools und Instrumente immer wieder eine wertvolle Hilfe. Ein solches Tool soll der „LiB-Kompass – eine Navigationshilfe für ein Leben in Balance“ sein, den ich für mich und für weitere Menschen, die ein ausbalanciertes Leben führen wollen, entwickelt habe. Im LiB-Kompass werden die sieben Thesen zu einem Leben in Balance aufgegriffen und umgesetzt.

Neben dem „Hier + Jetzt“ enthält der LiB-Kompass die vier Himmelsrichtungen:

  • N wie Nordstern: Wo will ich hin?
  • S wie Schatztruhe: Wo komm ich her?
  • W wie Wüste: Wo will ich nicht hin?
  • O wie Ohnmacht: Was sind meine potenziellen Stolpersteine?

Wer nicht im Hamsterrad des gestressten Getriebenen gefangen sein will, braucht seinen persönlichen LiB-Kompass. Das Erstellen und regelmässige Neuausrichten des eigenen LiB-Kompass wird Ihnen helfen, Ihr Leben bewusst zu gestalten.

Ein Tipp für alle, die in Sachen „Leben in Balance“ am Ball bleiben wollen: Beim Motivationstag Leben in Balance wird das Konzept vom LiB-Kompass vorgestellt und im Seminar Leben in Balance (zwei Trainingstage) werden die Teilnehmenden mit verschiedenen Tools, Workshops und unter Begleitung ihren eigenen LiB-Kompass erstellen.

Leben in Balance – Glückssache?

Wünschen Sie sich auch ein „Leben in Balance“? Ein ausbalanciertes Leben gibt es jedoch nicht „gratis“ – ein „Leben in Balance“ ist weder Glückssache noch ein Produkt des Zufalls!

Für mich gibt es „7 Thesen zu einem Leben in Balance“:

  • Nur wer weiss, wo er hin will, kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer weiss, wo er her kommt, kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer weiss, wo er nicht hin will, kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer seine Hindernisse und potenziellen Stolpersteine kennt,
    kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer seinen Alltag ausgewogen und bewusst gestaltet,
    kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer sich regelmässig ehrlich den Spiegel vorhält,
    kann ein Leben in Balance führen.
  • Nur wer für sich die Sinnfrage klärt, kann ein Leben in Balance führen.

Wann haben Sie sich zuletzt den Spiegel vorgehalten und einen ehrlichen Blick auf Ihre Persönlichkeit geworfen? Hier finden Sie mehr zum Thema „Leben in Balance„.

Liebe, Hoffnung, Glaube

Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Grösste. (Die Bibel)

Auch wenn es mir im täglichen Leben noch viel zu selten gelingt, ich möchte mich an diese drei Dinge halten. Darum habe ich mein Lebensmotto um diese Begriffe herum formuliert: Liebe schenken – Hoffnung verbreiten – Glaube leben.

Wie schnell passiert es, dass in den Anforderungen des Alltags die Hoffnung (und mit ihr die Zuversicht, Motivation, Lebensfreude) zugeschüttet wird, die Liebe (für seine Mitmenschen, Chefs, Freunde und vielleicht sogar Feinde – und auch die Selbstannahme) auf der Strecke bleibt?! Und in alldem, was in und um uns geschieht, Glaube zu haben, dass es da einen Gott gibt, der über allem steht und es erst noch gut mit mir meint – gar nicht so einfach, oder?

Diese Woche blieb ein Zitat bei mir hängen, das ich gerne mit allen teile, die auf der Suche nach Glaube, Hoffnung und Liebe sind:

„Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter.
Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer.
Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.“
Lotahr Zenetti

Zu einem Leben in Balance gehören Liebe, Hoffnung und Glaube unbedingt dazu. Ich wünsche mir – und Ihnen – mehr davon im Alltag.

Mit vollem Tank unterwegs?

„Wenn dein Leben ein Auto wäre, wärst du gut unterwegs? Oder würdest du mit leerem Tank auf dem Pannenstreifen stehen bleiben?“

Vergangenen Sonntag hielt ich im EGW Biel eine Predigt zum Thema „Was ist ein Christ?“. Dabei verglich ich unser Leben mit einem Auto. Jeder und jedem wurde ein solches „Lebensauto“ anvertraut – auch wenn jedes etwas anders ausschaut. Was machen wir mit diesem Auto? Etwas Sinnvolles? Oder fahren wir blödsinnig im Kreis herum? Und: Mit welchem Treibstoff wird Ihr Auto angetrieben?
Wir können unseren Tank mit vielen guten Dingen füllen, doch ich glaube, es gibt nur einen Treibstoff, der für uns Menschen sowohl umweltfreundlich als auch leistungsstark ist. Vieles, was zwar gut ist, greift in den Herausforderungen des täglichen Lebens auf lange Sicht zu kurz: Familie, gute Freunde, (religiöse) Rituale, Sport und bewusste Ernährung… Diese Dinge helfen uns (und sind ja auch wichtig), doch wenn wir uns ausschliesslich auf Freunde, Rituale und unsere Leistungen verlassen, haben wir aus meiner Sicht den falschen Treibstoff getankt.
Ich glaube, ein Leben in Balance, ein Leben mit vollem Tank, ist nicht über Leistungen oder andere Menschen zu haben: Erst wenn ich an der unversiegbaren göttlichen Zapfsäule angeschlossen bin, werde ich von einem Benzin angetrieben, das hält, was es verspricht.

„Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.“ (Die Bibel, Genesis 2,7)

Gott hat uns als „lebendiges Wesen“ geschaffen. Er gibt uns das Leben, er selbst ist der Treibstoff für mein Leben. Und welchen Treibstoff treibt Sie an?

Mein „Tankstellen-Tipp“: beSINNung in Studen BE

Erfolg – sofort!?

Ein Weiser mit Namen Choni ging einmal über Land und sah einen Mann, der einen Johannisbrotbaum pflanzte. Er blieb bei ihm stehen, sah ihm zu und fragte: »Wann wird das Bäumchen wohl Früchte tragen?« Der Mann erwiderte: »In siebzig Jahren.« Da sprach der Weise: »Du Tor! Denkst du in siebzig Jahren noch zu leben und die Früchte deiner Arbeit zu genießen? Pflanze lieber einen Baum, der früher Früchte trägt, daß du dich ihrer erfreust in deinem Leben.« Der Mann aber hatte sein Werk vollendet und sah freudig darauf, und er antwortete: »Rabbi, als ich zur Welt kam, da fand ich Johannisbrotbäume und aß von ihnen, ohne daß ich sie gepflanzt hatte, denn das hatten meine Väter getan. Habe ich nun genossen, wo ich nicht gearbeitet habe, so will ich einen Baum pflanzen für meine Kinder oder Enkel, daß sie davon genießen. Wir Menschen können nur bestehen, wenn einer dem andern die Hand reicht.
(Jüdisch-rabbinische Tradition)

Haben wir den Mut (und die Geduld) in einer leistungsorientierten Sofort-Gesellschaft in die „langfristigen Früchte“ zu investieren? Auf dem Weg zu einem Leben in Balance wird uns die ungesunde Sofort-Erfolg Mentalität keinen guten Dienst erweisen!

Orte der Inspiration

Ich brauche Orte und Leute, die mich inspirieren und motivieren. Im Alltag finde ich diese „Momente der Inspiration“ in einem guten Buch, dem Reflektieren und Tagebuchschreiben in der freien Natur (am Liebsten ausgerüstet mit einem feinen Capuccino am wunderschönen Bielersee) oder in inspirierenden Gesprächen mit „positiven“ Mitmenschen sowie einer interessanten Runde von Freunden bei einem guten Essen (deshalb laden wir zum Beispiel regelmässig zu einem sogenannten „Eat ’n‘ Meet“ Abend ein).
Doch von Zeit zu Zeit brauche ich auch aussergewöhnliche „Orte der Inspiration“. Ein solcher Ort ist für mich der Leadership Summit von Willow Creek in der Nähe von Chicago, USA. Was mich dort immer wieder inspiriert, ist der ansprechende Mix von lebendiger, zeitgemässer, offener und doch im Glauben fest verankerten Kirche, enorm hoher Qualität gepaart mit erfrischender und ansprechender Kreativität und natürlich von den Top-Referenten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Unterhaltung und Kirche.
Letzte Woche war es wiedermal soweit: Zusammen mit meiner Frau inhalierte ich in Chicago Inspiration, Motivation und Fachwissen von Grössen wie Jimmy Carter, Richard Curtis (Drehbuchautor von Notting Hill), Colin Powell, Michael E. Porter (Professor an der Harvard Business School) und Marcus Buckingham.
Zum Leadership Summit fest dazu gehört Bill Hybels. Er hat den Summit lanciert und hat die Willow Creek Kirche vor über 30 Jahren gegründet.
Um Orte und Leute der Inspiration ging es auch in einem der Referate von Bill Hybels (Whatever You Do, Inspire Me!). Einige Gedanken aus diesem Vortrag:

  • Als Führungskraft bin ich alleine für meine Inspiration und Motivation zuständig.
  • Darum muss ich mich mit Leuten umgeben, die mich inspirieren und anspornen.
  • Ich muss meine Mission (Berufung) sowie meine Stärken klar kennen.
  • Im weiteren helfen uns Bücher, aussergwöhnlich inspirierende Leute und topmotivierende Events, unsere Energie- und Motivationslevel hoch zu halten.
  • Auch so simple Dinge, wie „körperliche Disziplin“, „motivierende Arbeitsumgebung“, „guttuende Freizeitaktivitäten“ und den „persönlichen Glauben frisch halten“, gehören zur Selbstmotivation.

Wo sind Ihre Orte der Inspiration? Haben Sie Leute um sich, die Sie anfeuern und motivieren?

Meine Zeit optimal nutzen

„Für ein erfolgreiches Zeitmanagement ist der Kompass wichtiger als die Uhr.“ (Stephen Covey)

Wenn die Richtung nicht stimmt, kannst du zwar sehr schnell unterwegs sein, jede Minute verplanen und deine Effizienz im Sekundentakt analysieren.
Trotzdem wirst du nie an deinen Zielen ankommen!
Lieber zuerst den inneren Kompass, den Lebenskompass ausrichten und dann mit viel Ausdauer in die richtige Richtung losgehen.

Einige Zeitmanagement Grundsätze:

  • Aktivität ist nicht gleich Leistung
  • Nicht hart, sondern smart arbeiten
  • Gut organisiert statt frustriert
  • Nach Prioritäten agieren, nicht auf Dringlichkeiten reagieren

Und hier noch einige nicht unbedingt neue, aber immer wieder nützliche Tipps für einen sinnvollen Umgang mit dem kostbaren Gut „Zeit“ (Quelle: Equip):

  • Eine Aufgabenliste erstellen
  • Prioritäten festlegen
  • Perfektionismus vermeiden
  • Alles in Frage stellen
  • Herausforderungen annehmen
  • Unordnung vermeiden
  • Unangenehme Pflichten nicht aufschieben
  • Unterbrechungen und Ablenkungen reduzieren
  • Sich bei Schwächen durch andere ergänzen lassen
  • Einen Terminkalender benutzen

Interessiert an einem „Leben in Balance“? – Besuchen Sie unsere Homepage www.motivation-training.ch

Über die Kunst, sich selbst zu führen

„Viele wollen lieber die Welt verändern, weil sie unfähig sind, sich selbst zu verändern.“ (Scott Turrow)

Bei Leadership, Menschenführung oder Management denken wir meistens daran, wie wir als Vorgesetzte andere Menschen führen. Doch dies ist eine verkürzte Sicht von Leadership. Wer andere Menschen führen will, muss zuerst lernen, sich selbst zu leiten. Dies ist die erste und wichtigste – und am meisten vernachlässigte – Aufgabe einer Führungsperson. Neben der Selbstführung und dem „Leiten nach unten“ gibt es noch zwei weitere Dimensionen der Führung: Leiten nach oben (Vorgesetzte) und das Führen auf horizontaler Ebene (Kollegen, Mitarbeiter auf derselben Stufe).
Dee Hock, Gründer der Visa-Karte, wagte es in einem Leadership-Artikel (The Art of Chaordic Leadership) in Prozenten auszudrücken, in welche Führungsaufgabe wir uns in welchem Umfang investieren sollten. Seine Aufteilung mag überraschen, zeigt jedoch mehr als deutlich, welche Prioritäten wir zu setzen haben:

  • 50 % Self-Leadership
  • 25 % Führen nach oben
  • 20 % Horizontale Führung
  • 5 % Führen nach unten

Wie das Zitat oben anzeigt, neigen wir dazu, lieber die ganze Welt um uns herum verändern zu wollen, statt an sich selbst zu arbeiten. Genau darum ist es angebracht, dass wir die Hälfte unserer Energie in die Selbstführung investieren.

  • Wie steht es um meinen Charakter?
  • Lebe ich integer, richte ich mich nach meinen eigenen Werten, kenne ich meine moralischen Massstäbe?
  • Passt mein Handeln zu meinen Worten?
  • Was ist meine (Lebens)Vision oder Berufung?
  • Bin ich mit Leidenschaft dabei?
  • Lebe ich in gesunder Balance?
  • Lerne ich tagtäglich dazu, erweitere mein Wissen und meine Kompetenz?

Sich selbst zu führen ist eine komplexe, nicht einfache und nie endende Aufgabe. Doch in der heutigen Zeit ist „Self-Leadership“ das A und O jeder Führungskraft. Wer nur aus seiner Position führt und sich damit begnügt, seine Macht als Vorgesetzter auszuspielen, wird nicht nur eine unbeliebte, sondern auf lange Sicht auch eine wenig erfolgreiche Führungskraft sein.
Wer heute als Leader Erfolg haben will, muss seine Mitmenschen inspirieren, in ihnen eine Leidenschaft wecken und als gesamte Person überzeugen. Und da ist Sozial- und Selbstkompetenz mindestens so wichtig wie Fachkompetenz. Ganz im Sinn von: „Was du bei anderen anzünden willst, muss zuerst bei dir brennen.“
Bill Hybels, Gründer und Senior Pastor der Willow Creek Kirche in Chicago, USA, wurde einmal folgenden Rat mit auf den Weg gegeben: „Das Beste was du deiner Organisation geben kannst, ist ein gesundes, energiegeladenes und geistlich intaktes Selbst.“
Egal ob in der Wirtschaft, im sozialen Bereich, in Kirche oder Politik: Das Beste, was wir unseren Mitmenschen und unseren Organisationen geben können, ist ein gesundes Selbst, ein Leben in Balance.
Ich selbst versuche einmal wöchentlich meine „Self-Leadership“-Mappe mit der Aufschrift „I have a dream“ zu schnappen und mich für etwa 2 Stunden in den Wald oder an den Bielersee zurückzuziehen. Nebst meinen Jahreszielen und dem Tagebuch gehören zu meiner Standartausrüstung für solche Selbstleitungs-Zeiten ein Buch, das meine Persönlichkeit entwickelt, sowie eine Bibel.
Wie sieht es mit Ihrer Selbstführung aus? (=> Umfrage)