Unser Happy Day

Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken.
Ferdinand Magellan

Das war ein ganz besonderes Familienerlebnis: Wir durften Teil der TV-Show Happy Day von SRF Schweizer Radio und Fernsehen sein. Mich fasziniert es, Hinter die Kulissen von solchen grossen Projekten zu sehen, Teil von etwas Grossem zu werden und spannende Leute kennen zu lernen. Es ist eine willkommene Abwechslung zum Alltag.

Und genau diese Horizonterweiterungen will ich auch meiner Familie, meinen Kindern weitergeben. Es ist eine Form, wie ich als Vater unseren Familienalltag versuche zu bereichern. Und genau das, das aktive Gestalten vom Ehe- und Familienleben ist eine weitere Glücksaktivität – genau wie Dankbarkeit, Achtsamkeit, Grosszügigkeit und all die anderen Glücksaktivitäten, mit denen wir unser Glück nachhaltig steigern können.

Unser Sohn versuchte schon mehrfach den Stock des Eishockeytorhüters seines Lieblingsclubs zu erhalten. Als wir an seinem Geburtstag einen Match besuchten, gestaltete er ein Plakat mit dieser Bitte darauf. Leider ging Jonas Hiller nicht darauf ein.

So dachten meine Frau und ich, vielleicht könnte uns Happy Day weiterhelfen. Schliesslich werden hier Wünsche wahr gemacht. Und tatsächlich: Unsere Anfrage, unserem Sohn seinen Wunsch zu erfüllen, wurde positiv aufgenommen.

So sassen wir also letzten Samstag im Fernsehstudio – meine Frau, ich und unsere Tochter etwas nervös, weil wir wussten, was kommt. Unser Sohn hingegen genoss es nichts ahnend, bei einer Livesendung zuschauen zu dürfen. Dass er selbst gleich Teil der Show würde, hatte er überhaupt nicht auf dem Radar.

Dementsprechend war er dann verdutzt, als Röbi Koller, der Moderator, seinen Namen aufrief und Janosch zusammen mit mir auf dem Sofa Platz nehmen durfte. Jetzt waren wir beide nervös … Und hinterher um eine tolle Erfahrung reicher. Stolz trug Janosch den Stock von Hiller ans Apéro, wurde von den anderen Gästen angesprochen und genoss den Augenblick.

Wer an der Küste bleibt – oder in seiner Komfortzone verharrt, nichts wagt, nie etwas Neues ausprobiert – der wird auch keine neuen Ozeane entdecken.  Ferdinand Magellan (eigentlich Fernando de Magalhaes), der portugiesische Seefahrer und Namensgeber der Magellanstrasse aus dem 15. Jahrhundert, wusste von was er da spricht.

Ein Mensch, der sein Glück gestaltet, bleibt neugierig wie ein Kind. Es ist traurig und unserem Glück nicht förderlich, wenn mit dem Alter der Entdeckergeist in uns abnimmt. Es gibt immer Neues zu entdecken!

Und genauso ist es wichtig, dass wir in unserer Partnerschaft und in unserem Familienleben neugierig bleiben. Zusammen mit Kind und Partner Neues entdecken. Oder Neues an mir selbst entdecken. Und offen sein für Neuentdeckungen bei Partner und Kinder: Vielleicht erforschen wir ein neues Talent oder Wesenszüge kommen zum Vorschein, die wir bisher noch gar nicht wahrgenommen hatten.

Glücksaufgabe

Was könnte dein (Familien)Alltag erfrischend bereichern? Welche Neuentdeckung und Horizonterweiterung kannst du in diesem Monat für dich, mit deinem Partner oder als ganze Familie einplanen?

 

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Bald ist UNO-Tag des Glücks (20. März). Wem könntest du das GlücksBuch schenken?

Krankenkasse bezahlt Glück

In einigen Schulen gibt es inzwischen das Fach Glück. Dies, weil die Glücksforschung herausgefunden hat, dass unser Glück, unsere Lebenszufriedenheit, einen Einfluss auf alle anderen Bereiche des Lebens und somit auch auf unsere (schulische) Leistungen hat.

Über diesen Zusammenhang von Erfolg und Glück habe ich letzte Woche geschrieben.

Fast die Hälfte unseres Glücksempfindens hängt von unseren Denk- und Verhaltensweisen ab, also von unserem guten Umgang mit unseren Gedanken und Gefühlen. Und wenn dies bereits den Schulkindern gelehrt wird, tun wir ihnen einen Dienst für ihr ganzes zukünftiges Leben.

In meinen Referaten – wie letzten Samstag mit „Glück ist kein Zustand“ in Wängi TG – geh ich jeweils halb im Witz, halb in Ernsthaftigkeit noch einen Schritt weiter: „Glück sollte von der Krankenkasse bezahlt werden!“

Glück ist gesund

Glück ist so gesund, dass unsere Krankheitskosten massiv gesenkt werden könnten, wenn wir nachhaltiges Glück fördern würden.

Warum ich davon überzeugt bin? Lass mich dies mit einem Zitat aus dem GlücksBuch beantworten. Darin zitiere ich die Psychologieprofessorin Sonja Lyubomirsky:

Das Glück scheint sich positiv auf sämtliche Lebensbereiche auszuwirken. Wenn wir glücklicher sind, erfahren wir nicht nur mehr Freude, Zufriedenheit, Liebe, Stolz und Staunen, wir verbessern auch andere Aspekte unseres Lebens wie unsere Energie, unser Immunsystem, unser Engagement am Arbeitsplatz, unser Verhältnis zu anderen Menschen sowie unsere körperliche und geistige Gesundheit. Wenn wir glücklicher werden, steigern wir außerdem unser Selbstbewusstsein und unser Selbstwertgefühl. Und nicht nur wir selbst profitieren, wenn wir glücklichere Menschen werden, sondern auch unsere Partner, Familien, Freunde, Bekannte und die Gesellschaft als Ganzes.

Siehst du? Glück ist sowas von gesund! Vielleicht müssten wir tatsächlich einmal eine Volksinitiative starten, damit der obige Titel so in der Zeitung stehen würde: „Krankenkasse bezahlt jetzt für unser Glück!“.

Glücksaufgabe

Lies nochmals das obige Zitat von Sonja Lyubomirsky: Welche darin beschriebenen Aspekte des Lebens wünschst du dir gegenwärtig noch vermehrt zu erleben (Freude, Stolz, Staunen, Energie, Selbstbewusstsein …)? Siehst du darin einen Zusammenhang mit deinem „Glückslevel“?

 

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Geniales Saisonfinale

Während die Mutterenergie unserem Sein durch Liebe und Geborgenheit Wurzeln wachsen lässt, bringt uns die Vaterenergie zum Fliegen.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Neulich sind wir geflogen, mein Sohn und ich. Nicht im wörtlichen Sinn, aber es fühlte sich schon sehr nach Fliegen an.

Gemeinsam glitten wir abseits der Skipiste über den gefrorenen Frühlingsschnee – es war wunderbar. Und es war genauso eine Situation, die ich meine, wenn ich davon schreibe, dass uns die Vaterenergie zum Fliegen bringt.

Weil die Familien-Saisonkarte im Vorverkauf günstiger ist, als die Wochenkarte für unsere Skiferien, sind wir seit einigen Jahren stolze Besitzer einer Saisonkarte im für uns schönsten Skigebiet (Silvretta Montafon). Und so kommt es vor, dass wir im Winter neben den fest eingeplanten Skiferien auch ein bis zwei weitere Male ins Montafon reisen.

Dieses Jahr war es die perfekte Saison: Wunderschöne Skiferien – super Wetter, super Schnee, super viele Stunden auf den anspruchsvollen Pisten (an einem Tag schaffte ich meine Lieblingsschwarzesennigratpiste gleich über ein Dutzend Mal).

Neben den Skiferien gab es zwei absolut geniale Kurztrips, die beide mit diesem Fliegen und der Vaterenergie zu tun hatten: Nach einem tollen Referentenweekend in der Ostschweiz holte mich mein Vater nach dem letzten Einsatz ab und gemeinsam verbrachten wir danach zwei wunderbare Tage im Montafon.

Was für eine schöne Vater-Sohn-Zeit: Stunden vom Diskutieren, tolles Skifahren, feines Essen. Das hat uns wirklich zum Fliegen gebracht und unsere Beziehung gestärkt. Ich geniesse es, einen immer noch jungen (oder sollte man inzwischen sagen „jung gebliebenen“?) Vater zu haben, der ernsthaft interessiert Anteil an meinem Leben nimmt und mit dem ich aktiv etwas unternehmen kann.

Und zum Saisonabschluss war ich nun also mit meinem Sohn für zwei Tage auf den Skipisten. Es war einfach genial und solche Papi-Sohn-Zeiten sollten eigentlich ins Pflichtprogramm von jedem Vater gehören. Sie tun einfach beiden gut!

Es muss ja nicht gleich das Ski-Weekend sein, aber schön ist es schon, wenn das möglich ist: Frühmorgens geht die Reise los, gemeinsam den Stau am Gubrist ausstehen, dann rauf auf den Berg, sich einigen, welche Skipisten gefahren werden, mitgebrachtes Sandwich geniessen, Hotel suchen, gemeinsam einchecken, Abendprogramm festlegen … All das sind wertvolle Erfahrungen und das gemeinsame Erleben dieser Dinge schweisst unheimlich zusammen.

Und so richtig zum Fliegen brachte uns eben am zweiten Tag, als wir gemeinsam abseits der Piste praktisch für uns alleine unsere Kurven in den Hang ziehen konnten. Erst wollte mein Sohn nicht – er hatte grossen Respekt davor, die Piste zu verlassen. Ich konnte ihn damit überzeugen, dass andere vor uns da auch schon durchfgefahren sind. Zuerst war vor allem Gleiten und Schieben angesagt – mein Sohn wollte schon fast aufgeben, es war ihm zu anstrengend, der Stock war kaputt und überhaupt hatte er einfach Bedenken, was da noch auf uns warten würde.

Es brauchte schon einiges Zureden von mir (und ich wusste ja selbst nicht, was genau da noch kommen würde). Schliesslich standen wir dann oben an einem schönen Hang: nicht zu steil, aber doch so, dass wir einige schöne Kurven ziehen konnten. Und danach ging es zurück an einem Bach entlang zur Skipiste. Es war fantastisch und am Ende war auch mein Sohn überzeugt, dass sich der Ausflug neben die Piste lohnte.

Ich traute meinem Sohn etwas zu, dass er sich selbst nicht zutraute. Und gemeinsam erlebten wir etwas, das für ihn Neuland war. Ich bin überzeugt, dass genau diese Dinge unsere Kinder zum Fliegen bringen. Und dafür sind wir Väter verantwortlich!

 

Im GlücksBlog schreibe ich zu den fünf Bereichen, die zu einem Leben in Zufriedenheit gehören. Diese Woche geht es um den Bereich Erfülltes Liebes- und Familienleben.

 

Glücksirrtum Nr. 9: Glück ist käuflich

Mehr Gelassenheit im Erziehungsalltag
macht nicht nur unsere Kinder glücklicher,
auch 
wir werden mehr Zufriedenheit erleben.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Sicher haben Sie den Spruch aus der Werbung dieser Kreditkartenorganisation auch schon gesehen: „Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen. Für alles andere gibt es Mastercard.“

Was macht jetzt glücklicher, der erste Teil des Spruchs oder doch der zweite Satz? Macht eine (gedeckte) Mastercard glücklich?

Der Spruch ist insofern verblüffend, weil zugegeben wird, dass nicht alles käuflich ist. Die Werbung versucht uns ja sonst vor allem mit viel Emotionen zu suggerieren, dass – wenn wir uns nur für das richtige Produkt oder die richtige Dienstleistung entscheiden – uns das Glück wie von selbst zufliegen wird.

Meine Erfahrung ist: Trotz gedeckter Mastercard machen die Dinge, die man nicht kaufen kann, glücklicher als „alles andere“. Darum geht es beim vorletzten Glücksirrtum um den Irrglauben, das Glück sei käuflich.

Begegnungen statt Konsum

Neulich bin ich zusammen mit meiner Familie von Basel mit dem Auto nach Hause gefahren. Kurz vor Egerkingen eröffnete sich uns ein wunderbarer Blick auf die Alpen. Die Strecke bin ich schon oft gefahren und bei guter Fernsicht können die Berge auch bei uns im Seeland bestaunt werden, aber das Panorama war in diesem Moment einfach fantastisch: Von links bis rechts eine riesige Bergkette.

Das war so ein nicht käuflicher Moment für uns als Familie: Staunen, Ergriffenheit, Dankbarkeit.

Ab und zu geniesse ich auch gerne für mich alleine: Einen Skitag, ein Vollbad mit gutem Buch, Zeit in der Natur um den Kopf zu „verlüften“ …

Doch noch viel öfters erlebe ich das Glück im Zusammensein mit anderen Menschen. Es sind diese Begegnungen, die meinem Leben seine Qualität gibt – und nicht mein Konsumverhalten. Begegnungen mit alten Freunden, die Gemeinschaft in einem Team mit demselben Ziel, die Zufallsbegegnungen mit mir bisher unbekannten Menschen, die gemeinsamen Erlebnisse als Familie, die anregenden Gespräche bei einem guten Essen, das Anteilnehmen an der Geschichte meines Gegenübers … Diese Dinge machen mein Leben reich und diese Dinge sind auch ohne Mastercard zu haben!

Mehr Gelassenheit im Familienalltag

Wenn wir in unserem Alltag – und auch gerade in unserem Erziehungs- und Familienalltag – mehr Gelassenheit statt Verbissenheit aufkommen lassen, wird das nicht nur uns selbst gut tun, auch unsere Kinder werden glücklicher sein.

Gelassenheit hat ganz viele Facetten. Im Familienalltag denke ich dabei an aufgestellte Regeln oder Essgewohnheiten – da täte uns Eltern oft etwas mehr Gelassenheit ganz gut. Aber eben auch ans Thema, das ich hier diskutiere: Gelassenheit auch da, wo man versucht ist, dem Glücksirrtum, Glück sei käuflich, zum Opfer zu fallen. Konsumverwöhnte Kinder sind nicht glücklicher als andere! Im Gegenteil: Was uns als Familie glücklich macht, sind gemeinsame Erlebnisse – und das müssen nicht gekaufte Erlebnisse sein!

Investieren wir doch in Begegnungen statt in immer mehr Konsum. Denn:

Ob Faktenlage, gesunder Menschenverstand oder persönliche Erfahrungen – eigentlich ist es uns völlig klar, dass am Ende nicht der Platz auf der Karriereleiter oder der Stand der Börse glücklich machen, sondern dass erfüllende Beziehungen das Wesentliche im Leben sind. Trotzdem bereuen die meisten Menschen auf dem Sterbebett, dass sie sich nicht mehr Zeit für Beziehungen genommen haben. (aus dem GlücksBuch)

 

LESEN SIE WEITER:

"Es tut mir leid!"

Vergeben wärmt das Herz und kühlt die Wunde.
Adolphus W. Ward

Kürzlich hab ich mir an meinem „Papitag“ mal wieder Ärger mit einem unserer Kinder eingehandelt: Am Mittagstisch war noch alles im grünen Bereich – schliesslich hab ich ja auch ein Essen aufgetischt, bei dem nicht viel schief gehen konnte…

Bevor die Kids wieder Richtung Schule loszogen, schmiedeten wir noch die Pläne für die zweite Nachmittagshälfte: Der Sohn will, wie eigentlich jeden Nachmittag, nach der Schule noch auf dem Schulhausplatz Hockey spielen. Die Tochter wäre glücklich, wenn sie eine Runde auf den Inline-Skates drehen könnte. „Alles klar, dann treffen wir uns doch nach der Schule bei mir im Büro“, war mein Vorschlag, da sich mein Büro direkt neben dem Schulhaus befindet.

Leider war aber nicht alles klar: Getroffen haben wir uns schon bei mir im Büro. Aber das ich zur mehr oder weniger konkret ausgemachten Zeit mitten in einem Schreibprozess, der meine volle Aufmerksamkeit erfordert, sein würde, war nicht Teil der Abmachung. Mit mir hab ich das schon mehr oder weniger so abgemacht, aber meine allzu korrekte Tochter verstand unsere Vereinbarung anders.

Mein Vorschlag, sie könnte doch jetzt hier vom Büro aus die gewünschte Skatertour machen, kam nicht wirklich gut an. Also, gar nicht wirklich gut! Sie verstehen, was ich meine… Auf jeden Fall fühlte ich mich in meinem Schreibprozess arg gestört, der Stresspegel erhöhte sich und ich war nicht mehr der liebevolle, verständliche Vater. Sie verstehen immer noch, was ich meine, oder?

Den eigenen Stolz überwinden

Irgendwie brachte ich meinen Artikel zu Ende und verliess mit meiner ungeduldig wartenden Tochter das Büro.

Später, als unsere Tochter in ihrem Zimmer an den Hausaufgaben sass, tat mir der Vorfall leid. Einmal mehr war es mir nicht gelungen, klar zu kommunizieren. Und einmal mehr bin ich in die „Nur noch rasch dies und das erledigen!“-Falle getappt. Unvorhergesehenes kam dazwischen und so konnte mein Plan nicht aufgehen – und meine Tochter landete deshalb in der „Warteschlaufe“.

Beim darüber Nachdenken fragte ich mich: „Kann ich jetzt zu meiner Tochter gehen, sie in den Arm nehmen und sagen: ‚Es tut mir leid!‘?“ „Aber trage wirklich ich alleine die Schuld? Im Büro wurde mein Plan ja von anderen durcheinander gebracht. Und überhaupt: Ist es zu viel verlangt, dass die eigenen Kinder die Arbeit ihres Vaters respektieren und verständnisvoll warten?“

Und so rang ich ein, zwei Minuten mit mir und spürte, dass es irgendwo auch eine Frage des Stolzes ist: Über den eigenen Schatten springen, zugeben, dass ich einen Fehler gemacht hab und meine Tochter, die mich gerade noch so gereizt hat, umarmen?

Ich konnte und ich wollte und es tat gut!

 

UNSERE EMPFEHLUNGEN FÜR DIE ENTDECKUNGSREISE

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Als meine Kinder selbständig wurden

Die Vaterliebe gestattet uns, mit all den wunderbaren Wurzeln etwas Gutes anzufangen. Sie bringt uns das Fliegen bei.
Richard Rohr 

Das Telefon klingelt. Am anderen Ende eine Kinderstimme: „Papi, was ist eine beschichtete Pfanne?“ Hundert Gedanken rasen mir durch den Kopf: „Wow, meine Kinder wollen kochen.“ „Muss ich das verbieten, wenn keine erwachsene Person im Haus ist?“ „Ich freu mich auf die gemeinsame Mahlzeit.“ „Sollte ich sofort nach Hause fahren und alles kontrollieren?“ „Die schaffen das alleine.“ „Was, wenn zwischen den Kids ein Streit ausbricht?“ „Ist das mit Mami abgesprochen?“

Meine Kinder überraschen mich an diesem normalen Tag! Nachdem ich das Rätsel um die beschichtete Pfanne lösen konnte und mit unseren Kindern Janosch Noah (8 Jahre) und Joy Nina (11 Jahre) vereinbarte, dass ich in rund 15 Minuten vom Büro nach Hause komme, bereiten sie ein einfaches, aber köstliches Mittagessen vor und ich schliesse in grosser Vorfreude meine Arbeit ab.

Daheim angekommen ist weder das Haus abgebrannt noch liegen sich die Kinder in den Haaren. Im Gegenteil: Voller Stolz bitten sie mich zu Tisch und wir geniessen eine leckere Mahlzeit zu dritt, während meine Frau für eine Sitzung unterwegs nach Zürich ist. Das Vaterherz springt vor Freude – wie gross und selbständig unsere Kids doch schon sind!

Neben meinem fixen „Papi-Tag“ springe ich auch hin und wieder je nach Terminplanung meiner Frau an anderen Tagen für die Betreuung ein. So auch an diesem Nachmittag. Da gerade Ferienzeit ist und die Kinder keine weiteren Verpflichtungen haben, beschliessen wir, meine Mutter an ihrem Arbeitsplatz, dem Bahnhof Biel, zu besuchen. Das frühlingshafte Wetter bietet sich an, dies per Fahrrad zu tun.

Und so bin ich mit meinen Kindern dem Kanal entlang unterwegs und geniesse die schöne Landschaft des bernischen Seelands. Auf einmal fällt mir auf: Ich musste weder lange Motivationsreden schwingen, noch als Supervisor die Geschehnisse überwachen, bis auch wirklich alles gepackt, Jacke angezogen und Fahrrad gesattelt war. Nein, meine Kinder mussten nicht angetrieben und die Kleidung nicht kontrolliert werden. Das Vaterherz springt ein weiteres Mal vor Freude – wie gross und selbständig unsere Kids doch schon sind!

Am Abend wird dem Mami eifrig von diesem ereignisreichen Tag erzählt. Etwas ungläubig schaut mich meine Frau an (und fragt sich insgeheim: „Wie hat er das hingekriegt?“), erzählt ihrerseits von der als anstrengend erlebten Besprechung. Müde beschliessen wir, frühzeitig zu Bett zu gehen. Und da gibt es nochmals eine Überraschung, die gut zu diesem Tag passt: Wir sollen nur zu Bett gehen, meinten unsere Kinder, sie würden dann später auch gehen.

Eine weitere Premiere an diesem Tag: Unsere Kinder gehen nach uns schlafen. Ein letztes Mal springt das stolze Vaterherz an diesem Tag vor Freude – wie gross und selbständig unsere Kids doch schon sind!

Dieser Artikel ist auch in der Kolumne Tankstelle für Männer der Zeitschrift Family (6/2014) erschienen.

WEITERFÜHRENDE ANGEBOTE

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Wie werden wir stark?

In dir muß brennen, was du in anderen entzünden willst.
Augustinus

Kürzlich durften wir für zehn Familien ein Timeout-Weekend gestalten. Als ich dafür den Seminarblock „Starke Kinder, starke Eltern – starke Familie“ vorbereitete, stöberte ich in Büchern, Referaten und Blogartikeln. Da sagte meine Frau locker: „Ist doch ganz einfach: Jeder muss zufrieden mit sich selbst sein und man muss als Paar am gleichen Strick ziehen, das ergibt dann eine starke Familie.“

Formeln sind ja so schön, weil sie das komplexe und komplizierte Leben in eine klare Logik pressen. Und genau darum bin ich in der Regel ziemlich skeptisch, wenn jemand Sätze mit „Ist doch ganz einfach“ beginnt. Das „one-size-fits-all“-Prinzip wird dem realen Leben zu oft nicht gerecht. Darum verkaufen wir in unseren Seminaren und Coachings keine allgemeingültige Rezepte. So einfach ist das Leben – und vor allem der Familienalltag – leider nicht. Wir helfen zur Selbstreflexion, also zum Nachdenken über die eigene Situation. Wir begleiten im Entdecken von eigenen, kreativen Lösungsansätzen. Jeder ist ein Original – darum kann es nicht Lösungen geben, die für jeden passen.

Trotzdem nahm ich die Anregung meiner Frau als Arbeitsthese für besagtes Timeout-Weekend für Familien: Selbstzufriedenheit + Paar/Eltern als Team = starke Familie.

Selbstzufriedenheit der Eltern

Einmal mehr musste ich an das bekannte Zitat von Augustinus (siehe oben) denken: Was wir unseren Kindern weitergeben wollen, muss zuerst in uns selbst brennen.

Ich vermute (nein, ich hoffe!), dass alle Eltern ihren Kindern einen starken Selbstwert und ein grosses Selbstvertrauen mit auf den Weg geben wollen.

Gut so! Doch: Brennen diesen beiden Dinge auch in uns selbst? Wie steht es mit meinem Selbstwert und Selbstvertrauen?

Unter Selbstwert verstehen wir: Ich bin ein einzigartiges, wunderbares Geschöpf Gottes. Ich bin wertvoll, weil ich lebe. Meinen Wert habe ich durch Geburt, nicht durch Leistung.

Mit Selbstvertrauen meinen wir: Ich traue mir etwas zu. Ich weiss, dass ich etwas leisten kann.

Ja, genau diese beiden Dinge will ich meinen Kindern weitergeben. Doch was ich weitergeben will, muss zuerst in mir leben. Darum gab ich während dem grössten Teil des erwähnten Seminarblocks Anregungen zur Selbstzufriedenheit weiter. Dabei orientierte ich mich am „Säen – Schlafen – Ernten„-Zyklus.

Wurzeln und Flügel

Zu dem, was die Eltern zu einem starken Team macht, gäbe es viel zu sagen. Angefangen bei einer konstruktiven Paar-Kommunikation über gemeinsame Ziele bis zur konkreten Gestaltung des Beziehungsalltages.

Ich beschränke mich auf den Hinweis auf das „Wurzel & Flügel„-Konzept, welches ich an dieser Stelle schon öfters vorgestellt habe.

Die Wurzeln sind ein Bild für die Mutterenergie und stehen für Geborgenheit, verwurzelt sein. Wir können auch sagen: Die Wurzeln haben mit Selbstwert zu tun.

Die Flügel sind ein Bild für die Vaterenergie. Es geht darum, dass unseren Kinder etwas zugetraut wird, ja, dass wir sie beflügeln. Die Flügel haben also mit Selbstvertrauen zu tun.

Wenn es uns gelingt, dass wir mit uns selbst im Reinen sind, in guter Balance leben und uns unseres eigenen Wertes bewusst sind, haben wir den ersten Teil geschafft. Sind wir dann noch als Paar ein Team, dass den Kids Wurzeln und Flügel schenkt, sind wir auf dem besten Weg zu einer starken Familie.

Einige Charaktereigenschaften einer starken Familie gibt uns Mihaly Csikszentmihalyi in seinem Buch FLOW – Das Geheimnis des Glücks weiter und habe ich im Artikel Starke Kinder vorgestellt.

WEITERFÜHRENDE ANGEBOTE

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Starke Kinder

Wenn man von den Angehörigen seines Wertes versichert wird,
gewinnt man die Kraft, Risiken einzugehen.

Mihaly Csikszentmihalyi (in: FLOW – Das Geheimnis des Glücks)

Als Eltern ist es eine wichtige Aufgabe, den Kindern Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben. Wer einen gesunden Selbstwert hat, traut sich etwas zu. Leider sind wir Erwachsenen uns auch nicht immer unseres Wertes bewusst. Darum ist es wichtig, dass wir einander stärken – damit wir wiederum andere (z.B. eben unsere Kids) stärken können!

Aber wie tut man das? Gerade diese Woche habe ich beides erlebt: An einem Tag war ich so stolz auf eines meiner Kinder, als es sich etwas mutiges zugetraut hatte und sein selbst gestecktes Ziel ohne irgendwelches Zutun von uns Eltern anpackte und im wahrsten Sinn des Wortes den Sprung ins Wasser wagte. Kaum 24 Stunden später, dasselbe Kind, panische Angst vor einer Aufgabe, die es eigentlich ohne Nervenflattern hätte packen können. Aber es ging nicht, mein gestern noch so mutiges Kind war wie gelähmt.

Unsere Kinder zu stärken und zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranreifen zu lassen, ist eine grosse Aufgabe. Dabei werden wir Fortschritte feiern können, müssen aber auch Rückschläge in Kauf nehmen.

In seinem „FLOW-Buch“ erzählt Mihaly Csikszentmihalyi von einer Studie (von Kevin Rathunde, Universität von Chicago), die aufzeigte, unter welchen Umständen sich Teenager zu glücklicheren, zufriedeneren und stärkeren Persönlichkeiten entwickelten. Kaum erstaunlich: Massgebend war die Beziehung zu ihren Eltern.

„Der Familienkontext, der optimale Erfahrungen fördert, wies fünf Eigenschaften aus“, schreibt Mihaly Csikszentmihalyi. Und zwar sind das:

  • Klarheit: Die Erwartungen der Eltern an die Kids sind klar. „Ziel und Feedback innerhalb des Familiensystems sind eindeutig.“
  • Zentrierung: Die Kinder erleben, dass ihre Eltern an ihren Gefühlen und Erfahrungen interessiert sind. Und zwar mehr als an den schulischen Leistungen.
  • Wahlmöglichkeit: Kinder haben die Möglichkeit, selbst Entscheidungen zu treffen. Sie haben eine Reihe von Optionen aus denen sie auswählen können und lernen die Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu tragen (auch wenn sie sich zum Beispiel dafür entscheiden, eine elterliche Regel zu brechen).
  • Bindung: Das Kind baut Vertrauen auf, senkt seine Verteidigungsbarrieren und kann sich vertieft dort investieren, wo seine Interessen liegen.
  • Herausforderung: Den Kindern wird ihrem Alter und ihren Möglichkeiten entsprechend ein Umfeld geboten, in dem sie zunehmend grössere und komplexere Aufgaben zu lösen haben.

Abschliessend stellt der Flow-Erfinder die genannten Eigenschaften mit den Kennzeichen einer Flow-Erfahrung in Verbindung und schreibt:

Kinder, die in Familiensituationen gross werden, die eindeutige Ziele, Feedback, das Gefühl von Kontrolle, Konzentration auf gegebene Aufgaben, intrinsische Motivationen und Herausforderungen bieten, werden allgemein eine bessere Chance haben, ihr Leben so zu ordnen, dass flow möglich wird.

 

WEITERFÜHRENDE ANGEBOTE

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

So machen Sie Ihre Kinder (un)glücklich!

Seine Freude in der Freude des anderen finden können,
das ist das Geheimnis des Glücks.

Georges Bernanos

Diese Woche ging für unseren Sohn ein langersehnter Wunsch in Erfüllung: Er durfte seinen Freund ins Fussballtraining begleiten. Er war richtig kribbelig und hätte am liebsten schon Stunden vor dem Training die Schoner montiert und die Fussballschuhe geschnürt. Und nach dem erstmaligen Mittun im FC-Training erzählte unser Sohn mit leuchtenden Augen: „Dank einem Tor von mir gings in die Verlängerung!“. Was für ein Einstand…

Freuen sich die Kinder, ist auch die Freude der Eltern gross. Und eigentlich wäre es ja oft ganz schön einfach, mindestens wenn wir dem Rat der Kinder folgen würden, unseren Nachwuchs glücklich zu machen: Solange wir die Wünsche unserer Kinder zeitnah erfüllen, sind sie zufrieden und stellen den Eltern ein gutes Zeugnis aus.

So sehr ich dem obigen Zitat zustimme, wenn wir auf diese Art unsere Freude von der Freude unserer Kinder abhängig machen, müssen wir uns auf massive Nebenwirkungen einstellen. Das kann nicht lange gut kommen! Das mag einerseits an unserem beschränkten Geld- und Zeitbudget liegen, das nicht alle Wünsche erfüllen kann. Anderseits, und vor allem, liegt es an unserer menschlichen Natur, genauer an unserem Lustzentrum. Eine wunderbare Erfindung des Schöpfers, dazu gedacht, die Freuden des Lebens intensiv wahrzunehmen und zu geniessen, wird in unserer Gesellschaft zunehmend missbraucht. Dieser Missbrauch führt uns in eine Sackgasse: „Wir haben in unserer Suche nach Freude und Lust den Bogen überspannt, mit dem Ergebnis, dass wir gegenüber eben dem Schönen, das wir so eifrig suchen, abgestumpft sind.“ So beschreibt es der Psychologe und Hirnforscher Archibald Hart in seinem Buch Wer zu viel hat, kommt zu kurz.

Konkret: Das Lustzentrum bewirkt, dass sich die Befriedigung unserer Wünsche zu einem Bumerang entwickeln und wir süchtig nach dem nächsten „Kick“ werden. Und wie es zu einer Sucht gehört, braucht es in immer kürzeren Abständen eine immer höhere Dosis. Mit dem Effekt, dass an einem gewissen Punkt die Reizschwelle zur Lustempfindung so hoch ist, dass wir kaum mehr Freude in unserem Leben erfahren. Das Resultat: Wir leiden an Anhedonie, also an Lustverlust.

Leider sind die heutigen stressigen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten sowie ein Erziehungsstil, der den Kindern jeden Wunsch von den Augen liest, beste Fördermittel für die Anhedonie-Falle.

Zurück zu unserem fussballbegeisterten Sohn: Auch wenn es sich nicht gut anfühlt, wenn wir ihm seine Wünsche nicht sofort erfüllen, ist es ganz gut so. Es wäre einfacher für uns gewesen, wenn wir schon vor Monaten unsere Zustimmung fürs Fussballtraining gegeben hätten. Ein Nein kostet etwas, doch wer seine Kinder vor der Lustverlust-Falle bewahren will, befriedigt nicht einfach jede Lust seiner Kinder.

 

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Befreit die Kinder vom Stress

Das Wohl und die Zukunft unserer Kinder stehen auf dem Spiel,
weil sie von den ersten Lebensjahren an
unablässig unter Stress stehen.
Archibald Hart (in: Wer zu viel hat, kommt zu kurz

Es ist ein düsteres Bild, das Archibald Hart in seinen Büchern und Seminaren malt: Depression ist heute eine Epidemie geworden – auch unter den Jugendlichen. Und wenn wir so weiterfahren, werden in Zukunft praktisch alle Teenager von Depressionen betroffen sein.

In seinem Buch Wer zu viel hat, kommt zu kurz widmet der Psychologe und Hirnforscher Archibald Hart den Herausforderungen, in denen Kinder (und ihre Eltern) heute stecken, ein ganzes Kapitel. Der Autor mahnt dort gleich zu Beginn:

„Unsere Kinder sind heute in grosser Gefahr, aber nur wenige sehen das. Von Vorschulkindern bis Teenagern ist eine ganze Generation auf dem Weg in ein Leben ohne Freude, aber kaum jemand nimmt Notiz davon, ja Eltern, Medien und unsere ganze Kultur treiben die Kinder noch weiter an auf diesem Weg.“

Hilft es, wenn ich noch erwähne, dass der Autor aus den USA stammt? „Aha, kann sein, dass es dort so ist. Aber bei uns doch nicht!“ Tatsächlich sind die vielen alarmierenden Studien, die im Buch zitiert werden, vor dem amerikanischen Hintergrund zu lesen. Doch wir tun uns und vor allem unseren Kindern ganz bestimmt einen Bärendienst, wenn wir die mahnende Stimme nicht ernstnehmen und mit dem Argument abtun, bei uns sei das mit dem Stress bei den Kindern nicht halb so schlimm.

Aus den Studien und Ausführungen von Archibald Hart lassen sich nämlich sehr wohl Parallelen zum deutschsprachigen Raum herstellen. Die Liste der Herausforderungen und Gefährdungen der Kinder ist lang:

  • Die Multitasking-Generation beschäftigt sich zwar nicht unbedingt länger mit elektronischen Medien als die Kinder vor ihnen, doch heute ist diese Zeit von Parallelkonsum geprägt: Alle „i-Geräte“ auf einmal benutzen und dabei noch die Hausaufgaben machen…
    Gewiss bringen die Multitasking-Fähigkeiten der Jugendlichen auch einige positive Fertigkeiten mit sich. Doch über allem gesehen, muss Multitasking und der hohe Medienkonsum sehr kritisch betrachtet werden. Ein Psychiater sagt es treffend: „Die Frage ist nicht so sehr: Was tue ich meinem Gehirn an mit all den Videospielen?, sondern: Was tue ich meinem Leben an mit all den Dingen, zu denen ich nicht mehr komme?“
  • Ungezähmtes Konsumverhalten: Unsere Gesellschaft, nicht nur unsere Kinder, sind von der Idee gefangen, alles sofort haben zu können, was wir gerade wollen. „Freude, die sofort kommt, ist auch sofort wieder weg“, schreibt Archibald Hart dazu.
  • Überforderung mit Langeweile: Wir sind heute nicht mehr fähig, eine gewisse Zeit lang nichts zu tun. Und weil diese Langeweile gerade für Jugendliche furchtbar ist, suchen sie andauern nach Ablenkung, Action und schlussendlich Reizüberflutung.
  • Das Problem mit den ehrgeizigen Eltern: Der an und für sich ehrbare Wunsch, dass es unseren Kindern gut geht, trägt so manche ungeniessbare Frucht! Von Überbehütung durch ständige Kontrolle zu Überforderung durch überhöhte Erwartungen bis hin zu Überstimulation durch Frühförderung und Freizeitstressprogramm.

Den Ausführung von Archibald Hart fehlt es nicht an Dringlichkeit. Zusammen mit ihm ruf ich uns als Eltern zu: Nehmen wir uns Zeit für unsere Kinder, befreien wir sie vom Stress! „Kinder, deren Tag lückenlos verplant ist, können nicht mehr träumen, sich nicht mehr ihrer Fantasie hingeben, nicht mehr ihre eigene kleine Welt gestalten.“ Die Folgen davon sind erschreckend.

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.