Inspiration auf dem Sessellift

Wann und wo fallen Ihnen Ihre besten Ideen ein?

Die wenigsten meiner kreativen Einfälle werden an meinem Schreibtisch geboren. Das ist auch einer der Gründe, warum ich eher selten in meinem Büro anzutreffen bin.

Auch wenn die vielen Bücher, die Ordner und natürlich der Internetzugang in meinem Büro eigentlich eine Unmenge von Ideen liefern, meine Inspirationsquelle für innovative Gedanken ist viel öfter ein Spaziergang durch die Natur – ohne Bücher, ohne Internet, dafür mit einem freien Kopf!

Kürzlich erlebte ich schon auf der Fahrt in die Winterferien, dass es in meinem Kopf losging: Da waren Ideen, frische Gedanken, Motivation und Tatendrang. Ich weiss nicht, was andere auf einer langen Autofahrt machen, aber den Alltag einmal hinter uns gelasssen, kommen meiner Frau und mir auf solchen Reisen immer mal wieder (ohne es gewollt zu haben) die besten Ideen in den Sinn.

Das Ziel der Ferien, zur Ruhe zu kommen, neue Motivation und Energie zu tanken, war schon nach der Hinreise erfüllt. Eigentlich hätte ich bei unserer Ankunft in Schruns (A) gleich wieder mit der Arbeit beginnen können. Doch die Sonne, der Schnee, die geliebten Pisten, die ungewohnte Umgebung und die Fahrten alleine auf dem Sessellift sorgten für viele weitere inspirierende und motivierende Momente.

Kreative Einfälle gibts selten auf Knopfdruck. Was mir bei der Suche nach frischen Ideen hilft:

  1. Das „Tagesgeschäft“ hinter mir lassen.
    Darum gelingt mir Kreativarbeit besser ausserhalb meines Büros.
  2. Den Gedanken freien Lauf lassen.
    „Zielloses“ Nachdenken bringt eher eine neue Idee als stundenlanges „Grübeln“ über einem Problem.
  3. Eine anregende Umgebung aufsuchen.
    Das ist bei mir oft die Natur (Wald, See), kann aber auch ein Strassencafé oder sogar eine Autofahrt sein.
  4. Offensein für unerwartete Inspirationsquellen.
    Etwas nicht Alltägliches regt meine Kreativität viel eher an als das Gewohnte. Ein Kinofilm löst nicht selten neue Ideen aus oder eine Konferenz, ungewohnte Begegnungen, ein mir bisher fremder Ort…
  5. Horizonterweiterung im Alltag suchen.
    Wer Neues entdecken will, muss „ausserhalb der Box“ denken. Innovation und Inspiration bedingen, dass ich versuche, den bekannten Rahmen zu sprengen.

Man könnte zusammenfassend auch sagen: Man muss Spass haben, wenn man auf der Suche nach frischen Ideen ist!

Dazu folgendes Zitat:

„Was wir kreative Tätigkeit nennen, sollten wir nicht „Arbeit“ nennen, weil sie das nicht ist. Ich denke, daß Thomas Edison in seinen letzten fünfzig Jahren nicht einen Tag gearbeitet hat.“
(What we callcreative workought not to be called work at all, because it isn‚t. I imagine that Thomas Edison never did a day’s work in his last fifty years.)
Stephen Butler Leacock (1869-1944), kanad. humorist. Schriftsteller

Gute Absichten sind zu wenig

„Sozialwerke und NPO’s sind im besten Fall ineffektiv, im schlimmsten Fall sind sie schädlich!“ (Harvard Strategy Professor Michael E. Porter)

Letztes Wochenende hatte ich zusammen mit meiner Frau Brigä anlässlich des EGW Jahresfestes die Möglichkeit, ein kreatives, interaktives und generationenübergreifendes Spiel mit 400-500 Teilnehmenden zu leiten. Unser Ziel war: Vom 1. Klässler bis zum Urgrosi alle zu motivieren, in ihrem Umfeld einen sozial-diakonischen Beitrag ihren Möglichkeiten, Leidenschaften und Interessen entsprechend zu leisten.
Werden die Impulse nachhaltig sein? Wir hoffen es natürlich!
Viel zu oft scheitern nämlich unsere edlen Absichten an der Umsetzung. In seinem interessanten Referat „Strategy and Leadership“ gab der Harvard Professor Michael E. Porter am Leadership Summit 2007 zu bedenken, dass viele Sozialwerke, Kirchen und andere NPO’s zwar gute Absichten hätten, in der strategischen Umsetzung jedoch völlig versagen. Ein Beispiel, das er erwähnte: „Wenn die Ausgabe einer einzigen Mahlzeit eine Obdachlosenorganisation 100 Dollar kostet, wäre es besser, den Obdachlosen Essensgutscheine für die umliegenden Restaurants zu verteilen.“
Mit einem anderen Beispiel zeigte der Referent eindrücklich auf, dass gute Absicht allein zu wenig ist: Gibt man HIV-Patienten Aids-Medikamente, kontrolliert aber die tägliche Einnahme nicht, werden diese Medikamente mit der Zeit nutzlos und es braucht viel teurere Medikamente. Die Abgabe von Medikamenten reicht also nicht. Fazit: Die beste Aidshilfe ist nicht nur Aidshilfe.
Einige Anregungen von Michael E. Porter:

  • Etwas Gutes tun ist nicht schwer, aber effektiv Gutes tun, ist schwer.
  • 2 grundsätzliche Fragen: Wem wollen wir dienen? Wie wollen wir dienen?
  • Keine Einzelperson und keine Organisation kann alle Bedürfnisse stillen, selbst wenn wir das möchten.
  • Wie können wir das Beste aus den uns anvertrauten Ressourcen erreichen? Wir sind verantwortlich dafür, was wir aus den uns anvertrauten Gütern machen.
  • Nicht Armut bekämpfen, sondern Jobs, Einkommen, Wohlstand schaffen.
  • Nicht gegen Negatives arbeiten, sondern Positives, Chancen erkennen und nutzen.
  • Hilfe zur Selbsthilfe!
  • Nicht alle Probleme lösen wollen, aber was man tut, ganzheitlich tun.
  • Gefahr: Wo keine Ziele sind, ist alles okay! Zu viele verschiedene oder gar gegensätzliche Ziele lähmen uns!
  • Positiv in unser Umfeld schauen und erkennen, was wir an Wirkung (Dienst mit Auswirkung) für unsere Umgebung schaffen können.

Wie fällt unser ehrliche Blick in den Spiegel aus? Sind wir gut im Gutes tun? Erzielen unsere zwar bemerkenswerten Aktivitäten auch wirklich die erwünschten Resultate?

Kennen Sie Ihre Stärken?

Bau auf deine Stärken und halte deine Schwächen „in Schach“.

Marcus Buckingham



Eines der herausragenden Referate am Leadership Summit 2007 war der Vortrag von Marcus Buckingham mit dem Titel „Go Put Your Strengths to Work“. Auf der einen Seite ist Buckingham ein grossartiger und sympatischer Kommunikator, dem man einfach gerne zuhört, zudem vermittelt er andererseits eine wichtige Botschaft: Setz deine Stärken ein!

Was eigentlich simpel und selbstverständlich tönt, geschieht tragischerweise viel zu selten: Gemäss Studien fixiert sich die Mehrheit der Menschheit auf ihre Schwächen statt auf die Stärken und nur gerade 17 % der Arbeitnehmer können ihre Stärken am Arbeitsplatz voll einbringen.

Unsere Schwächen-orientierte Gesellschaft lebt nach dem Motto: „So lange ich nichts sage, bin ich mit deiner Arbeit zufrieden.“ Mit anderen Worten: Wir fixieren das Negative, suchen die Fehler. Und dadurch setzen wir dann all unsere Energie darauf, ja keinen Fehler zu begehen.

Doch was könnte geschehen, wenn wir unsere Stärken identifizieren, wenn wir erkennen, wo wir gut sind und was wir gerne tun? Und was könnte geschehen, wenn wir unsere Stärken nicht nur herausfänden, sondern diese auch in unserem (Arbeits-)Alltag einbringen würden?

Ein erster Schritt kann sein, dass wir lernen, über Stärken zu sprechen – die eigenen und die der anderen. Warum immer nur sagen, was nicht gut ist? Uns und unserem Umfeld wird es besser gehen, wenn wir einander ertappen, wenn uns etwas gut gelingt, und wir uns regelmässig in unseren Stärken ermutigen!

Kennen Sie Ihre Stärken und können Sie diese einbringen?

Hier noch einige Zitate von Marcus Buckingham:

„Menschen sind unser Kapital – wenn sie nach ihren Stärken arbeiten.“

„Um Erfolg zu lernen, studiere Erfolgreiche, nicht Versager.“

„Das Risiko, nicht auf deine Stärken zu setzen und Neues zu wagen, ist grösser, als etwas zu wagen.“

„Stärke ist nicht nur was wir gut können, sondern auch gerne tun!“




Sie wollen Ihre Stärken identifizieren? Wie wärs mit einem Leben in Balance-Coaching?

Orte der Inspiration

Ich brauche Orte und Leute, die mich inspirieren und motivieren. Im Alltag finde ich diese „Momente der Inspiration“ in einem guten Buch, dem Reflektieren und Tagebuchschreiben in der freien Natur (am Liebsten ausgerüstet mit einem feinen Capuccino am wunderschönen Bielersee) oder in inspirierenden Gesprächen mit „positiven“ Mitmenschen sowie einer interessanten Runde von Freunden bei einem guten Essen (deshalb laden wir zum Beispiel regelmässig zu einem sogenannten „Eat ’n‘ Meet“ Abend ein).
Doch von Zeit zu Zeit brauche ich auch aussergewöhnliche „Orte der Inspiration“. Ein solcher Ort ist für mich der Leadership Summit von Willow Creek in der Nähe von Chicago, USA. Was mich dort immer wieder inspiriert, ist der ansprechende Mix von lebendiger, zeitgemässer, offener und doch im Glauben fest verankerten Kirche, enorm hoher Qualität gepaart mit erfrischender und ansprechender Kreativität und natürlich von den Top-Referenten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Unterhaltung und Kirche.
Letzte Woche war es wiedermal soweit: Zusammen mit meiner Frau inhalierte ich in Chicago Inspiration, Motivation und Fachwissen von Grössen wie Jimmy Carter, Richard Curtis (Drehbuchautor von Notting Hill), Colin Powell, Michael E. Porter (Professor an der Harvard Business School) und Marcus Buckingham.
Zum Leadership Summit fest dazu gehört Bill Hybels. Er hat den Summit lanciert und hat die Willow Creek Kirche vor über 30 Jahren gegründet.
Um Orte und Leute der Inspiration ging es auch in einem der Referate von Bill Hybels (Whatever You Do, Inspire Me!). Einige Gedanken aus diesem Vortrag:

  • Als Führungskraft bin ich alleine für meine Inspiration und Motivation zuständig.
  • Darum muss ich mich mit Leuten umgeben, die mich inspirieren und anspornen.
  • Ich muss meine Mission (Berufung) sowie meine Stärken klar kennen.
  • Im weiteren helfen uns Bücher, aussergwöhnlich inspirierende Leute und topmotivierende Events, unsere Energie- und Motivationslevel hoch zu halten.
  • Auch so simple Dinge, wie „körperliche Disziplin“, „motivierende Arbeitsumgebung“, „guttuende Freizeitaktivitäten“ und den „persönlichen Glauben frisch halten“, gehören zur Selbstmotivation.

Wo sind Ihre Orte der Inspiration? Haben Sie Leute um sich, die Sie anfeuern und motivieren?