Als in Studen die Uhr stehen blieb

Heute ist in meinem Dorf ein Freudentag: Das unsägliche Leid der letzten Monate hat ein Ende gefunden. Die Uhr am alten Schulhaustürmchen funktioniert wieder!

Den Kredit zur Reparatur hatten wir im Gemeinderat schon längst gesprochen, Lieferschwierigkeiten der beauftragten Firma führten jedoch zu diesem wochenlangen zeitlosen Zustand in Studen.

Dies führte natürlich dazu, dass sich die netten bis weniger netten und witzigen Bemerkungen immer mehr häuften und wir in Studen schon etwas zur Lachnummer wurden: „Wenn ich im Lotto gewinne, werde ich Studen einen neue Turmuhr spendieren“, schrieb mir beispielsweise jemand von ausserhalb.

Aber die Situation hat auch ihr Gutes: Unsere Kinder hatten immer eine Entschuldigung, wenn sie zu spät nach Hause kamen. „Ah sorry, die Uhr hatte erst viertel vor sechs.“

Und ich staunte, wie hartnäckig unser Hirn doch ist. Ich wusste ja schon längst, dass die Uhr nicht mehr funktioniert. Und doch schaute ich bei jedem Vorbeigehen darauf und wollte mich versichern, ob ich pünktlich zum nächsten (Sitzungs)Termin oder zur Zugsabfahrt unterwegs bin.  „Ach ja, es ist immer noch viertel vor sechs.“

Doch heute ändert sich alles: Die Uhr funktioniert wieder, die Zeit geht auch in Studen wieder ihren normalen Lauf.

Im Jetzt leben

Eine stehengebliebene Uhr zeigt immerhin zwei Mal am Tag die richtige Zeit an. Da ist es bei uns Menschen schon etwas komplizierter: Bei uns ist es möglich, dass unser Lebensgefühl noch viel seltener „im Moment“ ist.

Immer ein Tick zu spät oder schon einen Schritt voraus. Kennst du das?

Es gibt Menschen, die klammern sich mit verklärtem Blick an die Vergangenheit:
„Früher war alles besser!“
„Als die Kinder klein waren, hatten wir es als Familie noch gut.“
„In meinen ersten Berufsjahren hatte ich noch nicht so einen grossen Druck.“
„Wie toll war es, als mein Körper diese langen Bergwanderungen noch zuliess …“

Die andere Gruppe Menschen besteht aus denen, die gedanklich immer schon in der Zukunft leben:
„Wenn ich Abteilungsleiter werde, kann ich endlich umsetzen wovon ich träume“.
„Sind die Kinder endlich aus dem Haus, wird unsere Ehe neu aufleben.“
„Bin ich erst einmal finanziell abgesichert, werde ich mein Leben geniessen.“
„Wenn ich …, dann …!“

Im GlücksBuch schreibe ich dazu:

Beide, der Visionär und der Nostalgiker, haben im Grunde dasselbe Problem: Die Gegenwart kann nie so gut sein, wie die Vergangenheit es war oder die Zukunft es sein wird. Natürlich malt der Nostalgiker die Vergangenheit in seinen Gedanken farbiger, als sie in Wirklichkeit war. Und ganz bestimmt malt sich der Visionär die Zukunft vollkommener aus, als sie in der realen Welt sein wird.

„The time is now!“ habe ich letzte Woche in einem Referat gehört. Das muss ich mir immer wieder sagen. Als Visionär neige ich dazu, in der Zukunft zu leben. Aber was zählt, ist der Moment:
„Ich fokussiere mich auf diese Begegnung gerade hier und jetzt.“
„Die Arbeit, die ich jetzt gerade tue, ist jetzt meine Priorität.“
„Die Zeit mit meinen Kids verdient jetzt meine volle Aufmerksamkeit.“
„Meine Ehe pflege ich jetzt – nicht erst in fünf Jahren.“
„Ich lebe im Moment.“

Der Visionär muss sich quasi zurück in die Gegenwart holen. Bist du eher ein Nostalgiker? Dann halte nicht fest an der Vergangenheit, sondern mach einen Schritt vorwärts, komm in die Gegenwart!

Die Zeit ist jetzt!

Glücksaufgabe

Zu was neigst du eher – dem verklärten Blick in die Vergangenheit oder zur rosaroten Zukunftsbrille? Versuche heute jeden Augenblick bewusst zu leben. Versuche zum Beispiel die Person, die dir gerade jetzt gegenübersteht als die wichtigste Person auf Erden zu behandeln.

 

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Die Stürme des Vaterseins

Wir Eltern sind ja manchmal ganz schön irrational, wenn es um unsere Kinder geht. Das beobachte ich durch alle Gesellschaftsschichten hindurch. Ich denke zum Beispiel an eine Kinderärztin, die sich gewohnt ist, im Notfall rasch und rational zu agieren. Und das tut sie auch. Normalerweise. Wenn es nämlich um ihre eigenen Töchter geht, ist diese intelligente Frau plötzlich wie verwandelt: Sie ist zutiefst unsicher und beängstigend hilflos.

Dieses Phänomen lässt sich auch bestens an der Schule erkennen: Da spielt es keine Rolle mehr, ob jemand Verkäufer, Familienfrau, Psychiater oder Serviceangestellte ist. Wenn es um die eigenen Kinder geht, sinkt die Fähigkeit zur Selbstreflexion in den Keller und es wird mit fragwürdigen Mitteln für jeden erdenklichen Vorteil des eigenen Nachwuchses gekämpft.

Natürlich kenne ich als Vater solche Situationen auch. Da wird mein Sohn zu Recht oder zu Unrecht angegriffen und es ist, als würde jemand in mir den „Turbo Booster“ drücken. Innert Sekunden fühlt es sich an, als würde ich zum wilden Tier mutieren. In einem solchen Moment hat ein Hauswart einmal all meine Aggressionen verbal zu spüren bekommen. Dieser stand ganz erschrocken neben mir, weil er mich noch nie derart in Rage erlebt hatte.

Ein anderes Mal sass ich in unserem Garten, während mein Sohn mit einem Freund auf dem Gemeinschaftsrasen Fussball spielte. Wenn kleine Jungs leidenschaftlich spielen, gibt es natürlich auch entsprechende Nebengeräusche – aber es ist ja Mittwochnachmittag und aus Sicht des Vaters liegt der Lärm im normalen Toleranzbereich. Der Nachbar auf dem Balkon des 2. Stockwerks sah dies anders, brüstete sich auf und schrie meinen Sohn an mit Worten, die wir hier lieber nicht wiedergeben wollen.

Inzwischen sass ich natürlich auch nicht mehr ruhig in meinem Garten und wies meinen Nachbarn „in aller Liebe“ darauf hin, dass die Kinder doch am Mittwochnachmittag hier spielen dürften.

Spannend finde ich, was es in uns als Väter (und Mütter) auslöst, wenn unser Kind schlecht behandelt oder kritisiert wird. Wahrscheinlich ist ja diese Reaktion genauso „von der Natur“ gedacht, damit wir unsere Kinder bei einem Angriff mit aller Kraft verteidigen.

Nur leben wir aber inzwischen nicht mehr in der freien Natur und ich musste meine Kinder bis jetzt noch nie vor einem Raubtier beschützen. Und da frage ich mich, wie ich mit diesen teils sehr irrationalen Gedanken und Gefühle konstruktiv umgehen kann. Ich will ja eigentlich nicht zum Tier mutieren, wenn ich den Eindruck habe, meine Tochter wird von ihren Lehrpersonen ungerecht behandelt.

Ich habe die Lösung noch nicht (abschliessend) gefunden und ich vermute, dass der „Turbo Booster“ Teil meines Vaterseins bleibt – mindestens bis unsere Kinder volljährig sind. Was ich aber schon herausgefunden habe: Wenn ich zu lange kein persönliches Timeout habe, werde ich viel schneller reizbar und stehe in Gefahr zur Überreaktion.

Mein persönliches Timeout, meine wöchentliche Tankstelle, hilft mir Stress abzubauen und die Alltagsprobleme mit etwas Distanz aus einer anderen Perspektive zu sehen. Es sind meine 2-3 Stunden, in denen ich Stille geniesse, mir Zeit fürs Lesen, Beten und Tagebuchschreiben gönne. Dieses Timeout hält mich – in der Regel – auch in stürmischen Zeiten über Wasser.

Glücksaufgabe

Diese Timeouts und Tankstellen sind ja oft umkämpft und stehen in Konkurrenz mit all den Aktivitäten, die wir am Laufen zu halten haben. Trotzdem: Wo kannst du dich – auch wenn es nur für paar Minuten ist – regelmässig aus der Alltagshektik herausnehmen, um die innere Balance nicht zu verlieren?

 

Diesen Artikel erschien zuerst im Magazin Family, wo ich in der Rubrik Tankstelle regelmässig über meine „Vatergefühle“ schreibe.  

Bin ich glücklich?

Willkommen zur Stunde der Wahrheit: Wie steht es um dein Glück? Wie glücklich erlebst du dich in deiner aktuellen Lebensphase?

Heute ist internationaler Tag des Glücks und darum erscheint mein Blogartikel diese Woche auch etwas früher als sonst. Und darum stell ich mir heute die Frage: Bin ich eigentlich glücklich?

Glück ist nicht einfach ein Gefühl, auch nicht wirklich ein Zustand. Glück ist vielmehr eine Lebenseinstellung und hat mit meiner täglichen Entscheidung zu tun, mein Leben aktiv zu gestalten und die an mich gestellten Aufgaben positiv anzupacken.

Natürlich wünsch ich mir, dass Gefühle, Gedanken und meine Einstellung im Einklang zueinander sind. Glück fühlt sich durchaus gut an. Doch Glück ist eben auch mehr als ein gutes Gefühl. Glücksgefühle fallen einem manchmal überraschend zu – aber was, wenn sie ausbleiben?

Darum frage ich dich jetzt nicht bloss: Fühlst du dich glücklich? Sondern lade dich zu einer etwas differenzierteren Bestandesaufnahme anhand vom ShalomLeben-Windrad ein:

Die Nabe: Bewusste Selbstführung

Glückliche Menschen sind mit sich im Reinen, blicken optimistisch in die Zukunft und pflegen einen dankbaren und achtsamen Lebensstil.

Wo bist du mit deinem Umgang mit dir selbst zufrieden?

Was erlebst du im Zusammensein mit dir selber als schwierig?

Wo siehst du Wachstumspotenzial für eine bewusste Selbstführung?

Rotorblatt: Erfülltes Liebes- und Familienleben

Glückliche Menschen verbringen viel Zeit mit Menschen, die ihnen wichtig sind. Sie pflegen Freundschaften und gestalten ihr Liebes- und Familienleben aktiv.

Was läuft gut in deinem Liebes- und Familienleben?

Was erlebst du als schwierig, wenn du an dein Liebes- und Familienleben denkst?

Welches Entwicklungspotenzial entdeckst du?

Rotorblatt: Sinnerfüllte Tätigkeit

Glückliche Menschen gehen einer Aufgabe nach, die ihren Talenten und Interessen entspricht und mit der sie einen Unterschied auf dieser Welt machen können.

Wo kannst du deine Stärken einbringen? Was erlebst du positiv an deiner Arbeit?

Was bremst dich in deiner beruflichen Entwicklung?

Welchen Handlungsbedarf kannst du identifizieren?

Rotorblatt: Reiches Sozialleben

Glückliche Menschen bringen sich als aktiven Teil in die Gesellschaft ein – sei dies in Beziehungen oder in freiwilligem Engagement für ihre Mitmenschen.

Welche Freunde oder Gruppen tun dir richtig gut? Wo erlebst du ein positiv-förderndes Umfeld?

Was ist schwierig, wenn du an dein Sozialleben denkst?

Was würde dir helfen, diesen Bereich weiterzuentwickeln?

Der Wind: Gelebte Spiritualität

Glückliche Menschen verstehen sich als Teil des grossen Ganzen. Ihr Leben hat Bedeutung, weil sie sich im Dienst einer höheren Sache verstehen. Der Wind, der unser ShalomLeben-Windrad antreibt, steht für die Sinnhaftigkeit in unserem Sein.

Wo erlebst du dein Dasein als sinnvoll? Wie erlebst du Verbundenheit  mit dem Höheren?

Wo erlebst du deine Spiritualität gerade nicht als sehr tragfähig?

Welches Entwicklungspotenzial erkennst du in diesem Bereich?

Meine Glücksbillanz fällt heute nicht nur positiv aus – es gibt durchaus Bereiche, die ich gerade als schwierig erlebe. Doch: Glückliche Menschen sind gesünder und einfach angenehmere Zeitgenossen. Glücklichsein steht dir und mir! Und darum will ich mich auf das fokussieren, was positiv läuft und was ich selbst gestalten kann.

Glücksaufgabe

Und wie fällt deine Glücksbillanz heute am Tag des Glücks aus? Freu dich an all den positiven Punkten und nimm dir in 1-2 Bereichen einen kleinen nächsten Entwicklungsschritt vor.

Du willst dich eingehender mit deinem eigenen Glück beschäftigen? Dann findest du Anregungen hier im GlücksBlog. Zusätzlich empfehle ich dir mein Buch, in dem ich das ShalomLeben-Windrad und die Glücksaktivitäten ausführlich vorstelle:

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Mir gefällt das Buch von Stefan Gerber besonders gut, weil er es versteht, das Thema «Glück» verständlich, für alle nachvollziehbar und mit guten Beispielen versehen, zu beschreiben. Die Symbolik mit dem ShalomLeben-Windrad, der starken Nabe für die starke Selbstführung zeigt deutlich auf, dass wir zum grössten Teil selber Gestalter des eigenen Glücks sind. Ein praktisches (Arbeits)Buch für die Menschen, welche das Glück bereits gefunden haben oder noch auf der Suche danach sind.
Beat Rüfli, Geschäftsinhaber bizfit / Leiter Netzwerk santé&entreprise

Dem Dankbaren gehört die Welt!

Wer ohne Umwege glücklich werden will, beginnt am besten mit einem dankbaren Lebensstil. Die Auswirkungen von gelebter Dankbarkeit sind erstaunlich: Dankbare Menschen erfahren erwiesenermaßen in ihrem Leben mehr Zufriedenheit und sind in ihrem Alltag glücklicher. Dankbar zu sein hat viele positive Nebenwirkungen. Es hilft, positive Erfahrungen zu genießen, steigert den Selbstwert, ist Stressprävention, verhindert Vergleichen und Neid, stärkt Beziehungen …

Dankbarkeit ist die beste „Droge“ für ein zufriedenes Leben. Das haben zahlreiche Studien der Glücksforschung herausgefunden, das sagt uns eigentlich auch der gesunde Menschenverstand und das lehren uns die alten Weisen schon seit tausenden von Jahren:

Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht,
was er dir Gutes getan hat!

So schreibt beispielsweise König David in einem seiner bekanntesten Psalmen. Das Gotteslob ist an dieser Stelle eine Einladung zur Dankbarkeit, eine Einladung, all das Gute, was uns im Leben geschenkt ist, zu sehen.

Wer das Gute sieht, kann nicht anders als in dieses (Gottes)Lob einzustimmen – und genau das wird ihn glücklich machen.

Wessen Blick jedoch immer nur auf das Negative, auf die Defizite – von sich, von anderen oder von der Gesellschaft als Ganzes  – gerichtet ist, wird ziemlich rasch unglücklich und irgendwann verbittert oder depressiv.

Gerade sitze ich in Dortmund und warte auf meine Weiterreise. Hinter mir liegen drei inspirierende Tage am Willow Creek Leitungskongress und vor mir liegt der Skiurlaub mit meiner Familie.

So reich beschenkt wurde ich in den letzten Tagen und so grosse ist die Vorfreude auf Schnee, Sonne, Zeit mit der Familie und tolle Schwünge auf meiner Lieblingsskipiste, da kann ich natürlich gar nicht anders, als dankbar zu sein.

Hm, doch, es ginge auch anders! Der Wetterbericht ist nicht top, mein Hals kratzt und ich bin müde, der Leitungskongress war sehr gut, aber vielleicht hätten wir vom Schweizer Team doch noch etwas mehr daraus machen können.

Du siehst, worauf ich hinaus will. Es ist immer eine Frage der Perspektive und es ist immer eine Entscheidungssache: Wer will, findet etwas Positives und Grund zum Danken. Und wer will, findet auch immer etwas Negatives und Grund zum Nörgeln, Trauern, Beklagen, Jammern …

Dem Dankbaren gehört die Welt! Das ist wirklich je länger je mehr meine Überzeugung. Unsere Sorgen, unser Beklagen und unser Jammern bringen uns nicht weiter. Nein, ich will nicht, dass du mir dunkle Wolken rosarot malst. Darum geht es mir nicht! Was nicht gut ist, soll auch beim  Namen genannt werden dürfen.

Doch wenn du statt der Nörgler- die Dankbarkeits-Brille aufsetzt, wird die Welt tatsächlich in viel bunteren Farben zu dir kommen. Das Leben wird leichter, das Herz schlägt nicht nur, es hüpft sogar!

 

Glücksaufgabe

Keine Ausrede mehr, beginne gleich jetzt: Nimm ein Stift zur Hand und schreibe zehn Dinge auf, für die du genau jetzt dankbar bist! Und du willst neben dir noch wer anderes glücklich machen? Dann schreibe eine kurze Dankes-SMS oder -Postkarte an eine Person!

 

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Glücksaktivitäten trainieren

Kennst du den Moment, wenn sich alles anfühlt wie im Hamsterrad? Die einzige Überlebenschance scheint darin zu liegen, immer schneller und kräftiger zu treten, um ja nicht ins Trudeln zu kommen – immer schön alles am Laufen halten.

Und warum eigentlich? Ist es wirklich ein befriedigendes Gefühl? Vielleicht so lange man das unsägliche Spiel mitmachen kann. Aber irgendwann – meist früher als später – wird aus dem Spiel brutaler Ernst: Die Kräfte schwinden, die Freude ist auf der Strecke geblieben und auf einen Schlag wird uns klar: Glück geht anders!

Für die Mutigen unter uns gäbe es noch eine andere Variante: Man kann das Hamsterrad auch verlassen, bevor man erschöpft umfällt. Man kann aus dieser Tretmühle das Alltags aussteigen, bevor wir ihr zum Opfer fallen!

Das ist selten ein einfacher Weg, aber ein lohnenswerter! Statt stetig höherer Lebensgeschwindigkeit können wir uns auch dafür entscheiden, bewusst – achtsam – mit unserer Zeit umzugehen.

Glücksaktivitäten Achtsamkeit und Genuss

Das Hamsterrad bringt viel Adrenalin – eine gesunde und lebenswichtige körperliche Reaktion, die jedoch auch ein gewisses Suchtpotenzial hat und nur für Ausnahmesituationen gedacht ist. Wer ständig mit erhöhtem Adrenalin unterwegs ist, lebt sehr gefährlich. Der Ausnahmezustand sollte genau dies bleiben und nicht zum Normalzustand werden.

Im Hamsterrad gibt es kaum Raum für Achtsamkeit und Genuss. Dies sind zwei der 16 Glücksaktivitäten, die ich in der Auseinandersetzung mit der Positiven Psychologie entdeckt habe.

Ein achtsamer Mensch ist jemand, der wahrnimmt, was in und um ihn abgeht. Er sieht sowohl die Blume am Wegrand oder die vom Sonnenuntergang rot gefärbten Schneeberge am Horizont, als auch seine Arbeitskollegin, die heute in Feierlaune im Büro erschienen ist – oder im Gegenteil sehr niedergeschlagen wirkt. Er nimmt zudem auch wahr, was in ihm selbst vorgeht: Herzrasen oder Tiefenentspannung, Motivationsprobleme oder Flow-Erfahrung, Gereiztsein oder „Ganze-Welt-umarmen-wollen“-Feeling …

Achtsamkeit fällt vielen von uns nicht einfach in den Schoss. Aber sie kann trainiert werden! Du kannst damit beginnen, in dem du einmal eine Minute lang deinen Atem beobachtest, während du ganz bewusst tief ein- und ausatmest. Oder du nimmst es das nächste Mal in der Stadt nicht ganz so eilig und versuchst im Vorbeigehen so viele Eindrücke wie möglich aufzunehmen: Hörst du trotz dem Lärm in der Stadt die Vögel zwitschern? Was für Menschen begegnen dir – fröhliche, traurige, schöne, verliebte, fremde?

Eine ähnliche Glücksaktivität ist das Geniessen. Kannst du zwecklos geniessen? Im Wald spazieren – ohne dass es Sport sein muss? Ein Buch lesen – einfach für dich und nicht als Weiterbildung? Menschen treffen – ohne dass daraus ein Geschäft oder ein Projekt entstehen muss?

Achtsamkeit und Genissen kannst du auch zusammen trainieren: Was nimmst du wahr, wenn du ganz bewusst ein Glas Wein geniesst? Zeit mit Freunden verbringst? Dich von der Sonne wärmen lässt?

Wer nicht geniessen kann, wird irgendwann selbst ungeniessbar – sagt man. Glücklich, wer lernt, achtsam durchs Leben zu gehen und sich immer wieder Momente des Geniessens schenkt.

 

Glücksaufgabe

Welches (kleine) Ritual könntest du wöchentlich oder monatlich fest einplanen, um den Moment zu geniessen. Ob Kreativ-Morgen, Spaziergang, Spielabend oder Sportveranstaltung ist völlig egal – Hauptsache, das Ritual hilft dir, das Leben im Hier und Jetzt zu geniessen.

 

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So geht Glück

Kennst du das? Da kommt einer und präsentiert dir eine Lösung auf dein Problem. Er kennt weder deine genauen Lebensumstände, noch hat er die Welt jemals aus deiner Brille betrachtet und trotzdem bildet er sich ein, dir jetzt sagen zu können, was du tun solltest.

Ich hab das schon erlebt und kann damit überhaupt nichts anfangen. Auch wenn es vielleicht gut gemeint ist, für mich ist das arrogante Besserwisserei.

Und darum kann ich dir auch nicht sagen, wie in deinem Leben Glück genau geht. Jeder folgt seiner eigenen Glücksdefinition und darum gibt es auch so viele Wege ins Glück wie es Menschen gibt.

Glück ist persönlich und du musst selbst herausfinden, wie du die Zufriedenheit in deinem Alltag erhöhen kannst. Was wir hier aber tun können, ist gemeinsam einen Blick in die Entdeckungen der positiven Psychologie richten.

Glück ist lernbar

Wir sind unserem Glück nicht machtlos ausgesetzt. Auch wenn die Forschung herausgefunden hat, dass rund die Hälfte unseres empfundenen Glücksniveaus von unseren Genen abhängt, ist die eigene Zufriedenheit zu einem viel grösseren Teil gestaltbar, als wir häufig meinen. Ein viel kleinerer Einfluss als oft angenommen, haben unsere Lebensumstände wie Einkommen oder Wohnsituation.

Fast die Hälfte unseres Glücks, so sagt es die Glücksforschung, hat mit unseren Denk- und Verhaltensweisen zu tun. Und die sind durchaus lern- und veränderbar. Und was die moderne Forschung da herausgefunden hat, deckt sich erstaunlich stark mit dem, was König Salomo vor tausenden vor Jahren bereits in seiner Weisheit aufgeschrieben hat:

Was ich dir jetzt rate, ist wichtiger als alles andere:
Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie entscheiden über dein Leben!

Es ist nicht einfach. Aber es ist wahr! Es hat eine unheimliche Macht über uns und unser Glücksempfinden, ob wir Chaos oder Ordnung in unserem Kopf und Bauch haben. Ob wir negativ oder positiv denken, hat einen enormen Einfluss auf uns und unser Umfeld. Ob wir uns unserer Gefühls-Achterbahn hilflos ausliefern oder unsere Emotionen in gute Bahnen leiten, wird über unser Glück und unsere Zukunft – und unseren Erfolg! – entscheiden.

Die gute Nachricht: Glück ist lernbar!

In meinem GlücksBuch habe ich 16 Glücksaktivitäten aufgeführt, die unser Wohlbefinden nachhaltig positiv beeinflussen. Einige davon stelle ich im nächsten Blogartikel vor.

 

Glücksaufgabe

Reflektiere in einer ruhigen Minute darüber, wie stark du im beruflichen, familiären oder privaten Umfeld deinen Gedanken und Gefühlen machtlos ausgeliefert bist. Was könnte dir helfen, deine Gedanken und Gefühle im Alltag bewusster zu steuern?

 

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Krankenkasse bezahlt Glück

In einigen Schulen gibt es inzwischen das Fach Glück. Dies, weil die Glücksforschung herausgefunden hat, dass unser Glück, unsere Lebenszufriedenheit, einen Einfluss auf alle anderen Bereiche des Lebens und somit auch auf unsere (schulische) Leistungen hat.

Über diesen Zusammenhang von Erfolg und Glück habe ich letzte Woche geschrieben.

Fast die Hälfte unseres Glücksempfindens hängt von unseren Denk- und Verhaltensweisen ab, also von unserem guten Umgang mit unseren Gedanken und Gefühlen. Und wenn dies bereits den Schulkindern gelehrt wird, tun wir ihnen einen Dienst für ihr ganzes zukünftiges Leben.

In meinen Referaten – wie letzten Samstag mit „Glück ist kein Zustand“ in Wängi TG – geh ich jeweils halb im Witz, halb in Ernsthaftigkeit noch einen Schritt weiter: „Glück sollte von der Krankenkasse bezahlt werden!“

Glück ist gesund

Glück ist so gesund, dass unsere Krankheitskosten massiv gesenkt werden könnten, wenn wir nachhaltiges Glück fördern würden.

Warum ich davon überzeugt bin? Lass mich dies mit einem Zitat aus dem GlücksBuch beantworten. Darin zitiere ich die Psychologieprofessorin Sonja Lyubomirsky:

Das Glück scheint sich positiv auf sämtliche Lebensbereiche auszuwirken. Wenn wir glücklicher sind, erfahren wir nicht nur mehr Freude, Zufriedenheit, Liebe, Stolz und Staunen, wir verbessern auch andere Aspekte unseres Lebens wie unsere Energie, unser Immunsystem, unser Engagement am Arbeitsplatz, unser Verhältnis zu anderen Menschen sowie unsere körperliche und geistige Gesundheit. Wenn wir glücklicher werden, steigern wir außerdem unser Selbstbewusstsein und unser Selbstwertgefühl. Und nicht nur wir selbst profitieren, wenn wir glücklichere Menschen werden, sondern auch unsere Partner, Familien, Freunde, Bekannte und die Gesellschaft als Ganzes.

Siehst du? Glück ist sowas von gesund! Vielleicht müssten wir tatsächlich einmal eine Volksinitiative starten, damit der obige Titel so in der Zeitung stehen würde: „Krankenkasse bezahlt jetzt für unser Glück!“.

Glücksaufgabe

Lies nochmals das obige Zitat von Sonja Lyubomirsky: Welche darin beschriebenen Aspekte des Lebens wünschst du dir gegenwärtig noch vermehrt zu erleben (Freude, Stolz, Staunen, Energie, Selbstbewusstsein …)? Siehst du darin einen Zusammenhang mit deinem „Glückslevel“?

 

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Erfolgsfaktor Glück

«Nicht Erfolg macht uns glücklich.
Glück macht uns erfolgreich.»
Manfred Winterheller

Du erinnerst dich? Mein Ziel für 2018: Glücklich erfolgreich sein. Was ich unter Glück und Erfolg verstehe, habe ich im letzten Blogartikel geschrieben. Und du hast hoffentlich auch ernsthaft darüber nachgedacht, was für dich persönlich Glück und Erfolg beinhalten.

Aber wie stehen den Glück und Erfolg zueinander? Ist Glück ein Erfolgsfaktor? Oder ist Erfolg ein Glücksfaktor?

Im Titel „Erfolgsfaktor Glück“ steckt die These, dass unser persönlich erlebtes Glück Einfluss auf unseren Erfolg hat.  Das bedeutet: Glück kommt vor Erfolg!

Umgekehrt wäre der Titel irreführend, ja sogar falsch: Glücksfaktor Erfolg. Die Glücksforschung hat eindrücklich gezeigt, dass unser Erfolg unser Glücksempfinden viel weniger beeinflusst, als landläufig vermutet wird. Zahlreiche Studien beweisen dies. Eine davon zeigt beispielsweise auf, dass Assistenzprofessoren bei der Berufung zum Professor die erwarteten Glücksgefühle zwar tatsächlich erlebten, doch „die Dauer des empfundenen Glücks hielt nur sehr kurz an. Nach wenigen Monaten fühlten sie sich bereits wieder genauso glücklich wie vor dem Ereignis.“ (Oliver Haas in Corporate Happiness als Führungssystem)

Man kann also sagen: Erfolg taugt nicht als nachhaltiger Glücksfaktor. Auch der Lottogewinn tut dies übrigens nicht. Die gute Nachricht: Unser „psychologisches Immunsystem“ sorgt umgekehrt auch bei negativen Ereignissen dafür, dass sich unser Glücksempfinden nach einer relativ kurzen Zeit wieder im gewohnten Niveau einpendelt.

Also, glaub nicht, dass dich dein Erfolg für immer glücklich machen wird! Auch die nächste Lohnerhöhung hat auf dein Glück nur kurzzeitige Auswirkungen. Selbst das grössere Haus wird dich nicht langfristig zu einem glücklicheren Menschen machen!

Die Erkenntnisse der Glücksforschung gehen aber noch einen Schritt weiter: Nicht Erfolg beeinflusst unser Glück, aber unsere Glück beeinflusst unseren Erfolg!

Glück – im Sinn von Lebenszufriedenheit – beeinflusst zu einem grossen Teil unseren Erfolg.

In unserem Berufs- aber auch Erziehungsalltag folgen wir oft dem Muster:

Einsatz von Ressourcen + Kreativität + Leistung
=
Erfolg (Verkaufszahlen / gute Noten)
=
Glück

Die Wissenschaft sagt jetzt aber, es sei genau umgekehrt:

  • Wenn wir uns Glück in unserem Leben bewusst sind, werden wir erfolgreicher, kreativer, intelligenter, schreiben bessere Noten …

Wer seinem Glück etwas Gutes tun will, sollte lieber früher als später den Irrglaube „härter Arbeiten = mehr Glück“ zu Grabe tragen.

Für alle, die wie ich, gerne nicht nur glücklich sondern auch erfolgreich sind, hier die verblüffenden Zahlen, die Harvard-Professor Shawn Achor ins Feld führt:

«Im positiven Zustand ist das Gehirn 31 Prozent produktiver. Verkäufer steigern ihre Leistung um 37 Prozent. Ärzte arbeiten 19 Prozent schneller und akkurater, wenn ihr Gehirn in einem positiven Zustand ist.»

Wenn nicht mit Erfolg, wie können wir denn dann unser Glück beeinflussen? Dazu findest du mehr hier im GlücksBlog oder im GlücksBuch.

 

 

Glücksaufgabe

Reflektiere in einer ruhigen Minute darüber, welche Konsequenzen es auf deinen (Berufs)Alltag hätte, wenn tatsächlich Erfolg nicht glücklich, sondern Glück erfolgreich machen würde.

 

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Glücklich erfolgreich sein

Was hast du dir und anderen zum neuen Jahr gewünscht? Für mich steht fest: Ich wünsche mir, glücklich erfolgreich zu sein. Und das wünsche ich auch dir!

Wie das geht? Zuerst müssen wir uns mal klar darüber werden, was hinter diesen Begriffen steht – oder noch besser: Was jeder von uns darunter versteht. Und dann ist entscheidend, unsere Reise zu Glück und Erfolg an der richtigen Stelle zu beginnen.

Neulich wurde ich zu einem Rotary-Treffen eingeladen, um über das Thema „Erfolgsfaktor Glück“ zu sprechen.

Ich lud die Zuhörenden ein, die eigene Begriffsdefinition auf der einen Seite zum Wort Glück und auf der anderen Seite zum Begriff Erfolg aufzuschreiben.

Bist du glücklich? Bist du erfolgreich? Bevor du das überhaupt beantworten kannst, solltest auch du für dich definieren:

  • Was verstehe ich unter Glück?
    Was ist Glück für mich persönlich?
    Was müsste sein, damit ich mich als glücklich bezeichnen würde?

 

  • Was verstehe ich unter Erfolg?
    Was ist Erfolg für mich persönlich?
    Was müsste sein, damit ich mich als erfolgreich bezeichnen würde?

Ich verrate dir gleich, was ich unter Glück und Erfolg verstehe. Aber um sicher zu gehen: Hast du dir schon überlegt oder gar aufgeschrieben, was für dich Erfolg und Glück bedeuten?

Meine Glücksdefinition habe ich in „Glück finden – hier und jetzt“ niedergeschrieben und dort auch aufgezeigt, wie man das erreichen kann. Hier also, was ich unter Glück verstehe:

Glück besteht aus einem dankbaren Blick zurück,
einem genussvollen Leben im Hier und Jetzt sowie
aus einer hoffnungsvollen Perspektive für die Zukunft.
Dazu gehört ein Versöhntsein mit sich,
seinen Mitmenschen und dem Leben ganz allgemein.

Und wann bin ich erfolgreich? Hier meine Erfolgsdefinition:

Erfolgreich bin ich dann,
wenn die Investition meiner Ressourcen
eine für mich befriedigende Resonanz bewirkt.

In den Augen der Anderen sind wir vielleicht die ewigen Looser – oder: Andere finden, wir seien längst erfolgreich, aber für uns selbst fühlt es sich gar nicht so an. Darum ist meine Erfolgsdefinition ganz eine persönliche: Erfolgreich fühle ich mich da, wo ich zufrieden bin mit dem Resultat, den Auswirkungen, von dem, was ich eingesetzt habe an Energie, Geld, Ideen, Arbeitskraft …

Und wie geht jetzt Erfolg? Wie geht Glück? Diesen Fragen gehen wir in den nächsten Wochen hier nach. Bist du bereit für ein erfolgreiches 2018? Bist du offen für dein Glück?

Glücksaufgabe

Verfasse deine persönliche Glücks- und Erfolgsdefinition und bewerte gemäss diesen Definitionen auf einer Skala von 0 – 10 wie glücklich und erfolgreich du gerade bist.

 

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Was glückliche Menschen auszeichnet

Glück und Erfüllung im Leben erreichen wir dort, wo wir nach Ganzsein streben und mit jeder Faser unseres Lebens versöhnt sind.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Geld ist kein Glücksmotor, darin sind sich die Vertreter der Positiven Psychologie einig. Einigkeit herrscht auch darüber, was dagegen den glücklichen Menschen auszeichnet.

Die Merkmale des zufriedenen Menschen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Erfülltes Liebes- und Familienleben
    Sie verbringen viel Zeit mit Menschen, die ihnen wichtig sind. Sie pflegen Freundschaften und gestalten ihr Liebes- und Familienleben aktiv.
  • Sinnerfüllte Tätigkeit
    Sie gehen einer Aufgabe nach, die ihren Talenten und Interessen entspricht und mit der sie einen Unterschied auf dieser Welt machen können.
  • Reiches Sozialleben
    Sie bringen sich als aktiven Teil in die Gesellschaft ein – sei dies in Beziehungen oder in freiwilligem Engagement für ihre Mitmenschen.
  • Bewusste Selbstführung
    Sie sind mit sich im Reinen, blicken optimistisch in die Zukunft, pflegen einen guten Umgang mit sich selbst und gestalten einen dankbaren und achtsamen Lebensstil.
  • Gelebte Spiritualität
    Sie verstehen sich als Teil des großen Ganzen. Ihr Leben hat Bedeutung, weil sie sich im Dienst einer höheren Sache verstehen.

Seit vielen Jahren schreibe ich in meinem GlücksBlog abwechselnd einen Impuls zu einem dieser fünf Lebensbereiche. Und im GlücksBuch widme ich jedem dieser Bereiche einen eigenen Teil.

Die Merkmale glücklicher Menschen illustriere ich gerne mit dem ShalomLeben-Windrad. Im Buch hilft mir das Windrad auch gleich noch, die Glücksformel zu veranschaulichen:

  • Der Standort des Windrades entspricht unseren Lebensumständen. In welchen Umständen und wo wir aktuell leben, hat nur einen bescheidenen Einfluss auf unsere Lebenszufriedenheit. Mit der Veränderung der Umstände, z.B. dem Wohnortwechsel oder der Lohnerhöhung, lässt sich das Glücksniveau nicht nachhaltig steigern.
  • Der Mast des Windrades ist das Bild für den Einfluss unserer Gene auf das subjektive Wohlbefinden. Wie der Mast gebaut ist, wie wir veranlagt sind, entscheidet über unsere Startbedingungen auf dem Weg ins Glück.
  • Fast die Hälfte unseres Glücksempfindens hängt vom oberen, beweglichen Teil des Windrades ab:
    Die starke Nabe steht für ein starkes Selbst, die Rotorblätter für die drei Lebensfelder Liebe/Familie, Arbeit, Sozialleben.
  • Nicht sichtbar und doch unverzichtbar ist der Wind. Was ist ein Windrad ohne Wind? Was ist ein Leben ohne Sinn, ohne Verbundenheit mit etwas Höherem?

Und genau wegen diesem letzten Teil, dem Wind, habe ich die Wortkreation ShalomLeben erfunden. Das hebräische Wort Shalom meint Friede. Aber viel mehr, als den Frieden im Sinn von konfliktfreiem Zustand. Gemeint ist ein Versöhntsein mit allen Belangen des Lebens – und mit dem, der das Leben geschenkt hat.

Wenn wir uns in der Adventszeit an die Ankunft des in Jesus menschgewordenen Gottes erinnern, ist es genau dieser Shalom, der uns da angeboten wurde und wird. Was den Hirten auf dem Feld durch die Engel angekündigt wurde, ist auch heute noch ein himmlisches Geschenk für die, die es dankbar annehmen wollen: „Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.“

Selbst wenn die Waffen ringsum uns herum nicht zum Schweigen gebracht werden können, ist uns hier ein Shalom geschenkt, der Versöhnung in allen Lebensbereichen möglich machen kann.

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität


Mehr zum ShalomLeben-Windrad und wie wir unser Leben in grösserer Zufriedenheit gestalten können, erfahren Sie in Glück finden – hier und jetzt.