Als Führungskraft lernend bleiben

Ich war 25jährig, gut ein Jahr verheiratet, voller Träume und Erwartungen. Als Paar hatten wir gerade unsere erst (und bisher einzige) Rundreise genossen – 14 Tage durch die schönsten US-Nationalparks, inkl. romantischem Besuch des Delicate Arches (obwohl der Aufstieg bei der grossen Hitze nicht ganz so romantisch war, wie ich mir dies vorgestellt hatte).

Nun waren wir nach Chicago weitergeflogen und sassen mit tausenden Führungskräften im Auditorium und ich wusste nach den ersten fünf Minuten, dass dies der richtige Entscheid war: Unser erster Global Leadership Summit.

Eröffnet wurde dieser Leadership-Kongress mit einem musikalischen Feuerwerk. Äusserst kreativ und inspirierend ging es in den nächsten Tagen weiter. Ich weiss noch gut, wie wir auf dem Balkon sassen und uns der Stardirigent Benjamin Zander dazu brachte, im grossen Chor Beethoven zu singen, als hinge unser Leben an dieser einen Performance.

Mit dieser Übung unterstrich er, dass wir als Führungskräfte immer wieder „out of the box“ denken müssen. Das begleitet mich bis heute – und ich versuche nun schon fast 20 Jahre immer wieder kreative, nicht ganz alltägliche Lösungsansätze zu finden.

Leadership – egal in welcher Branche – sucht immer wieder Horizonterweiterung, neue Denkweisen und Kreativität. Die Kunst der Führung zeigt sich unter anderem darin, dass wir den Mut haben, abgetretene Pfade zu verlassen und uns auf Neues einzulassen.

Die einzige Konstante ist die Veränderung – darum brauchen wir dieses „out of the box“-Denken!

Diesem ersten Global Leadership Summit – kurz: GLS – verdanke ich sehr vieles.

Seither konnte ich etliche weitere Male live beim GLS in Chicago dabei sein. Inzwischen darf ich als Willow Creek Schweiz Geschäftsführer die jährliche Studienreise an den GLS begleiten.

Was für ein Vorrecht! Über all die Jahre durfte ich von Dutzenden Weltklasse-Speakern profitieren – von Jim Collins genauso wie Marcus Buckingham, von Melinda Gates genauso wie Brené Brown oder von Ed Catmull, Adam Grant, Bill Hybels, Bono, Sheila Heen, Horst Schulze, Sheryl Sandberg …

Diesen August ist es wieder so weit und ich freue mich schon sehr auf Simon Sinek oder Erwin McManus.

Setze auf deine Stärken

Eine der wichtigsten Lektionen über all die Jahre kam von Marcus Buckingham. Seine Thema der Stärkeorientierung war mir damals nicht neu – in meinem kirchlichen Umfeld versuchten wir bereits nach diesem Ansatz zu leben: Jeder hat besondere Fähigkeiten (Gaben). Alle gewinnen, wenn jeder seine besonderen Stärken einbringen kann.

Doch was Buckingham ausführte, erschütterte und ermutigte gleichzeitig: Nicht einmal 20 % der Arbeitnehmenden können ihre Stärken am Arbeitsplatz wirklich einbringen.

Erschütternd ist diese Tatsache, weil wir oft in einer „Schwäche-Kultur“ leben: Fehler ausmerzen, statt auf Stärken aufzubauen.

Unsere Schwächen-orientierte Gesellschaft lebt nach dem Motto: „So lange ich nichts sage, bin ich mit deiner Arbeit zufrieden.“ Mit anderen Worten: Wir fixieren das Negative, suchen die Fehler. Und dadurch setzen wir dann all unsere Energie darauf, ja keinen Fehler zu begehen.

Ermutigend waren die Ausführungen, weil sie zum Träumen einluden: Was könnte geschehen, wenn wir unsere Stärken identifizieren, wenn wir erkennen, wo wir gut sind und was wir gerne tun? Und was könnte geschehen, wenn wir unsere Stärken nicht nur herausfänden, sondern diese auch in unserem (Arbeits-)Alltag einbringen würden?

Wenn wir unsere Stärken einbringen, gewinnen alle!

Das sagt auch die Glücksforschung.
Denn: Die Möglichkeit, unsere Stärken auszuleben, ist ein wichtiger Glücksfaktor.

Du bist glücklicher, wenn du im Bereich deiner Stärken tätig bist. Und deine Organisation (Profit oder Non-Profit) gewinnt doppelt:
– Die Stärken der Mitarbeitenden ist ein wichtiges Kapital.
– Glückliche Mitarbeitende sind auch engagiertere Mitarbeitende.

 

Glücksaufgabe

Setzt du schon auf deine Stärken oder versuchst du noch Fehler auszubügeln? Und als Führungskraft: Schaffst du ein Umfeld, das auf die Stärken der Mitarbeitenden basiert?

Was kann der nächst Schritt sein, um deine Stärken zu entfalten? Und was kannst du in deinem Umfeld unternehmen, damit aus der Schwächen-Orientierung eine Stärken-Orientierung wird?

Als in Studen die Uhr stehen blieb

Heute ist in meinem Dorf ein Freudentag: Das unsägliche Leid der letzten Monate hat ein Ende gefunden. Die Uhr am alten Schulhaustürmchen funktioniert wieder!

Den Kredit zur Reparatur hatten wir im Gemeinderat schon längst gesprochen, Lieferschwierigkeiten der beauftragten Firma führten jedoch zu diesem wochenlangen zeitlosen Zustand in Studen.

Dies führte natürlich dazu, dass sich die netten bis weniger netten und witzigen Bemerkungen immer mehr häuften und wir in Studen schon etwas zur Lachnummer wurden: „Wenn ich im Lotto gewinne, werde ich Studen einen neue Turmuhr spendieren“, schrieb mir beispielsweise jemand von ausserhalb.

Aber die Situation hat auch ihr Gutes: Unsere Kinder hatten immer eine Entschuldigung, wenn sie zu spät nach Hause kamen. „Ah sorry, die Uhr hatte erst viertel vor sechs.“

Und ich staunte, wie hartnäckig unser Hirn doch ist. Ich wusste ja schon längst, dass die Uhr nicht mehr funktioniert. Und doch schaute ich bei jedem Vorbeigehen darauf und wollte mich versichern, ob ich pünktlich zum nächsten (Sitzungs)Termin oder zur Zugsabfahrt unterwegs bin.  „Ach ja, es ist immer noch viertel vor sechs.“

Doch heute ändert sich alles: Die Uhr funktioniert wieder, die Zeit geht auch in Studen wieder ihren normalen Lauf.

Im Jetzt leben

Eine stehengebliebene Uhr zeigt immerhin zwei Mal am Tag die richtige Zeit an. Da ist es bei uns Menschen schon etwas komplizierter: Bei uns ist es möglich, dass unser Lebensgefühl noch viel seltener „im Moment“ ist.

Immer ein Tick zu spät oder schon einen Schritt voraus. Kennst du das?

Es gibt Menschen, die klammern sich mit verklärtem Blick an die Vergangenheit:
„Früher war alles besser!“
„Als die Kinder klein waren, hatten wir es als Familie noch gut.“
„In meinen ersten Berufsjahren hatte ich noch nicht so einen grossen Druck.“
„Wie toll war es, als mein Körper diese langen Bergwanderungen noch zuliess …“

Die andere Gruppe Menschen besteht aus denen, die gedanklich immer schon in der Zukunft leben:
„Wenn ich Abteilungsleiter werde, kann ich endlich umsetzen wovon ich träume“.
„Sind die Kinder endlich aus dem Haus, wird unsere Ehe neu aufleben.“
„Bin ich erst einmal finanziell abgesichert, werde ich mein Leben geniessen.“
„Wenn ich …, dann …!“

Im GlücksBuch schreibe ich dazu:

Beide, der Visionär und der Nostalgiker, haben im Grunde dasselbe Problem: Die Gegenwart kann nie so gut sein, wie die Vergangenheit es war oder die Zukunft es sein wird. Natürlich malt der Nostalgiker die Vergangenheit in seinen Gedanken farbiger, als sie in Wirklichkeit war. Und ganz bestimmt malt sich der Visionär die Zukunft vollkommener aus, als sie in der realen Welt sein wird.

„The time is now!“ habe ich letzte Woche in einem Referat gehört. Das muss ich mir immer wieder sagen. Als Visionär neige ich dazu, in der Zukunft zu leben. Aber was zählt, ist der Moment:
„Ich fokussiere mich auf diese Begegnung gerade hier und jetzt.“
„Die Arbeit, die ich jetzt gerade tue, ist jetzt meine Priorität.“
„Die Zeit mit meinen Kids verdient jetzt meine volle Aufmerksamkeit.“
„Meine Ehe pflege ich jetzt – nicht erst in fünf Jahren.“
„Ich lebe im Moment.“

Der Visionär muss sich quasi zurück in die Gegenwart holen. Bist du eher ein Nostalgiker? Dann halte nicht fest an der Vergangenheit, sondern mach einen Schritt vorwärts, komm in die Gegenwart!

Die Zeit ist jetzt!

Glücksaufgabe

Zu was neigst du eher – dem verklärten Blick in die Vergangenheit oder zur rosaroten Zukunftsbrille? Versuche heute jeden Augenblick bewusst zu leben. Versuche zum Beispiel die Person, die dir gerade jetzt gegenübersteht als die wichtigste Person auf Erden zu behandeln.

 

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Vorbilder für meine Reise

Vorbilder sind Menschen, die uns ein Bild vormalen. Das Bild, das wir sehen, spricht uns an, inspiriert uns. Was wir sehen, wird zur Inspiration für unsere eigenen Träume. 

Jeder hat andere Vorlieben, darum hat auch jeder andere Vorbilder: Jedem gefallen andere Bilder, Träume sind persönlich.

Was sind deine Vorbilder? Welche Bilder gefallen dir?

– Roger Federer, der hart für seinen Erfolg arbeitet?
– Mutter Teresa, die sich den Ärmsten annahm?
– Schönbächlers, die ausgewandert sind?
– 
Francine Jordi, die mit Charme Leute verzaubert?
– Eltern, die endlos Geduld mit ihren Kids haben?

Vorbilder zu haben, motiviert uns. Ihnen eifern wir nach.

Wann wird jemand zum Vorbild? Für mich sind drei Kennzeichen zentral:

Vorbilder lassen sich von einem Traum rufen

Im gms – z’friede läbe sind wir derzeit mit der Themenserie FULLDRIVE – aus dem Vollen schöpfen unterwegs. Für mich heisst FULLDRIVE im Leben – von Beruf über Familie bis Glaube – kraftvoll unterwegs zu sein.

Neulich haben wir uns vom biblischen Helden Abraham inspirieren lassen. Er kann so ein Vorbild sein. Er hat sich von Gott rufen und be-rufen lassen.

Je nachdem, welche Bedeutung für dich Gott und der Glaube haben, wird es dir auch wichtig sein, deine Träume und deine Berufung auf „Gottes Rufen“ auszurichten.

Doch egal, welche Rolle Gott in deinem Leben spielt, du kannst dich so oder so von deinen Träumen rufen lassen.

Das heisst: Geh nicht einfach einem Job nach und verfolge nicht bloss eine Karriere. Sondern komme deiner eigenen Berufung auf die Spur!

FULLDRIVE erlebst du in deinem Leben nur dann, wenn du dich immer wieder aus deinem Alltagstrott rufen lässt. Du musst dich unterbrechen lassen!
Horizonterweiterung suchen.
Neues wagen und lernen.
Weiterbildungen besuchen.
Orte aufsuchen, wo du empfänglich für neue Ideen bist.

Vorbilder machen sich auf die Reise

Was ich nicht einordnen kann, sind Menschen, die ihre Berufung entdeckt haben, dann aber nicht dem Beispiel von Abraham folgen: Er machte sich auf die Reise. Er liess sich nicht nur be-rufen, er folgte der Berufung auch.

Wir sollten uns nicht nur von grossen Visionen und Träumen faszinieren lassen, wir sind aufgerufen, unseren Träumen auch Taten folgen zu lassen.

Genau das tun Vorbilder: Sie leben ihre Berufung, auch wenn sie dafür einen Preis zu zahlen haben.

Vorbilder hinterlassen ein grosses Erbe

Die Amis lieben es, zu fragen: „What is your legacy?“ – was ist dein Vermächtnis?

Vorbilder hinterlassen ein Erbe. Sie bewegen etwas, setzen sich zum Guten ein und zeichnen ihre Spuren in die Geschichte.

Welches Erbe wirst du einmal hinterlassen?

 

Glücksaufgabe

Hast du deine Berufung schon gefunden? Dann leben sie!
Wenn nicht: Wie kannst du deinen Alltagstrott durchbrechen, um dich für Neues zu öffnen?

Die Stürme des Vaterseins

Wir Eltern sind ja manchmal ganz schön irrational, wenn es um unsere Kinder geht. Das beobachte ich durch alle Gesellschaftsschichten hindurch. Ich denke zum Beispiel an eine Kinderärztin, die sich gewohnt ist, im Notfall rasch und rational zu agieren. Und das tut sie auch. Normalerweise. Wenn es nämlich um ihre eigenen Töchter geht, ist diese intelligente Frau plötzlich wie verwandelt: Sie ist zutiefst unsicher und beängstigend hilflos.

Dieses Phänomen lässt sich auch bestens an der Schule erkennen: Da spielt es keine Rolle mehr, ob jemand Verkäufer, Familienfrau, Psychiater oder Serviceangestellte ist. Wenn es um die eigenen Kinder geht, sinkt die Fähigkeit zur Selbstreflexion in den Keller und es wird mit fragwürdigen Mitteln für jeden erdenklichen Vorteil des eigenen Nachwuchses gekämpft.

Natürlich kenne ich als Vater solche Situationen auch. Da wird mein Sohn zu Recht oder zu Unrecht angegriffen und es ist, als würde jemand in mir den „Turbo Booster“ drücken. Innert Sekunden fühlt es sich an, als würde ich zum wilden Tier mutieren. In einem solchen Moment hat ein Hauswart einmal all meine Aggressionen verbal zu spüren bekommen. Dieser stand ganz erschrocken neben mir, weil er mich noch nie derart in Rage erlebt hatte.

Ein anderes Mal sass ich in unserem Garten, während mein Sohn mit einem Freund auf dem Gemeinschaftsrasen Fussball spielte. Wenn kleine Jungs leidenschaftlich spielen, gibt es natürlich auch entsprechende Nebengeräusche – aber es ist ja Mittwochnachmittag und aus Sicht des Vaters liegt der Lärm im normalen Toleranzbereich. Der Nachbar auf dem Balkon des 2. Stockwerks sah dies anders, brüstete sich auf und schrie meinen Sohn an mit Worten, die wir hier lieber nicht wiedergeben wollen.

Inzwischen sass ich natürlich auch nicht mehr ruhig in meinem Garten und wies meinen Nachbarn „in aller Liebe“ darauf hin, dass die Kinder doch am Mittwochnachmittag hier spielen dürften.

Spannend finde ich, was es in uns als Väter (und Mütter) auslöst, wenn unser Kind schlecht behandelt oder kritisiert wird. Wahrscheinlich ist ja diese Reaktion genauso „von der Natur“ gedacht, damit wir unsere Kinder bei einem Angriff mit aller Kraft verteidigen.

Nur leben wir aber inzwischen nicht mehr in der freien Natur und ich musste meine Kinder bis jetzt noch nie vor einem Raubtier beschützen. Und da frage ich mich, wie ich mit diesen teils sehr irrationalen Gedanken und Gefühle konstruktiv umgehen kann. Ich will ja eigentlich nicht zum Tier mutieren, wenn ich den Eindruck habe, meine Tochter wird von ihren Lehrpersonen ungerecht behandelt.

Ich habe die Lösung noch nicht (abschliessend) gefunden und ich vermute, dass der „Turbo Booster“ Teil meines Vaterseins bleibt – mindestens bis unsere Kinder volljährig sind. Was ich aber schon herausgefunden habe: Wenn ich zu lange kein persönliches Timeout habe, werde ich viel schneller reizbar und stehe in Gefahr zur Überreaktion.

Mein persönliches Timeout, meine wöchentliche Tankstelle, hilft mir Stress abzubauen und die Alltagsprobleme mit etwas Distanz aus einer anderen Perspektive zu sehen. Es sind meine 2-3 Stunden, in denen ich Stille geniesse, mir Zeit fürs Lesen, Beten und Tagebuchschreiben gönne. Dieses Timeout hält mich – in der Regel – auch in stürmischen Zeiten über Wasser.

Glücksaufgabe

Diese Timeouts und Tankstellen sind ja oft umkämpft und stehen in Konkurrenz mit all den Aktivitäten, die wir am Laufen zu halten haben. Trotzdem: Wo kannst du dich – auch wenn es nur für paar Minuten ist – regelmässig aus der Alltagshektik herausnehmen, um die innere Balance nicht zu verlieren?

 

Diesen Artikel erschien zuerst im Magazin Family, wo ich in der Rubrik Tankstelle regelmässig über meine „Vatergefühle“ schreibe.  

Trage das Bild im Herzen

Ich stelle mir vor, wie ich als alter Mann im Schaukelstuhl sitze, auf dem Tischchen steht ein Glas Rotwein, im Hintergrund flackert ein Feuer im Schwedenofen. „Weisst du, wir werden abgelegen irgendwo im Emmental wohnen und wir haben Zeit zum Lesen, Bücher schreiben und um junge Leute zu coachen“, sagte ich gerade neulich auf einem Spaziergang zu meiner Frau.

„Vergiss es!“, meinte diese. „Da würden wir nur vereinsamen. Wer will uns schon in einem abgelegenen Winkel besuchen kommen?“

Tja, vielleicht müssen wir noch über den Ort sprechen. Doch für mich ist das so ein Bild vom Alter: Ich bin bestrebt, einen Schatz an Lebenserfahrungen und Weisheiten anzusammeln und diesen – jetzt schon, aber besonders im Alter – mit interessierten Mitmenschen zu teilen.

Ziele haben Kraft. Wenn wir sie in Bilder verpacken noch eine viel stärkere.

Wichtig ist, dass wir positive Ziele setzen, dass wir Bilder in uns tragen, die uns motivieren. Negative Ziele, wie weniger rauchen, weniger Gewicht auf die Waage bringen, weniger nörgeln, weniger arbeiten … sind nicht unheimlich motivierend. Die Bilder dazu: Wir sehen uns qualvoll die Zigarette wegstecken, leiden beim Verzicht aufs Dessert oder fühlen das schlechte Gewissen, wenn wir schon wieder zu viele Überstunden machen.

Nein, motivierende Bilder sind positiv: Ich sehe mich, wie ich mit meiner Familie und mit Freunden einen gemütlichen Abend am See verbringe (statt im Büro Überstunden zu machen). Oder wie ich schwungvoll ein Treppenhaus hinaufsteige ohne ausser Atem zu kommen.

Gute Ziele sind mit schönen Bildern in uns verknüpft und wecken die Lust in uns, sie auch wirklich zu erreichen – nicht weil wir müssen, sondern weil wir wollen! Weil wir uns daran freuen, wie sich das Bild in allen prächtigen Farben mehr und mehr entwickelt.

Es ist schön, Ziele zu definieren, die uns begeistern. Noch schöner ist es, sich diesen Zielen Etappe für Etappe anzunähern. Und am schönsten ist es, wenn wir die selbst gesteckten Ziele auch tatsächlich erreichen.

Als ich vor einiger Zeit über eine Liste mit persönlichen Zielen von mir gestolpert war, staunte ich: Vieles von dem, was ich mir da als ca. 30jähriger bildlich vorgestellt hatte, ist inzwischen in Erfüllung gegangen. Vom Masterabschluss über das eigene Buchprojekt bis zum politischen Mandat.

Einige Ziele habe ich über die Jahre aus den Augen verloren – und trotzdem haben sie sich, teils auf überraschende Weise, erfüllt. Es scheint, dass die inneren Bilder tatsächlich selbst dann in uns nachwirken, wenn wir die Ziele gerade nicht (mehr) bewusst verfolgen.

Natürlich kenne ich auch den Schmerz von Zielen, die sich einfach nicht erfüllen. Da gibt es seit 20 Jahren ein starkes Zukunftsbild in mir, dessen (noch) Nicht-Erfüllung mir schon viele schmerzliche Stunden beschert hat.

Doch mich deswegen vom Ziele setzen zu verabschieden, kommt nicht in Frage. Zu viel habe ich bereits gewonnen durch motivierende Ziele und Bilder der Zukunft.

Als Vizegemeindepräsident durfte ich neulich einer Frau Gratulationen der Einwohnergemeinde zu ihrem 96. Geburtstag überreichen. Die Frau hat mich beeindruckt – kein einfacher Lebenslauf, der Mann verliess sie nach der Geburt des dritten Kindes; alleinerziehend, eigenes Geschäft …

Aber mir schien, dass die Frau mit sich und dem Leben versöhnt ist. Sie strahlte etwas Positives aus, war dankbar, hatte klare Gedanken und legte einen gewissen Schalk an den Tag.

Das gefiel mir. Ein schönes Bild für meine Zukunft: So möchte ich auch alt werden.

Glücksaufgabe

Welche Erfahrungen hast du mit Zielen und Zukunftsbildern gesammelt? Diese Glücksaktivität hat eine starke Kraft. Darum: Wie siehst du dich kommenden Sommer? In fünf Jahren? Im Alter?

Lass es fliessen!

Es gibt immer einen Grund dankbar zu sein.“ – Das schreibt sich so schnell. Und ich sage es auch immer wieder. Aber fühlt es sich auch immer so an?

Nein! Trotzdem stimmt es. Denn: Dankbarkeit ist eben nicht nur ein schönes Gefühl, sondern auch eine bewusste Entscheidung.

Meine Woche ist bisher nicht sehr spektakulär: Da ist der Rücktritt eines meiner grössten Vorbilder, der mich verwirrt und irritiert und vor allem traurig stimmt. Dann ist so eine spezielle Ferienstimmung und doch hab ich nicht Ferien: Kids weg, Frau an einer Kinderwoche engagiert – ideale Zeit, um lange Liegengebliebenes zu erledigen.

Irgendwie komme ich jedoch nicht so in die Gänge. Und wieder vergehen Stunden, die ich auf der Suche nach Klarheit um den Rücktritt von Bill Hybels mit Social Media „Recherchen“ verbringe. Dabei wird nur die Verwirrung noch grösser …

Also, es gibt immer einen Grund zur Dankbarkeit! Ich will dankbar sein und entscheide mich, hier über eine nächste Glücksaktivität zu schreiben: Flow-Erfahrungen!

Wo war ich letzte Woche voller Energie?

Meine erste Frage: Habe ich den in den letzten Tagen überhaupt einen Flow erlebt? Ich beginne nachzudenken und merke plötzlich: Ach ja, da und dort, diese Begegnung und diese Aktivität. Tatsächlich, schnell kommen mir mehrere Flows in den Sinn – berufliche und private.

Flow 1: Arbeit bei der ich aufblühe

Aufblühen bei der Arbeit tun wir dann, wenn unsere Stärken und die an uns gestellte Herausforderung zusammen passen. Anders gesagt: Langweilt uns eine Aufgabe bloss, dann sind wir unterfordert und erleben keinen Flow.

Anderseits ist es auch kein schönes Gefühl – ich weiss, wovon ich spreche – wenn wir völlig überfordert sind, weil wir einer Aufgabe nicht gewachsen sind.

Im so genanten Flow-Kanal befand ich mich vor einer Woche, als ich im Rahmen vom „Chäs, Brot, Wy – u mini Gschicht mit Gott“ einen Talk mit einem spannenden Gast führen durfte. Ich war gefordert, weil ich die Antworten aus dem Gast „herauskitzeln“ und die Spannung hochhalten musste. Ich war nicht gelangweilt, aber auch nicht überfordert. Es floss, weil ich meine Stärken einbringen konnte und die Geschichte bei den Besuchern Resonanz erzeugte.

Wenn wir unsere Stärken identifizieren, in einem Umfeld arbeiten, das uns entspricht und die Branche oder Themen unserer Arbeit unserer Leidenschaft entsprechen, stehen die Chancen für Flow-Erfahrungen bei der Arbeit gut.

Flow 2: Saisonfinale mit der Familie

Ich habe von meinen Eltern die Liebe zum Skifahren geerbt und diese Liebe inzwischen auch meinen Kindern weitergegeben: So standen meine Kids und ich letzten Samstag um 7.28 Uhr an der Talstation und warteten darauf, dass zwei Minuten später „endlich“ die erste Gondelbahn auf den Berg fuhr.

Was für eine Flow-Erfahrung: Zusammen mit meinen Kids meine Lieblingspisten herunterkurven! Anspruchsvolle, aber fast Menschen leere Pisten, ein gewisses Tempo, erstaunlich guter (Frühlings)Schnee – wow, das fliesst!

Aber, zugegeben: Skifahren war in den ersten Jahren mit den Kids nicht immer „Flow“ – es gab auch mühsame und langweilige Momente.

Und da haben wir es wieder: Mein Können muss mit den Anforderungen zusammenpassen. Keine zu grosse Überforderung, aber auch keine Unterforderung. Wenn ich den ganzen Tag auf der Anfängerpiste herumrutsche, löst das bestimmt keinen Flow aus …

Flow 3: Paar-Zeit und spannende Interatkion

Beim Nachdenken über die letzte Woche kamen mir noch die sonntäglichen Flows in den Sinn: Mit meiner Frau durch Zürich schlendern und Zeit zu zweit geniessen – auch das bringt mich zum Aufblühen.

Zusammen besuchten wir dann das Dienstagsmail-Fest. Da genoss ich anregende Gespräche. Ich musste argumentieren, um meine Überzeugungen darzulegen. Da war er wieder, der Flow-Kanal …

 

Glücksaufgabe

Manchmal leben und arbeiten wir in einem Alltagstrott und verpassen unsere Flow-Erfahrungen, weil wir sie gar nicht wahrnehmen.

Darum die heutige Aufgabe: Wann und wo hast du in der letzten Woche Flows erlebt?

Das tut einfach gut!

Manchmal denke ich, es wäre einfach schon gut, wenn ich etwas mehr auf meine Linie achten würde und etwas weniger Chips futtern und vielleicht nur bei besonderen Anlässen Wein trinken würde.

Dann kommt mir jeweils wieder das fantastische Zitat von John Ortberg in den Sinn:

Es ist besser,
mit guten Freunden Chips zu futtern,
als alleine Brokkoli zu essen.

Das ist mein Lieblingszitat wenn es um den Wert von Freundschaften geht.

Nun: Bewegung ist wichtig, ausgewogene Ernährung auch. Zum persönlichen Glück gehört es, dass wir gut mit uns selbst und mit unserem Körper umgehen.

Und: Bevor ein falscher Eindruck entsteht: Bewegung und Ernährung sind nicht gerade meine Paradedisziplinen, doch ich war beispielsweise heute Morgen bereits eine Dreiviertelstunde auf dem Crosstrainer …

Aber mal ehrlich: Wer von uns will schon mit dem Idealgewicht ins Grab gelegt werden?

Oder wer wünscht sich eine Grabrede, in der besonders hervorgehoben wird, dass wir stehts vegan, vegetarisch oder sonst wie gesund gelebt hätten? Oder: „Sein Lauftraining ging ihm über alles!“?

Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie sehr er/sie sich „gehen lässt“ oder wie hart er/sie trainiert und sich strikt an einen ausgewogenen Menüplan hält.

Ich kann nur für mich sprechen indem ich das Ortberg-Zitat aufnehme: Ich habe nichts gegen Brokkoli – und wahrscheinlich esse ich sogar häufiger Brokkoli als Chips – aber wenn ich mich entscheiden muss zwischen „alleine Brokkoli“ und „mit Freunden Chips“, wähle ich klar das Zweite.

Freunde machen langfristig glücklicher und gesünder als die beste Ernährung oder das härteste Lauftraining!

An meinem Grab wünsch ich mir viele Freunde, die sich an viel Spannendes erinnern, das sie mit mir zusammen erlebt haben. Gemeinsame Erlebnisse – das gibt doch dem Leben seine Qualität?!

Freunde tun mir gut

Über die Festtage hatten wir eine befreundete Familie zu Besuch – ein wunderbarer Tag für mich. Einige gemütliche Stunden mit guten Leuten.

Es war einfach wunderbar: Chips, feines Essen, guter Wein, die Mädchen hatten ein gemeinsames Backprojekt, die Jungs waren mit Fussball beschäftigt und so blieb für uns Erwachsenen viel Zeit zum Reden, Austauschen, Anteil nehmen sowie zum Spazieren und einfach sein.

Und am Ende fieberten wir alle mit YB mit, die versuchten dem FC Basel zu zeigen, wo der Meister dieses Jahr herkommt.

Was schätze ich so an solchen unbeschwerten Zeiten mit Freunden?

Freunde machen uns glücklich, weil sie unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit stillen und uns soziale Unterstützung bieten. Jeder wünscht sich einen Kreis, wo er sich zugehörig fühlt, akzeptiert und angenommen wird.

So habe ich es in meinem GlücksBuch geschrieben. Und ja, genau das ist es, was mich aufblühen lässt.

Meine Freunde zeigten mir mit ihrem Besuch am Ostermontag, dass ich ihnen wichtig bin – denn sie hätten ja durchaus auch etwas anderes unternehmen können an ihrem freien Tag.

Und ich fühlte mich nicht nur wichtig und zugehörig, sondern auch echt akzeptiert und angenommen: Meine Meinung zählt etwas, meine Erfahrungen sind von Bedeutung, mein aktuelles Ergehen interessiert.

In einer Freundschaft geschieht dies natürlich gegenseitig:

Ich interessiere mich für dich und du interessierst dich für mich
– ungeheuchelt!

Ich freue mich an deinen Erfolgen und du freust dich an meinen Siegen
– neidlos!

Ich helfe dir in herausfordernden Zeiten und du stehst mir zur Seite
– selbstlos!

Solche Freunde zu haben, ist ein Geschenk, das man nicht hoch genug schätzen kann. Sie machen glücklich und gesund!

Glücksaufgabe

Unser Alltag ist oft so voll: beruflich sind wir stark eingespannt, die Familie fordert grosses Engagement von uns und vielleicht ist da noch ein Hobby oder ein Ehrenamt. Wo bleibt da die Zeit für Freunde?

Mach dir bewusst, wie wichtig Freundschaften sind! Und um diese Wichtigkeit zu unterstreichen, lade ich dich ein, noch heute einen Freund zu kontaktieren, um einen gemeinsamen Termin zu vereinbaren.

Lass es los!

Gestern marschierte ich an meinem „stillen Nachmittag“ mit einem Rucksack am Rücken quer durch die Stadt Biel. Es war ein guter Sportrucksack und trotz Laptop, Büchern und Schreibwaren fühlte sich das Gewicht überhaupt nicht unangenehm an.

Doch wie oft tragen wir in unserem Leben einen imaginären Rucksack mit uns herum, dessen Last und schier zu Boden drückt?

In diesem Rucksack, den wir viel öfter mit uns herumtragen als es uns bewusst und lieb ist, sammeln wir alle Verletzungen, die uns andere Menschen antun.

Es sind böse Worte, Enttäuschungen, Kränkungen oder das Gefühl, übergangen zu werden – oft Kleinigkeiten, die sich der Verursacher möglicherweise gar nicht bewusst ist.

Natürlich gibt es auch die richtig schweren Steine in diesem Rucksack: Leute hintergehen uns, bekämpfen uns aktiv, machen uns und unsere Arbeit schlecht, vielleicht geht es sogar um öffentliche Verleumdungen oder in manchen Fällen um körperliche oder psychische Gewalt, wie es mehr Leute erleben müssen, als wir es wohl vermuten würden.

Nun, wo Unrecht geschieht oder gar Straftaten begangen werden, müssen diese angesprochen, resp. angezeigt werden.

Doch löst das unser Problem mit dem imaginären Rucksack? Nur bedingt!

Vergebung ist eine weitere Glücksaktivität, die sowohl in der Positiven Psychologie als auch in der Theologie eine wichtige Rolle spielt. Eigentlich ist es sogar das Kernthema der Theologie.

Vergeben und Loslassen zu können, ist darum so wichtig, weil eben wir selbst diesen imaginären Rucksack mit uns herumtragen – und nicht etwa der Täter oder die Täterin! Wirklich frei wird nur, wer seine Peiniger freigibt, loslässt und ihnen vergibt.

Und zwar gerade nicht, weil sie es verdient hätten, sondern weil sie es nicht wert sind, dass sie unser Leben weiterhin blockieren. Wer loslassen und vergeben kann, tut zuallererst sich selbst einen Gefallen.

Wenn unsere Vergebungsbereitschaft dazu führt, dass auch der andere die Konfliktsituation überwinden und hinter sich lassen kann,  umso besser. Aber es geht hier in erster Linie darum, dass wir nicht zu verbitterten Personen werden.

Wer lernt zu vergeben, ist weniger hasserfüllt, neigt weniger zu Depressionen und verzichtet auf den Gegenangriff (Rache). Und dies alles wird natürlich positive Auswirkungen auf unser Glücksempfinden haben.

Du bist frei

Und wenn ich als Theologe kurz vor Ostern über Vergebung spreche, kann ich nicht anders als dass ich auch das „Alleinstellungsmerkmal“, den USP, des christlichen Glaubens anspreche: Während wir uns an Weihnachten daran erinnern, dass Gott sich in Menschengestalt und dennoch in vollkommener, göttlichen Liebe dieser Welt zugewandt hat, ist Ostern das Fest der Hoffnung. Jesus Christus hat über den Tod und alle Schmach der Welt triumphiert.

Und mehr noch: Karfreitag und der Kreuzestod stehen dafür, dass Gott selbst den imaginären Rucksack loslässt, uns alle kleinen und grossen Untaten vergibt und uns damit Freiheit anbietet.

Darum: Lass es los! All das, was andere Menschen dir antun. Und all das, was du anderen Menschen antust. Da ist ein Gott, der nicht nachtragend ist und uns selbst vorlebt, was er uns empfiehlt:

Da wandte sich Petrus an Jesus und fragte: »Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er immer wieder gegen mich sündigt? Siebenmal?« – »Nein«, gab Jesus ihm zur Antwort, »nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal!«

Glücksaufgabe

Was trägst du aktuell in deinem imaginären Rucksack? Was davon willst du über die kommenden Ostertage bewusst loslassen? Vielleicht kann dir dabei gerade der Besuch an einem der vielen Karfreitags- oder Oster-Gottesdienste eine Unterstützung sein. Oder du suchst für dich alleine einen Ort der Stille auf.

Bin ich glücklich?

Willkommen zur Stunde der Wahrheit: Wie steht es um dein Glück? Wie glücklich erlebst du dich in deiner aktuellen Lebensphase?

Heute ist internationaler Tag des Glücks und darum erscheint mein Blogartikel diese Woche auch etwas früher als sonst. Und darum stell ich mir heute die Frage: Bin ich eigentlich glücklich?

Glück ist nicht einfach ein Gefühl, auch nicht wirklich ein Zustand. Glück ist vielmehr eine Lebenseinstellung und hat mit meiner täglichen Entscheidung zu tun, mein Leben aktiv zu gestalten und die an mich gestellten Aufgaben positiv anzupacken.

Natürlich wünsch ich mir, dass Gefühle, Gedanken und meine Einstellung im Einklang zueinander sind. Glück fühlt sich durchaus gut an. Doch Glück ist eben auch mehr als ein gutes Gefühl. Glücksgefühle fallen einem manchmal überraschend zu – aber was, wenn sie ausbleiben?

Darum frage ich dich jetzt nicht bloss: Fühlst du dich glücklich? Sondern lade dich zu einer etwas differenzierteren Bestandesaufnahme anhand vom ShalomLeben-Windrad ein:

Die Nabe: Bewusste Selbstführung

Glückliche Menschen sind mit sich im Reinen, blicken optimistisch in die Zukunft und pflegen einen dankbaren und achtsamen Lebensstil.

Wo bist du mit deinem Umgang mit dir selbst zufrieden?

Was erlebst du im Zusammensein mit dir selber als schwierig?

Wo siehst du Wachstumspotenzial für eine bewusste Selbstführung?

Rotorblatt: Erfülltes Liebes- und Familienleben

Glückliche Menschen verbringen viel Zeit mit Menschen, die ihnen wichtig sind. Sie pflegen Freundschaften und gestalten ihr Liebes- und Familienleben aktiv.

Was läuft gut in deinem Liebes- und Familienleben?

Was erlebst du als schwierig, wenn du an dein Liebes- und Familienleben denkst?

Welches Entwicklungspotenzial entdeckst du?

Rotorblatt: Sinnerfüllte Tätigkeit

Glückliche Menschen gehen einer Aufgabe nach, die ihren Talenten und Interessen entspricht und mit der sie einen Unterschied auf dieser Welt machen können.

Wo kannst du deine Stärken einbringen? Was erlebst du positiv an deiner Arbeit?

Was bremst dich in deiner beruflichen Entwicklung?

Welchen Handlungsbedarf kannst du identifizieren?

Rotorblatt: Reiches Sozialleben

Glückliche Menschen bringen sich als aktiven Teil in die Gesellschaft ein – sei dies in Beziehungen oder in freiwilligem Engagement für ihre Mitmenschen.

Welche Freunde oder Gruppen tun dir richtig gut? Wo erlebst du ein positiv-förderndes Umfeld?

Was ist schwierig, wenn du an dein Sozialleben denkst?

Was würde dir helfen, diesen Bereich weiterzuentwickeln?

Der Wind: Gelebte Spiritualität

Glückliche Menschen verstehen sich als Teil des grossen Ganzen. Ihr Leben hat Bedeutung, weil sie sich im Dienst einer höheren Sache verstehen. Der Wind, der unser ShalomLeben-Windrad antreibt, steht für die Sinnhaftigkeit in unserem Sein.

Wo erlebst du dein Dasein als sinnvoll? Wie erlebst du Verbundenheit  mit dem Höheren?

Wo erlebst du deine Spiritualität gerade nicht als sehr tragfähig?

Welches Entwicklungspotenzial erkennst du in diesem Bereich?

Meine Glücksbillanz fällt heute nicht nur positiv aus – es gibt durchaus Bereiche, die ich gerade als schwierig erlebe. Doch: Glückliche Menschen sind gesünder und einfach angenehmere Zeitgenossen. Glücklichsein steht dir und mir! Und darum will ich mich auf das fokussieren, was positiv läuft und was ich selbst gestalten kann.

Glücksaufgabe

Und wie fällt deine Glücksbillanz heute am Tag des Glücks aus? Freu dich an all den positiven Punkten und nimm dir in 1-2 Bereichen einen kleinen nächsten Entwicklungsschritt vor.

Du willst dich eingehender mit deinem eigenen Glück beschäftigen? Dann findest du Anregungen hier im GlücksBlog. Zusätzlich empfehle ich dir mein Buch, in dem ich das ShalomLeben-Windrad und die Glücksaktivitäten ausführlich vorstelle:

Glück finden – hier und jetzt 
Das praktische GlücksBuch von Stefan Gerber jetzt bestellen.
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Mir gefällt das Buch von Stefan Gerber besonders gut, weil er es versteht, das Thema «Glück» verständlich, für alle nachvollziehbar und mit guten Beispielen versehen, zu beschreiben. Die Symbolik mit dem ShalomLeben-Windrad, der starken Nabe für die starke Selbstführung zeigt deutlich auf, dass wir zum grössten Teil selber Gestalter des eigenen Glücks sind. Ein praktisches (Arbeits)Buch für die Menschen, welche das Glück bereits gefunden haben oder noch auf der Suche danach sind.
Beat Rüfli, Geschäftsinhaber bizfit / Leiter Netzwerk santé&entreprise

Glück über mich hinaus

Was für eine Ehre: Heute wird mein GlücksBuch als Lesetipp im  renommierten Neukirchener Kalender empfohlen. Diesen Kalender gibt es seit weit über 100 Jahren und ist gemäss Verlagsinfo „der bekannteste christliche Andachtskalender im deutschen Sprachraum“.

Ein Glücksbuch in einem christlichen Andachtsbuch? Passt das überhaupt zusammen?

Aber sicher! Eine der sechzehn Glücksaktivitäten, die ich derzeit hier in meinem GlücksBlog vorstelle, ist die Spiritualität. Tatsächlich hat die Glücksforschung mehrmals bestätigt, dass eine gelebte Spiritualität, ein aktiver Glaube, unserem Glücksempfinden gut tut:  «In der Tat bestätigt eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen, dass religiöse Menschen glücklicher und gesünder sind und besser mit traumatischen Erfahrungen umgehen können als nichtreligiöse Menschen», sagt etwa Sonja Lyubomirsky, eine bekannte Psychologie-Professorin und Vertreterin der Positiven Psychologie.

Und auch einige Theologen haben die Wichtigkeit der Glücks-Thematik entdeckt. Einer davon ist Prof.  Jörg Lauster:

Die Transzendenzerfahrung des Glücks erweist sich inhaltlich als eine Sinnerfahrung. Denn im Augenblick des Glücks weiß sich der Mensch aufgehoben in einem letzten, ihm wohlwollenden Grund der Wirklichkeit, den das Christentum Gott nennt. Diese Einsicht befreit den Menschen von der Vorstellung, das gelingende, gute und glückliche Leben hinge allein an seinen Kräften. Das Glück des Augenblicks hebt damit das Streben nach Glück nicht einfach auf.
Es gewährt vielmehr die Gewissheit, dass sich das Gelingen des Lebens einem Grund verdankt, der vor allem Tun des Menschen liegt. Die Erfahrung des Glücks setzt eine existenzielle Haltung frei, sie bildet den Mut und das Vertrauen aus, die nötig sind, um nach dem Glück des eigenen Lebens zu streben.

Das ist nicht ganz einfache Kost. Doch wenn wir uns diese Weisheit genauer betrachten, entdecke ich viel Wertvolles, das mich zu einer befreienden Spiritualität inspiriert und so mein Glück steigert:

Teil einer grösseren Schöpfung

Wie gut tut es, sich als Teil von etwas Grösserem zu verstehen? Zu glauben, dass da ein Schöpfer ist, der mein Leben wollte, gibt dem Hiersein ein solides  Fundament.

Nicht alles hängt von mir ab

Das Streben nach Glück und die ständige Selbstoptimierung kann unheimlich Druck machen. Die Gute Nachricht: Nicht alles hängt von dir ab! Wir können und müssen nicht alles im Griff haben. Da ist jemand über uns, der das große Ganze im Blick hat.

Dankbar geniessen

Eine befreiende Spiritualität lädt uns ein, das Leben zu geniessen. Wir dürfen dankbar staunen über so viel Schönheit in der Natur und so viel Gutes, das uns geschenkt ist.

Mutig anpacken

Ganz vorn in der Bibel hat Gott dem Menschen eine Beauftragung und Bevollmächtigung zum kreativen Gestalten und Handeln gegeben. Wir dürfen und sollen mutig anpacken, unser Leben gestalten, nach Flow-Erfahrungen streben, Ziele setzen und Schritte wagen.

 

Glücksaufgabe

Glaube und Glück – passt das für dich zusammen? Welche der vier hier geschilderten Punkte möchtest du dir konkret bewusst machen und in dein Alltag integrieren?

 

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